News aus Baden-Württemberg
Kita-Streit: Verdi lässt mit Warnstreiks die Muskeln spielen

News aus Baden-Württemberg Kita-Streit: Verdi lässt mit Warnstreiks die Muskeln spielen

Quelle: Christophe Gateau
dpa

Kurz vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde für die Mitarbeiter von Kitas, Schulkindbetreuung und sozialen Diensten hat die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks die Muskeln spielen lassen.

Knapp 10.000 Beschäftigte nahmen am Donnerstag am ersten landesweiten Warnstreiktag für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung teil. Überdies erwartet die Gewerkschaft Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Die Arbeitsniederlegungen hatten vor allem für Eltern gravierende Folgen, die zum wiederholten Mal eine alternative Betreuung für ihre Kinder suchen mussten. Allein in Stuttgart demonstrierten über 6000 Menschen, in Ulm 600 und in Freiburg 1500. Viele Beschäftigte waren auch vor Ort präsent.

Verdi-Landeschef Martin Gross forderte in Freiburg die baden-württembergischen Arbeitgeber auf, sich innerhalb der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeber für ein gutes Ergebnis einzusetzen. Gross: «Die enorme Beteiligung im Land, fast doppelt so viele wie bisher, und der absolute Wille der Streikenden sollten die letzten Arbeitgeber aufgeweckt haben.» Verdi fordert ein «verhandlungsfähiges Angebot» von den Arbeitgebern. Verbands-Präsidentin Karin Welge sagte der «Stuttgarter Zeitung»: «Wir hoffen auf einen sehr konstruktiven Kompromiss, zu dem wir ohne Weiteres bereit sind.» Es gebe keinen Grund, einen Arbeitskampf vom Zaun zu brechen.

Von der dritten Verhandlung am kommenden Montag in Potsdam sind in Baden-Württemberg allein in der frühkindlichen Bildung rund 45.000 Beschäftigte direkt in kommunalen Einrichtungen betroffen. Hinzu kommen 60.000 Beschäftigte bei Kitas freier Träger. Auch Mitarbeiter von Behinderteneinrichtungen sind berührt.

 

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