News aus Baden-Württemberg
Karlsruher Veterinäramt: Über 300 Verstöße im Jahr 2021 festgestellt

News aus Baden-Württemberg Karlsruher Veterinäramt: Über 300 Verstöße im Jahr 2021 festgestellt

Quelle: Veterinäramt Karlsruhe

In seinem jährlichen Bericht zum Tierschutz teilt das Veterinäramt Karlsruhe mit, dass 2021 insgesamt 450 Tierhaltungen in rund 710 Erst- und Nachkontrollen überprüft wurden. Dabei wurden bei 308 Kontrollen tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt.

Bei 308 Kontrollen tierschutzrechtliche Verstöße

Nicht jeder Tierhalter hält die rechtlichen Vorgaben ein. Daher sind Kontrollen ein wichtiger Teil der Arbeit des Veterinäramtes im Landratsamt Karlsruhe, wird in einer Pressemeldung informiert.

In seinem jährlichen Bericht zum Tierschutz teilt dieses mit, dass im Jahr 2021 450 Tierhaltungen in rund 710 Erst- und Nachkontrollen überprüft wurden. Dabei stellte das Veterinäramt bei 308 Kontrollen tierschutzrechtliche Verstöße fest.

In 40 Fällen lagen sogar schwere Mängel vor – in 42 Fällen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet, gegen sechs Personen wurden Strafanzeigen vorgelegt, geht aus der Mitteilung hervor. In drei besonders schweren Fällen wurden Tierhalteverbote ausgesprochen. Dadurch mussten insgesamt 20 Hunde, sieben Katzen, fünf Kaninchen, sieben Ziegen, zwei Schafe, vier Esel, ein Pony, zehn Damhirsche und mehrere Vögel anderweitig untergebracht werden.

 

Kontrollen: Vermehrt mit Auseinandersetzungen

Werden Verstöße als leicht eingestuft, erfolgt eine mündliche Belehrung, bei schweren Verstößen eine schriftliche Anordnung. Die Tierhalter müssen im Anschluss fristgerecht die festgestellten Verstöße abstellen. Hinweise auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gehen bei Veterinäramt telefonisch, per E-Mail oder per Post ein.

Registrierungspflichtige Nutztierhaltungen werden zudem schwerpunktmäßig kontrolliert. Die Veterinärbehörde ist zusätzlich verpflichtet, auch anonymen Anzeigen nachzugehen. Bei den Kontrollen stoßen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber nicht immer auf Verständnis und Einsicht.

Im vergangenen Jahr stellte das Veterinäramt ein zunehmendes Aggressionspotenzial gegenüber dem Personal bei den Kontrollen fest – sowohl bei privaten als auch bei gewerblichen Tierhaltungen. So kam es vermehrt zu verbalen Entgleisungen bis hin zu körperlichen Drohungen.

 

Tierhalteverbot kann ausgesprochen werden

Ein Großteil der Tiere, die 2021 anderweitig untergebracht werden mussten, stammte aus einem Vogelpark. Das Zurschaustellen der Tiere ist diesem aufgrund zahlreicher Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorgaben und Mangel an sachkundigen Personen untersagt, heißt es weiter.

In einem weiteren Fall vernachlässigte eine Tierhalterin ihren Hund über einen längeren Zeitraum: Das Tier hatte unter anderem hochgradig verfilztes Fell, welches zudem mit Exkrementen verklebt war, und überlange Krallen. Die Tierhalterin kam den Anordnungen, die Verstöße zu beheben, nicht nach. Gegen sie wurde ein Tierhalteverbot ausgesprochen und Strafanzeige vorgelegt. Eine weitere Hundehalterin konnte sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr um ihre beiden Tiere kümmern.

 

Hunde sind beliebtes Gut für illegale Transporte

Besonders Hunde sind ein beliebtes Gut für illegale Transporte aus dem Ausland. 2021 beobachtete das Veterinäramt einen deutlichen Anstieg dieser. Die Tiere werden widerrechtlich aus größtenteils osteuropäischen EU-Ländern sowie Drittstaaten nach Deutschland gebracht.

Bei einer Transportkontrolle im Sommer vergangenen Jahres entdeckte das Veterinäramt drei Labradorwelpen in einem unbelüfteten Anhänger. Aufgrund der tierschutzwidrigen Transportbedingungen bestand akute Lebensgefahr für die Hunde.

„Wir raten ausdrücklich davon ab, günstige Welpen aus dem Ausland zu kaufen. Häufig stammen die Tiere aus Zuchteinrichtungen, in denen tierschutzwidrige Bedingungen vorherrschen“, sagt Dr. Yvonne Regier, Amtstierärztin und Abteilungsleiterin für Tierschutz im Landratsamt.

 

Hunde aus dem Ausland aufnehmen

„Die Hündinnen werden oftmals unter sehr schlechten Bedingungen gehalten, erfahren keine Betreuung und werden tierärztlich nur unzureichend versorgt. Die Welpen werden häufig unter unhygienischen Bedingungen geboren, viel zu früh vom Muttertier getrennt und ungeimpft abgegeben“, so Regier weiter. Oft litten sie zudem unter Parasiten oder schweren Viruserkrankungen, was hohe Tierarztkosten für die Käufer zur Folge habe.

Wer dennoch einen Welpen im Ausland kaufen möchte, sollte darauf achten, dass dieser frühestens in einem Alter von acht Wochen vom Muttertier getrennt wurde, entwurmt ist und die wichtigsten Impfungen erhalten hat. Zudem müssen die tierseuchenrechtlichen Vorgaben eingehalten werden:

Kommen die Tiere aus einem EU-Mitgliedsstaat, müssen sie mindestens 15 Wochen alt sein und einen gültigen Tollwutschutz aufweisen. Bei Drittländern gelten noch weitreichendere Auflagen. Verstöße werden mit Bußgeldern und der Anordnung einer Quarantäne geahndet.

 

 

Weitere Nachrichten

Rückbaumaßnahmen an der Turmbergbahn beginnen im März

Die Turmbergbahn in Durlach soll zeitnah umfassend modernisiert, barrierefrei ausgebaut und bis zur Bundesstraße B3 verlängert werden. Zunächst stehe aber ab März 2026 der Rückbau der bestehenden Bahninfrastruktur an, teilen die Verkehrsbetriebe mit.

36.000 Euro-Spende für soziale Projekte dank Karlsruher Stadionsingen

Dank 16.000 Besucherinnen und Besucher, die sich am 21. Dezember 2025 zum gemeinsamen Stadionsingen im Karlsruher Wildpark eingefunden hatten, konnten insgesamt 36.000 Euro Spendengelder an drei soziale Projekte in Karlsruhe ausgeschüttet werden.

Architekt Friedrich Weinbrenner: Neue Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Das Schaffen des Karlsruher Architekten Friedrich Weinbrenner (1766–1826) bestimmt bis heute das Bild der Fächerstadt. Anlässlich seines 200-jährigen Todestags widmet die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe dem Badischen Baudirektor eine Studioausstellung.

Neues Ramen-Restaurant eröffnet in Karlsruhe: "Kleines Japan-Reiseerlebnis"

Am Donnerstag, 26. März 2026, eröffnet das neue "URA-HARA Ramen Cafe Karlsruhe" im Ettlinger Tor Center Karlsruhe. "Unsere Mission ist es, Ramen in Deutschland zur Alltagsküche zu machen“, sagt Tamura, J.P.Factory GmbH CEO, in einer Pressemeldung.

Schwedische Restaurantkette kommt nach Karlsruhe - Neueröffnung im Frühjahr 2026

Die schwedische Restaurantkette "Pincho Nation" wächst weiter in Deutschland. Nach den Eröffnungen in den Städten Kiel und Bremen steht im Frühjahr 2026, der erste Franchise-Standort in Karlsruhe (Adresse: Erbprinzenstraße 23) vor seiner Eröffnung.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.