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Karlsruher Triathlet Christian Piri: Auf dem Weg zur Wiedergutmachung bei der WM in Nizza

Sport Karlsruher Triathlet Christian Piri: Auf dem Weg zur Wiedergutmachung bei der WM in Nizza

Interview
Quelle: PSK

Christian Piri ist Triathlon-Abteilungsleiter beim Post Südstadt Karlsruhe (PSK) und selbst Triathlet. Sogar bei einer Weltmeisterschaft nahm Piri schon teil. Am 14. September 2025, startet er in Nizza erneut bei einer WM. Wir trafen ihn zum Interview.

meinKA: Wie kommt man auf die Idee Triathlet zu werden?

Christian Piri, Leiter Triathlon-Abteilung PSK: „2006 hat es bei mir mit einem Feuerwehr-Triathlon angefangen. Da war ich nicht ganz so erfolgreich, bin auf dem Rad gestürzt und dachte mir, dass ich das nie wieder mache. Bis 2010 habe ich dann einfach nur weiter Fußball gespielt und bin ab dann zum Laufen gekommen und dachte mir, dass Schwimmen und Radfahren auch eine Idee für nebenher wäre. So bin ich dann zum Triathlon gekommen.“

 

meinKA: Wie sieht ein normaler Trainingstag bei dir aus?

Christian Piri: „Der Trainingstag hängt von meinem jeweiligen Schichtbetrieb ab. Wir müssen Beruf, Familie und Haushalt erst einmal managen und dann trainiere ich drumherum. Das funktioniert alles supergut, auch dass wir nebenher als Trainer für Triathleten tätig sind. An einem normalen Tag gehe ich morgens Schwimmen, frühstücke danach und dann geht’s in die zweite Einheit, entweder Laufen oder Radfahren. Direkt danach kümmere ich mich dann um den Haushalt und dann geht es zur Arbeit.“

 

meinKA: Welches der drei Elemente ist dein stärkstes und wo musst du eine extra Schippe drauflegen?

Christian Piri: „Ich sage immer, dass ich gar nichts richtig gut kann. Das heißt nicht, dass ich irgendwo schlecht bin, aber ich bin in alle Disziplinen relativ gleich und finde mich da im Mittelfeld wieder. Schwimmen macht mir zwar am wenigsten Spaß, aber mit der Zeit bin ich zufrieden.“

 

meinKA: Wie wichtig ist gutes Equipment?

Christian Piri: „Zum Teilnehmen reichen Laufschuhe, ein Fahrrad und eine Schwimmbrille, das ist ja auch prinzipiell das Gute an dem Sport. Für Einsteiger kann man da natürlich kostengünstige Optionen wählen. Je besser man wird, kann man mit dem Carbonschuh beim Halbmarathon oder dem aerodynamischen Fahrrad mit Bike-Fitting noch ein paar Prozentpunkte herausholen. Gutes Material macht auch schnell, ist aber nicht unbedingt notwendig.“

 

Triathlon-Paar Silke und Christian Piri. | Quelle: PSK

 

meinKA: Hat das Familienleben etwas geändert?

Christian Piri: „Das Familienleben hat bei uns mit dem Triathlon angefangen, weil wir uns dort kennengelernt und die gleichen Wettbewerbe gemacht haben. Als unsere Kinder 2021 auf die Welt kamen, haben wir mit ihnen gemeinsam den Sport nach der Corona-Pause wieder aufleben lassen. Sie machen da auch mit, weil sie selbst Fahrrad fahren, sie rennen gerne und sie freuen sich auch aufs Schwimmbad. Es ist einfach schon, dass man den Sport und die Leidenschaft teilen kann.“

 

meinKA: Ist die Familie vielleicht auch eine extra Motivation, speziell die Kinder?

Christian Piri: „Definitiv. Wenn man z.B. ein Rundenrennen hat und man weiß, dass man jede Runde seine Kinder sieht, wie sie einen anfeuern oder auch einfach nur Quatsch machen, dann ist das sehr motivieren. Wenn es einem im Lauf auch mal schlecht geht, kann man die Zeit unterbrechen, bis man sie wiedersieht und vor allem freut man sich darauf, seine Kinder im Ziel in den Arm zu nehmen.“

 

meinKA: Wie groß ist deine Vorfreude auf die zweite WM-Teilnahme?

Christian Piri: „Ich habe mit Nizza noch eine Rechnung offen, weil ich dort 2019 auf der Radstrecke gestürzt bin und dadurch mein erstes „Did Not Finish“ (DNF) hatte. Es ist zum Glück nicht viel passiert, aber deshalb habe ich den Ort als Wiedergutmachung im Kopf und da es die letzte WM in Nizza ist, freue ich mich umso mehr darauf. Bei der Radstrecke geht es die halbe Strecke bergauf und die andere Hälfte bergab, das finde ich sehr fair. Auch bei den vier Runden, die ich laufen muss, freue ich mich schon auf meine Familie, die mich anfeuern wird.“

 

meinKA: Was sind deine nächsten großen Ziele?

Christian Piri: „Ich habe auch mit dem Rennen auf Hawaii noch offen. Die Qualifikation ist da aktuell noch unklar, aber das wäre ein perspektivisches Ziel von mir. Im Training muss ich noch eine Schippe drauflegen und will trotz des Älterwerdens meine Leistung halten und nochmal an meine Bestleistung von acht Stunden und 42 Minuten herankommen. Nach neun Stunden und neun Minuten in Hamburg bin ich da gar nicht so weit weg und will mal sehen, was da noch für Rennen auf uns zukommen.“

 

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