Der erste Nachweis im Nordschwarzwald seit 1988
Luchs im Nordschwarzwald in Fotofalle getappt

Der erste Nachweis im Nordschwarzwald seit 1988 Luchs im Nordschwarzwald in Fotofalle getappt

Quelle: Christoph Wittemann/Landratsamt Rastatt/dpa

Ein Luchs ist im Nordschwarzwald in eine Fotofalle getappt. Eine spezielle Kamera habe das Tier bei Weisenbach abgelichtet, sagte am Mittwoch der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt, Martin Hauser. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Es gebe keine Zweifel, dass es sich um einen Luchs handle, sagte Hauser. „Die Ablichtung ist so nah an der Falle, dass man die typische Fellzeichnung und Kopfform erkennen kann.“ Lange waren die Raubkatzen aus Baden-Württemberg verschwunden. 1988 sei ein Tier südlich von Freiburg überfahren worden. Seitdem habe es immer wieder einzelne Nachweise gegeben – im Nordschwarzwald sei es allerdings der erste.

Hauser sprach von einer „fantastischen Geschichte“. Weisenbach liegt nahe Kaltenbronn, wo der letzte Luchs im Schwarzwald vor rund 250 Jahren erlegt worden sei. „Jetzt zeigt sich der erste wieder in der Gegend.“ Die Untersuchung der individuellen Fellzeichnung des Tiers soll nun Aufschlüsse darüber geben, ob sich der Luchs zuvor schon an anderer Stelle gezeigt hat.

Luchse gehören nach Angaben des Ministeriums für Ländlichen Raum zu den seltensten Tieren in Baden-Württemberg und sind streng geschützt. Vor 40 Jahren wurden die Tiere in der Schweiz aktiv angesiedelt. Seit 2004 gibt es ein landesweites Monitoring.

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