Soziales Projekt in der Fächerstadt
Karlsruher Vesperkirche: Warme Mahlzeiten in der kalten Zeit

Soziales Projekt in der Fächerstadt Karlsruher Vesperkirche: Warme Mahlzeiten in der kalten Zeit

Quelle: Thomas Riedel

Die Karlsruher Johanniskirche verwandelt sich alljährlich in eine Vesperkirche. Vier Wochen lang können an der Kirche am Werderplatz Menschen mit verschiedenen sozialen Hintergründen zusammenkommen, um warme Mahlzeiten, Hilfe und Kleidung zu bekommen.

13. Karlsruher Vesperkirche beginnt

Am Sonntag, 11. Januar 2026, beginnt die 12. Karlsruher Vesperkirche unter dem schützenden Dach der Johanniskirche am Werderplatz.

Die Vesperkirche bedeutet für viele Menschen, neben Essen und Trinken, auch Wärme und Unterhaltung. Vor allem aber bedeutet sie, dass es Hoffnung gibt – Hoffnung auf ein gutes Miteinander, teilt das Diakonische Werk Karlsruhe mit.

Bis zum 08. Februar 2026, geht die 13. Ausgabe der Vesperkirche in Karlsruhe.

Weitere Informationen.

 

Eröffnung der 11. Karlsruher Vesperkirche

 

Mehr zur Vesperkirche – Konzept & Idee

Hinter dem Begriff Vesperkirche versteckt sich ein soziales Projekt für Bedürftige, welches bundesweit in rund 40 Kirchengemeinden umgesetzt wird. Immer in der Winterzeit bieten die Vesperkirchen den Besuchern ein warmes Mittagessen, Heißgetränke und Gemeinschaftlichkeit. Weitere Angebote sind – je nach Veranstalter – unterschiedlich und reichen beispielsweise von nächtlichen Vesperpaketen über medizinische Betreuung bis zu Konzerten.

Das erste Projekt der Versperkirche in Deutschland wurde 1995 in der Leonhardskirche in Stuttgart umgesetzt und findet auch heute noch alljährlich von Januar bis März statt. Gründer der Vesperkirche war der Diakoniepfarrer Martin Fritz, dessen Idee über die Jahre immer häufiger von deutschen Kirchengemeinden aufgegriffen und realisiert wurde. Inzwischen gibt es über 40 Vesperkirchen in Deutschland. Alle teilnehmenden Kirchen möchten sich mit dieser sozialen Aktion für Menschen einsetzen, welche aus finanziellen Gründen nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Die meisten Vesperkirchen finanzieren ihr Projekt rein über private Spenden, ehrenamtliche Helfer sowie kostenlose oder verbilligte Gaben unterschiedlicher Einrichtungen oder Firmen. Hierzu zählen beispielsweise Bäckereien, die Backwaren spenden oder Apotheken und Pharma-Hersteller, die der Vesperkirche kostengünstige Medikamente zur Verfügung stellen.

 

| Quelle: Thomas Riedel

 

Seit 2014: Vesperkirche in Karlsruhe

Die Karlsruher Vesperkirche wurde im Januar 2014 von der Evangelischen Kirche Karlsruhe erstmals umgesetzt. Durchgeführt wird das Projekt vom Diakonischen Werk Karlsruhe und der Evangelischen Johannis-Paulus-Gemeinde, deren Johanniskirche am Werderplatz als Standort für die Vesperkirche dient.

Die erste Karlsruher Vesperkirche war ein großer Erfolg, so wurden über 6.500 warme Mahlzeiten ausgegeben und über 40 ehrenamtliche Helfer waren über die vier Wochen der Aktion vor Ort. Bereits 2015 konnten diese Zahlen erhöht werden und stiegen auf rund 7.000 Essen und 50 Ehrenamtliche. Inzwischen besuchen täglich über 400 Menschen die Karlsruher Vesperkirche.

 

Vesperkirche in Karlsruhe – Spenden

Die Karlsruher Vesperkirche muss – während der vier Wochen langen Vesperkirchen-Zeit – tägliche Kosten decken. Um diese Summen zu stemmen, sind die Veranstalter der Vesperkirche auf bürgerliches Engagement und Geldspenden angewiesen. Wer die Vesperkirche in Karlsruhe ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich immer von September bis Ende Oktober beim Vesperkirchenteam melden.

Unterstützung in Form von Geldspenden ist ebenfalls dringend notwendig und willkommen. Diese können jederzeit auf das Spendenkonto der Vesperkirche überwiesen werden. Weitere Informationen gibt es bei Andreas Kruse unter kruse-karlsruhe@web.de.

Über Sachspenden, wie Spielsachen für Kinder, Kuchenspenden sowie Bücher oder Spiele, ist das Team der Vesperkirche auch stets dankbar. Sachspenden sind per E-Mail unter britta.hansen@vesperkirche-karlsruhe.de oder bruno.wenz@vesperkirche-karlsruhe.de anzumelden.

 

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