Zoologischer Stadtgarten
Karlsruher Zoo: Elefantenkuh Nanda musste eingeschläfert werden

Zoologischer Stadtgarten Karlsruher Zoo: Elefantenkuh Nanda musste eingeschläfert werden

Quelle: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

Elefantenkuh Nanda ist gestorben – am Mittwochabend, 11. August 2021, wurde sie von einem Tierärzte-Team im Zoo eingeschläfert. Sie wurde wahrscheinlich 1967 geboren. Seit 2016 verbrachte Nanda ihren Lebensabend in der Altersresidenz im Zoo Karlsruhe.

Karlsruher Elefantenkuh Nanda ist gestorben

Elefantenkuh Nanda ist gestorben, darüber informiert die Stadt Karlsruhe.

Nanda kam als Wildfang aus Asien nach Europa und wurde dann in verschiedenen Zirkussen gehalten. Seit 2016 lebte sie im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe in Europas erster Altersresidenz für Asiatische Elefanten. Am Mittwochabend (11. August) wurde sie von einem Tierärzte-Team eingeschläfert.

Sie wurde wahrscheinlich 1967 geboren – ihr genaues Alter lässt sich heute nicht mehr exakt nachvollziehen, mit ihren mindestens 54 Jahren war sie jedoch hochbetagt. „Es ist ein Alter, dass die Tiere in der Natur normalerweise nicht erreichen“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt: „In der Altersresidenz hat sie noch sehr schöne Jahre verbringen können. Das ist ein guter Trost bei einem solch traurigen Ereignis.“

 

| Quelle: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

 

Nanda hatte körperlich stark abgebaut

Nanda hatte in den vergangenen Monaten körperlich stark abgebaut. „Sie war an Kopf, Rücken und Hüfte stark eingefallen. Ihr Allgemeinzustand wurde immer schlechter, sie hat nur noch sehr wenig gefressen, obwohl ihre Zähne für ihr Alter noch in Ordnung waren“, berichtet Zootierarzt Dr. Marco Roller.

„Wir haben Nanda in den vergangenen Wochen intensiv betreut, uns aber nach einer weiteren Untersuchung gemeinsam mit dem Zoodirektor entschlossen, sie einzuschläfern und ihr damit Leiden zu ersparen“, erläutert Dr. Lukas Reese, ebenfalls Zootierarzt.

Neben ihrem schlechten Allgemeinzustand hatte Nanda seit einigen Tagen Blut im Urin. Der Verdacht einer Nierenerkrankung hatte sich neben den Veränderungen im Blutbild auch im Ultraschall bestätigt.

„Diese Erkenntnis im Zusammenspiel mit ihrem Erscheinungsbild und Verhalten sowie der Prognose, wie sie sich entwickeln würde, haben zum Entschluss geführt, Nanda am heutigen Tag zu erlösen“, berichtet Roller.

 

Elefant Zoo Karlsruhe Nanda

Nanda beim Spaziergang durch den Zoo. | Quelle: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

 

Nanda war fast vollständig erblindet

Eine Graue-Star-Erkrankung beeinträchtigte die Elefantenkuh seit rund zehn Jahren stark, am Ende war sie fast vollständig erblindet. Das Tierpfleger-Team im Dickhäuterhaus kümmerte sich jedoch seit ihrer Ankunft 2016 rührend um sie, vor allem die morgendlichen Spaziergänge durch den Zoologischen Stadtgarten vor Besucheröffnung mit dem ehemaligen Revierleiter werden in Erinnerung bleiben.

Nanda ließ sich am Rüssel von den Tierpflegern durch das Gehege aber eben wie bei den Spaziergängen auch über unbekanntes Terrain problemlos führen, sie nahm die menschliche Hilfe gut an. Bewegte Nanda sich ohne Tierpfleger in ihrem Gehege, benutzte sie den Rüssel wie eine Art Blindenstock. Sie tastete so immer die nächsten Schritte vorsichtig ab.

 

Nanda | Quelle: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

 

Elefantenkuh Jenny nun allein auf der Anlage

Aktuell ist mit Elefantenkuh Jenny nur noch ein Tier in der Anlage. „Wir werden sicher wieder neue Tiere in unserer Altersresidenz aufnehmen, damit lassen wir uns aber etwas Zeit. Auch wenn der Tod von Tieren in einer Altersresidenz immer mit dazugehört, trauern wir um so ein charismatisches Tier. Gerade das Tierpflegerteam soll jetzt erst einmal zur Ruhe kommen“, betont Reinschmidt.

Der Körper des eingeschläferten Tiers wird nun im Institut für Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht. „Das ist bei Zootieren üblich und wichtig“, sagt Zootierarzt Roller. „Durch solche Obduktionen können wir weitere Erkenntnisse über das Tier gewinnen und eventuell diese sogar in die weitere Elefantenhaltung einfließen.

 

Weitere Nachrichten

Spatenstich für die neue Turmbergbahn in Durlach: Wie es jetzt weitergeht

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) am 28. Oktober 2026, die nächste Projektphase zum Neubau der Turmbergbahn in Durlach eingeläutet. Nachdem der Rückbau abgeschlossen ist, beginnen die Arbeiten für die neue Bahn.

FBL Fetzner – der Spezialist für moderne Landschaftspflege im Raum Karlsruhe

Von Mäh- sowie Mulcharbeiten bis Baumfällung und Wurzelentferung: FBL Fetzner – ist der Spezialist für moderne Landschaftspflege im Großraum Karlsruhe. Hier trifft langjährige Erfahrung und hohe Professionalität auf einen modernen Maschinenpark.

Eintritt frei: Wander-Ausstellung "Glänzende Aussichten" bei den Stadtwerken Karlsruhe

Die Stadtwerke Karlsruhe zeigen von 05. bis 19. November 2026, ausgewählte Motive der Misereor-Wanderausstellung „Glänzende Aussichten“ im unteren Foyer des Stadtwerke-Hauptgebäudes in der Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe. Der Eintritt ist frei.

Revisionsarbeiten: Karlsruher Stadtbahntunnel eine Woche komplett gesperrt

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) führen von Samstag, 24. Oktober, bis Samstag, 31. Oktober 2026, Revisionsarbeiten im Stadtbahntunnel durch. In dieser Zeit ist der Tunnel für den Bahnbetrieb komplett gesperrt, heißt es in einer Pressemeldung.

Überraschung zum Saisonstart: Karlsruher Baden Volleys schlagen Pokalsieger & Vizemeister

Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe haben in der 1. Volleyball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt. Gegen die SVG Lüneburg, den Pokalsieger und deutschen Vizemeister der vergangenen Saison, setzten sich die Karlsruher mit einem deutlichen 3:0 durch.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.