News aus Baden-Württemberg
Karlsruher Storchenexpertin: Population könnte schrumpfen

News aus Baden-Württemberg Karlsruher Storchenexpertin: Population könnte schrumpfen

Quelle: Uli Deck
dpa

Die Zahl der Störche in Baden-Württemberg könnte nach Einschätzung von Experten in den kommenden Jahren wieder sinken.

Als einen der Gründe nannte die Weißstorchbeauftragte des Landes, Judith Opitz, dass immer mehr gebaut werde. Damit fehle den Tieren Platz zum Brüten. Weil zudem Feuchtgebiete trockengelegt werden, gehe der Lebensraum von Amphibien – eine wichtige Nahrungsquelle der Vögel – verloren. «Momentan ist die Lage stabil», sagte Opitz der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe. «Aber wer weiß, wie lange noch. Man muss aufpassen, dass das nicht wieder kippt.»

Auch Roland Hilgartner, Parkleiter des Affenbergs in Salem am Bodensee warnte davor, dass die Bruterfolge in den kommenden Jahren wieder abnehmen und die Zahl der Störche hierzulande erneut sinken könnte. «Ich habe die Sorge, dass das bald wieder in eine andere Richtung geht.» Am Affenberg lebt eine ganze Storchenkolonie.

Laut Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg belegten 1767 frei fliegende Weißstorch-Paare vergangenes Jahr Nester im Südwesten, vor allem am Rhein und in Oberschwaben. 1644 davon brüteten.

 

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