News
Laut Statistik: Auf den Straßen in Baden-Württemberg stirbt fast täglich ein Mensch

News Laut Statistik: Auf den Straßen in Baden-Württemberg stirbt fast täglich ein Mensch

Quelle: Fabian Koss/onw-images/dpa
dpa

Es sind wieder mehr Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Und wieder einmal ist vor allem das Tempo schuld, wenn es auf der Straße crasht. Zunehmend spielen aber auch Drogen eine Rolle.

Trotz aller Kontrollen und Aufrufe kommt in Baden-Württemberg statistisch gesehen auch weiter fast jeden Tag ein Mensch auf der Straße ums Leben. Insgesamt starben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 188 Menschen im Verkehr, das sind 17,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie aus der Unfallbilanz des ersten Halbjahres hervorgeht.

Die Zahl der Unfälle ist zwar zwischen Januar und Ende Juni sehr leicht um 0,4 Prozent gesunken auf 150.957. Dennoch: Alle etwa 100 Sekunden ist in den ersten sechs Monaten des Jahres irgendwo im Land entweder ein Mensch angefahren worden oder es krachte auf Baden-Württembergs Straßen. Im Durchschnitt ereigneten sich fast 35 Unfälle pro Stunde. Dabei wurden etwas mehr Menschen leicht (17.329, plus 3,7 Prozent) verletzt, etwas weniger (2.699, minus 3,8 Prozent) erlitten schwere Verletzungen als im Vorjahreszeitraum.

 

Strobl: Jeder muss Rücksicht nehmen

Und es bleibt das alte Problem mit dem Gaspedal: Mehr als ein Drittel der Menschen (36 Prozent) starb, weil ein Autofahrer zu schnell unterwegs war. «Das zeigt einmal mehr: Wir müssen aufeinander Rücksicht nehmen», sagte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU). «Dabei ist jede und jeder Einzelne gefragt. Hier geht es um Menschenleben – das muss in alle Köpfe.»

Auffällig ebenfalls: Während die Zahl der Unfälle, in denen Alkohol eine Rolle spielte, zurückgegangen ist um 9,4 Prozent auf 1810, haben immer mehr Menschen vor den Unfällen Drogen eingenommen. Laut Innenministerium nahm die Zahl der Unfälle in dieser Kategorie um 29,7 Prozent auf 432 zu. «Wer sich berauscht, hat nicht am Straßenverkehr teilzunehmen – er gefährdet sich und andere verantwortungslos», sagte Strobl.

 

Weitere Nachrichten

Vorfall im Landkreis Karlsruhe: Mann soll im Wahn auf Mutter eingestochen haben

Ein Hilfeschrei des Vaters verhindert wohl Schlimmeres: Ein 37-Jähriger soll seine Mutter mit einem Messer attackiert haben. Die Behörden geben erste Hinweise zu Tatablauf und möglichen Hintergründen.

Umwelt-Check: Özdemir fährt saubersten Dienstwagen – aber nur Gelbe Karte fürs Land

Cem Özdemir hat laut Deutscher Umwelthilfe den klimafreundlichsten Dienstwagen unter den Länderchefs - dennoch reicht es für Baden-Württemberg nur zur Gelben Karte.

Hochgeschwindigkeitskorridor nach Paris: Städte machen Druck

Mannheim, Kaiserslautern, Saarbrücken und Ludwigshafen wollen beim deutsch-französischen Verkehrsprojekt mehr Tempo. Deutschland müsse seine Streckenengpässe beseitigen.

Knapp ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg besitzt ein E-Bike

In Baden-Württemberg fahren immer mehr Menschen E-Bike. Nur in wenigen Ländern sind die elektrischen Fahrräder noch beliebter. Wie der Südwesten im bundesweiten Vergleich abschneidet.

Japankäfer am Bodensee entdeckt - Quarantänezone geplant

Der Japankäfer breitet sich am Bodensee aus. Nun soll eine Quarantänezone kommen. Was das für Landwirte bedeutet.

Absolute Mangelware: Klimaanlagen für Krankenhäuser? So ist die Lage im Land

Patientenzimmer bleiben oft ohne klassische Klimaanlage – welche Alternativen kommen zum Einsatz, und wie effektiv sind sie wirklich bei extremer Sommerhitze?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.