News aus Baden-Württemberg
Laut Kriminalstatistik: Gewalt gegen Prostituierte in Baden-Württemberg nimmt zu

News aus Baden-Württemberg Laut Kriminalstatistik: Gewalt gegen Prostituierte in Baden-Württemberg nimmt zu

Quelle: Daniel Vogl/dpa/Symbolbild
dpa

Der Job als Sexarbeiterin ist gefährlich. Oftmals kommt es zu Übergriffen durch Freier. Die CDU verlangt ein weitgehendes Verbot der Prostitution.

Die Gewalt gegen weibliche Prostituierte hat im vergangenen Jahr zugenommen: 2023 wurden in Baden-Württemberg 194 Gewaltstraftaten registriert, bei denen mindestens ein Opfer Prostituierte war. In den vergangenen drei Jahren wurde keine Gewalttat gegen männliche Prostituierte registriert.

Die Anzahl der Straftaten gegen die Frauen stieg im Vergleich zum Vorjahr (155 Fälle) um 25,2 Prozent an und erreichte einen neuen Höchststand, wie aus einer in Stuttgart veröffentlichten Antwort des Sozialministeriums auf eine Landtagsanfrage der CDU-Fraktion hervorging. Zunächst hatten die «Badischen Neuesten Nachrichten» (Freitag) darüber berichtet.

Die meisten registrierten Straftaten sind demnach Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (156 Fälle). Bei mehr als einem Viertel der Taten (27,8 Prozent) handelt es sich um ein Körperverletzungsdelikt. Die meisten dieser Fälle ereigneten sich laut Bericht in Stuttgart (63), gefolgt von Heilbronn (26) und Karlsruhe (14). Die Zahlen kommen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Personen können mehrfach Opfer von Gewalttaten werden. Dann sind sie mehrfach erfasst. Die in der Statistik gesondert erfassten Delikte Menschenhandel und Zwangsprostitution bewegen sich jeweils auf einstelligem bis niedrigem zweistelligem Niveau.

Die CDU-Landtagsfraktion forderte einen «wirksamen Schutz von Frauen vor Menschenhandel und Zwangsprostitution». Der Fraktionsvorsitzende Manuel Hagel sagte: «Ich trete daher für ein grundsätzliches Verbot der Prostitution ein. Ausnahmen darf es nur im Einzelfall geben.» Und die CDU-Abgeordnete Isabell Huber sagte, die Zahlen zeigen deutlich: «Es reicht! Es muss sich jetzt etwas ändern. Frauen und Mädchen sind keine Ware. Sie müssen vor Menschenhandel und Zwangsprostitution geschützt werden.»

 

Weitere Nachrichten

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.