Corona in Baden-Württemberg
Kretschmann dämpft wegen Pandemie Hoffnung auf Reisen

Corona in Baden-Württemberg Kretschmann dämpft wegen Pandemie Hoffnung auf Reisen

Quelle: Marijan Murat

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat trotz leicht sinkender Corona-Infektionszahlen die Hoffnung vieler Menschen auf baldige Reisen gedämpft.

«Das sehe ich erstmal nicht. Dazu müssten die Inzidenzen drastisch runtergehen, bevor wir sowas ins Auge fassen können», sagte der Grünen-Politiker am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vor Beginn der letzten Sitzung seiner grün-schwarzen Landesregierung in dieser Wahlperiode.

Wegen der immer wieder neu auftretenden Mutanten sei die Lage noch unsicher. Es sei zu früh, wegen der leicht sinkenden Zahlen von einer Trendwende zu sprechen. Zudem gehöre Reisen zu den «ganz problematischen Dingen, weil das Virus wird ja verbreitet durch Reisen», es sei durch Reisen überhaupt erst auf der ganzen Welt verbreitet worden. «Da ist große Vorsicht geboten.»

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche ist zuletzt sowohl bundesweit als auch in Baden-Württemberg gesunken. Die sogenannte Inzidenz lag am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (Stand 5.08 Uhr) bei 141,4, in Baden-Württemberg nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 173,1 (Stand Montag, 16.00 Uhr).

Vor einer Woche hatte der Wert im Südwesten noch 197,4 betragen. Für mehr Normalität muss die Inzidenz nach den Vorschriften der Bundes-Notbremse in den Stadt- und Landkreisen aber stabil unter 100 sein. Erst dann können Gastronomie und Hotellerie wieder öffnen.

 

Mehr zum Thema

Höchster Pandemie-Krankenstand in erstem Halbjahr 2022

Probleme bei der Dübel-Herstellung, Zugausfälle und verschobene Operationen: Der hohe Krankenstand im Südwesten machte zuletzt vielerorts Schwierigkeiten. Eine erste Krankenkassen-Auswertung zeigt: Schuld daran war längst nicht nur Corona.

Corona-Verdienstausfall: 340.000 Anträge auf Entschädigung

Viele Arbeitsplätze bleiben während der Pandemie leer: Weil die infizierte Ärztin nicht zur Arbeit darf oder der Vater sich zu Hause um sein positiv getestetes Kind kümmern muss. Für den dadurch ausbleibenden Verdienst haben Hunderttausende beim Land Entschädigung beantragt.

Forschung: Land fördert Obduktionen von Impf- und Corona-Toten

Der Chefpathologe der Uni Heidelberg warnte vor einem Jahr vor einer beträchtlichen Dunkelziffer an Impftoten. Viel mehr Leichen müssten obduziert werden, forderte er damals. Nun fördert das Land solche Untersuchungen.

Ministerium: "Höhepunkt der Sommerwelle wohl überschritten"

Die Corona-Sommerwelle in Baden-Württemberg könnte gebrochen sein.

Zahl der Covid-Intensivpatienten steigt: Inzidenz sinkt

Die Zahl der Covid-Intensivpatientinnen und -patienten in Baden-Württemberg steigt weiter.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.