News aus Baden-Württemberg
IHK-Energiebarometer in Baden-Württemberg fällt auf Tiefpunkt

News aus Baden-Württemberg IHK-Energiebarometer in Baden-Württemberg fällt auf Tiefpunkt

Quelle: Pixabay
dpa

Die Unternehmen in Baden-Württemberg schätzen die Auswirkungen der Energiewende zunehmend als Belastung für ihre Wirtschaftlichkeit ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern.

Die Unternehmen in Baden-Württemberg sehen die Auswirkungen der Energiewende einer Umfrage zufolge zusehends als Belastung. Das Energiebarometer für den Südwesten sei 2022 im Vergleich zum Vorjahr von minus 2,0 auf minus 25,9 abgestürzt und habe einen Tiefpunkt erreicht, teilte der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag am Mittwoch mit. Besonders in der Industrie wird die Kombination aus gestiegenen Energiepreisen, dem Krieg in der Ukraine, stärkerer Umweltregulierung und der langsame Umbau der Energie-Infrastruktur als Belastung wahrgenommen.

Die Entwicklung ist nicht auf den Südwesten begrenzt. Auch bundesweit zeigt sich den Angaben zufolge ein ähnliches Bild. Mit minus 26,9 liegt der Barometerwert im Bundesschnitt noch niedriger.

Bei den Lösungsvorschlägen stellen sich mit 56 Prozent der befragten Unternehmen voll hinter die Forderung einer erleichterten Eigenversorgung mit Energie sowie Direktlieferverträgen, sogenannten Power Purchase Agreements (PPAs). Weitere 31 Prozent stehen dem positiv gegenüber.

Mit PPAs sichern Stromversorger Unternehmen eine Stromlieferung zu einem günstigen, festen Preis für einen längeren Zeitraum zu. Im Gegenzug garantieren die Unternehmen die Abnahme, was bei vielen Großprojekten im Bereich der erneuerbaren Energien – wie Windparks auf See – eine Grundvoraussetzung für die Finanzierung darstellt. Einem IHK-Sprecher zufolge muss sich der noch junge PPA-Markt noch entwickeln, damit diese Lösung auch für kleinere und mittlere Unternehmen – nicht nur Großverbraucher wie die Stahlindustrie – relevant wird. Insbesondere die hohen Kosten für die Vertragsausarbeitung sind demnach eine Hürde.

56 Prozent stimmten der Forderung zu, Effizienzvorgaben nach dem Grundsätzen Wirtschaftlichkeit, Freiwilligkeit und Technologieoffenheit zu machen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer befürwortet zudem eine Senkung der Steuern und Abgaben auf den Strompreis. Rund ein Drittel der Unternehmen sieht zudem einen Bedarf darin, die Verfügbarkeit von Wasserstoff sicherzustellen und die Energienetze auszubauen.

Aus Sicht der IHK sind die Unternehmen im Land aber auch selbst leistungsbereit. 84 Prozent der Betriebe haben demnach Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergriffen. «Dies zeigt, dass die Wirtschaft in Baden-Württemberg die Herausforderungen der Energiewende und des Klimaschutzes gleichermaßen angenommen hat und entsprechend handelt, insbesondere die hiesige Industrie», betonte Wolfgang Grenke, Präsident der IHK Karlsruhe.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.

Erste Hürde genommen – Europa-Park will siebtes Hotel bauen

Bis zu 350 Zimmer mehr: Es gibt grünes Licht für die Planung rund um Deutschlands größten Freizeitpark. Warum Besucher aber noch Geduld brauchen.

Laut Studie: Männer hören Frauen im Landtag weniger aufmerksam zu

Dass Abgeordnete häufig mal aufs Handy schauen, kennen Beobachter des Landtags. Offenbar mache es aber einen gewissen Unterschied, ob vorne eine Frau oder ein Mann redet, wie eine Studie nun nahelegt.

Karlsruher Schloss wird saniert: Wie das Badische Landesmuseum umzieht

Das Badische Landesmuseum muss ins Depot, weil das Karlsruher Schloss saniert wird. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Ein Blick hinter die seit Ende September verschlossene Kulisse.

BBBank in Karlsruhe meldet Rekordergebnis nach Fusion mit PSD Bank

Die BBBank gewinnt 36.000 neue Kunden und steigert ihren Gewinn deutlich. Für das laufende Jahr ist bereits die nächste Fusion geplant.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.