Neues von der Kombilösung
Kombilösung: Endspurt auf der Kriegsstraße – die Kräne verschwinden

Neues von der Kombilösung Kombilösung: Endspurt auf der Kriegsstraße – die Kräne verschwinden

Quelle: Kasig

Die Arbeiten der Kombilösung laufen auch im Jahr 2021: welche Fortschritte auf den Baufeldern oberirdisch derzeit zu sehen sind und wie die Arbeiten in den beiden Tunneln vorankommen, darüber informiert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft.

Endspurt auf der Kriegsstraße: Die Kräne verschwinden

Zehn Hochbaukräne – jeder bis zu 40 Meter hoch und mit einem bis zu 60 Meter langen Ausleger ausgestattet – standen bis Herbst vergangenen Jahres entlang der Kriegsstraße. Ihre Aufgabe: Beim Umbau der Kriegsstraße mit einem Autotunnel unten und der darüberliegenden Straßenbahntrasse mussten Baumaterial und auch kleinere Baugeräte in die Baugruben hinein- und teilweise auch wieder hinausgehoben werden, erklärt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) in einer Pressemitteilung.

Doch die Aufgabe der Kräne endete immer dann, wenn im Schwenkbereich des Krans alle Tunneldeckel betoniert waren und die Andienung von Material dann durch den Rohbau-Tunnel erfolgt. Bis Jahresende 2020 sind alle Kräne östlich des Ettlinger Tors abgebaut worden – nun folgen die verbliebenen: Ende Januar wird der Hochbaukran unmittelbar östlich vom Karlstor abgebaut, so die Kasig. Er erfährt allerdings unmittelbar danach eine Art Auferstehung westlich vom Karlstor, wo er in der alten, bestehen bleibenden Rampe künftig den Tunnelrohbau der letzten vier Blöcke westlich der Karlstraße bedient. Mitte Februar 2021 fällt dann auch für den Kran Höhe des Bundesgerichtshofes der Vorhang.

 

Nimmt Formen an: Arbeiter bauen an der künftigen Überquerung der Kriegsstraße auf Höhe der Lammstraße. | Quelle: Kasig

 

Ende Mai 2021: Ende des Tunnelrohbaus erreicht

Der Rohbau konzentriert sich mit Beginn des neuen Jahres ausschließlich auf den Bereich rund um das Karlstor: Bis Mai 2021 sind im östlichen Teil des Baufelds W 1 nur noch die Stützwände für die seitlich der durchgehenden Tunnelröhren liegenden Ein- und Ausfahrrampen herzustellen – dann ist auch hier das Ende des Tunnelrohbaus erreicht.

Noch vorher abgeschlossen wird der Tunnelbau in den Baufeldern W 3 und W 4 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße: Hier ist dann auch der Tunnelabzweig vom Haupttunnel unter der Kriegsstraße in das Einkaufszentrum am Ettlinger Tor hergestellt, so die Kasig weiter. Im April 2021 enden außerdem gegenüber auf der Südseite der Kriegsstraße die Rohbauarbeiten für das Treppenhaus zur unterirdischen Betriebszentrale.

 

Viele Baufelder: Straßenbauer stehen im Tunnel

Damit wendet sich das Geschehen in der Kriegsstraße hauptsächlich dem Innenausbau und natürlich oberirdisch der endgültigen Gestaltung von Fuß- und Radwegen sowie der Fahrbahnen zu. In den Baufeldern O 3, O 4 und O 5 sowie W 4, W 3 und W 2 stehen die Straßenbauer im Tunnel. Zwischen Mendelssohnplatz und der Ritterstraße – auch durch das Kombi-Bauwerk unter dem Ettlinger Tor hindurch – wird auf der Tunnelsohle in einer Gesamthöhe von 80 Zentimetern die Straße aufgebaut. In den Baufeldern O 1 und O 2 östlich vom Mendelssohnplatzes ist das bereits im Herbst 2020 geschehen.

Wie im Osten schon sichtbar geht dann auch im Westen der Gleisbau seine Wege: Zwischen Lammstraße und Ritterstraße wird Substrat für die Rasenansaat zwischen die verlegten Gleise und Schwellen eingebracht und damit in diesem Abschnitt der Gleisbau abgeschlossen.

 

Alles fürs Abwasser: Im Autotunnel Kriegsstraße entstehen östlich vom Ettlinger Tor die Wasserrinnen am Fahrbahnrand. | Quelle: Kasig

 

Inbetriebnahme der Kombilösung im Dezember 2021

Für die Inbetriebnahme der gesamten Kombilösung zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2021 stehen beim Stadtbahn- und Straßenbahntunnel noch Arbeiten für den Innenausbau und insbesondere die technische Ausstattung an, informiert die Kombilösung.

Ende März 2021 beginnt die Phase der Probefahrten der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) – bisher wurden lediglich Testfahrten durchgeführt. Der entscheidende Unterschied: Die Probefahrten können nur in einem technisch einwandfrei funktionierenden Tunnel mit Signalen, Weichenanlagen und dem gesamten Stellwerk-System betrieben werden.

Parallel dazu sind Arbeiten am Innenausbau in den Treppenabgängen und auf den Zwischenebenen sowie in den Betriebsräumen natürlich möglich, so die Kasig.

 

Bald komplett: In den Haltestellen wie hier am Ettlinger Tor werden noch fehlende Verkleidungen montiert. | Quelle: Kasig

 

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