News aus Baden-Württemberg
Land verlängert „Kümmerer“-Programm zur Ausbildung von Zugewanderten

News aus Baden-Württemberg Land verlängert „Kümmerer“-Programm zur Ausbildung von Zugewanderten

Quelle: dpa/Marijan Murat
dpa

Das Land will Geflüchtete bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz weiter unterstützen und verlängert das sogenannte Kümmerer-Programm.

Es werde in den kommenden zwei Jahren fortgeführt, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Dafür würden weitere 3,7 Millionen Euro für die Integration von Zugewanderten in Ausbildung bereitgestellt. Zuerst hatten die «Heilbronner Stimme» und der «Südkurier» berichtet. Gefördert werden den Angaben zufolge 37,5 «Kümmerer»-Vollzeitstellen. Sie sind 22 Kammern, Landkreisen und Bildungsträgern zugeordnet.

Die «Kümmerer» vermitteln seit 2016 junge Menschen in für sie geeignete Praktika, Qualifizierungen und Ausbildungen. Damit helfen sie, «den Fachkräftenachwuchs zu sichern und junge zugewanderte Menschen gesellschaftlich zu integrieren», sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) laut Mitteilung. Bereits über 3400 Teilnehmer an dem Programm hätten eine Ausbildung begonnen. Bis April 2022 seien rund 7500 Zugewanderte durch «Kümmerer» begleitet worden.

Der «Heilbronner Stimme» und dem «Südkurier» zufolge wurden dabei bisher Ausbildungen im Verkauf des Einzelhandels am häufigsten vermittelt. Danach folgten Ausbildungen etwa zum Kraftfahrzeugmechatroniker, Koch, Maschinen- und Anlagenführer und Fachlagerist, schreiben die Zeitungen unter Berufung auf eine Ministeriumssprecherin. Demzufolge kommen 85 Prozent der Programmteilnehmer aus den Hauptasylherkunftsländern, darunter Syrien (37 Prozent), Afghanistan (16 Prozent) und Gambia (9 Prozent).

 

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