Weiterer Hochbaukran wird aufgestellt
Kombilösung Karlsruhe: Die Kriegsstraße und ihr neues Erscheinungsbild

Weiterer Hochbaukran wird aufgestellt Kombilösung Karlsruhe: Die Kriegsstraße und ihr neues Erscheinungsbild

Quelle: Kasig

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer oberirdischen Gleistrasse und dem darunter liegenden Autotunnel läuft – aber nicht nur beim eigentlichen Tunnelbau, sondern eben zunehmend auch an der Oberfläche. An einigen Stellen sind die Fahrbahnen schon fertiggestellt.

Endgültige Lage im Osten der Kriegsstraße

Eine Fußgängerzone ohne Straßenbahnenverkehr und ein durchgängiger Autotunnel vom Karlstor bis zum Mendelssohnplatz – das bedeutet die Kombilösung Karlsruhe in wenigen Worten erklärt. Trotz der Corona-Krise können die Bauarbeiter derzeit weiterhin fleißig arbeiten und das Projekt sichtbar vorantreiben.

Die Kriegsstraße mit der Gleistrasse an der Oberfläche und dem unterirdischen Autotunnel wird stetig umgebaut. Das teilen die Verantwortlichen der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrer wöchentlichen Pressemeldung mit. Dabei geht es derzeit nicht nur um den eigentlichen Bau des Tunnels, sondern immer mehr auch um die Oberfläche. Am östlichen Ende der Kriegsstraße ist bereits die endgültige Lage der Fahrbahnen, Rad- und Gehwege sowie der Schienentrassen, die dort neu verlegt wurden, zu sehen.

 

Kombilösung Mendelssohnplatz

Derzeit wird östlich vom Mendelssohnplatz vor dem Einkaufszentrum an der endgültigen Oberfläche der Kriegsstraße gearbeitet. | Quelle: Kasig

 

Bauarbeiten nahe dem Mendelssohnplatz

Direkt östlich des Mendelssohnplatzes sind die Fahrbahnen, Radwege und Gehwege bereits fertiggestellt. Seit einer Woche ist die Baustelle von der nördlichen jetzt auf die südliche Seite gewechselt. Noch etwas weiter östlich, an der Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Ehrhard-Allee, wird ebenfalls an der Oberfläche gearbeitet – und auch hier sind die Arbeiter auf einem guten Weg zum Ziel. Sie legen an dieser Stelle Fahrbahnen, Rad- und Gehwege neu an.

Zudem wird der Gleisstrang eingebaut, der aus der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee und dann in die Kriegsstraße bis zum Mendelssohnplatz führt. Dort wartet bereits ein komplettes Gleisviereck auf den Anschluss. Die Arbeiten an dieser Stelle werden bis in den Juli hinein andauern. Anschließend werden die Gleise zum Abschluss noch begrünt – wenn es der Bauablauf und die Witterung zulassen. 

 

Kombilösung Mendelssohnplatz

Am Mendelssohnplatz läuft der Ingenieurbau, dazwischen erfolgt noch restlicher Erdaushub. | Quelle: Kasig

 

Beim Tunnelbau fließt der Beton

Im Baufeld W 1 – zwischen Ritterstraße und Karlstor – wird der Baugrubenverbau hergestellt. Dafür fließt Beton in die Bohrpfähle, die dort in der Erde versenkt werden. Seit dreieinhalb Wochen fahren keine Bahnen mehr über das Karlstor. Das soll sich im September wieder ändern. Deswegen wird derzeit das Baufeld darauf vorbereitet, dass die alte Überführung der Karlstraße über die Kriegsstraße abgebrochen werden kann. Im September werden dann Hilfsbrücken über die Baugrube gelegt – hier fahren dann die Bahnen.

 

Kombilösung Ettlinger Tor Tunnel

Östlich vom Ettlinger Tor fahren die Autos bald – provisorisch – auf dem hergestellten Tunnel, der unaufhaltsam Richtung Kombi-Bauwerk (hinten) wächst. | Quelle: Kasig

 

Östlich vom Karlstor wird derzeit das Planum hergestellt. Dabei handelt es sich um eine ebene Fläche, auf der die Bewehrung zum Bau der Tunnelsohle aufgebaut wird. Immer noch im Baufeld W 1, aber noch weiter östlich, ist man schon einen Schritt weiter. Dort wird direkt im Anschluss an den schon fertigen Tunnelabschnitt im Baufeld W 2 bereits am Tunnel gebaut.

Weiter geht der Blick etwas weiter in den Osten – genauer gesagt in die Baufelder W 3 und W 4, die sich zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor befinden. Im Westen ist der Autotunnel, im Osten das Kombi-Bauwerk unter der Kreuzung Ettlinger Tor – und dazwischen eine Lücke, die immer kleiner wird. Derzeit werden die Außen- und Mittelwände gebaut, später dann der Deckel daraufgesetzt. Außerdem starten die Bauarbeiter mit dem Abzweig aus dem Autotunnel heraus in das Parkhaus des ECE-Centers. Davor muss der Autoverkehr aber auf einer provisorischen Straße in der Mitte über den bereits hergestellten Tunnel von Osten nach Westen rollen.

 

Kran wird aufgestellt – Sperrung am 24. Mai

Im Baufeld O 5 – direkt östlich vom Ettlinger Tor – laufen im Moment die Ankerarbeiten in der untersten Lage und der Spritzbeton wird auf den Baugrubenverbau aufgebracht. So werden die Wände geglättet und können als rückwärtige Schalung beim Bau der Tunnelaußenwände dienen.

Derweil läuft der Ingenieurbau in den Feldern O 4 und O 3 – vor dem Staatstheater und zwischen Meidinger Straße und Mendelssohnplatz. Dort wachsen Tunnelsohlen, Außen- und Mittelwände weiter. Eine Ausnahme gibt es noch: In einem Teilbereich des Baufelds O 3 wird derzeit noch Erde ausgehoben.

Mit einer Sperrung müssen Autofahrer und Radfahrer am Sonntag, 24. Mai, rechnen. An diesem Tag wird im Baufeld O 3 auf Höhe der Adlerstraße ein weiterer Hochbaukran aufgestellt. In diesem Zusammenhang muss die Kriegsstraße zwischen Meidinger Straße und Mendelssohnplatz in Fahrtrichtung Osten voll gesperrt werden. Dabei verwandelt sich auch die südliche Adlerstraße zwischen Baumeisterstraße und Kriegsstraße in eine Sackgasse. Die Adlerstraße dann kann nur von Süden aus erreicht werden.

 

Arbeiten im Inneren der Tunnel

Fertig im Rohbau ist der Tunnel dagegen schon in den Baufeldern O 1 und O 2 im Osten der Baustelle. Hier erfolgt bereits der Innenausbau und der Bau der Straße im Tunnel.

Auch im Straßenbahntunnel geht es um den Innenausbau. Die Elektriker sind dabei, Leitungen durch die Haltestellen und in die Betriebsräume zu verlegen. Die Trockenbauer verkleiden die Haltestellen mit den restlichen Betonwerksteinen – oder im oberen Bereich der Wände und an den Decken mit leichteren Platten. Außerdem sind Handwerker weiterhin mit dem Bodenbelag in den Zwischenebenen und auf den Teppen beschäftigt. Dort verlegen sie einen Terrazzo-Belag.

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