News
Mehr als 600 Plüschtiere produziert: Gefängnis-Maskottchen Toni ist begehrt

News Mehr als 600 Plüschtiere produziert: Gefängnis-Maskottchen Toni ist begehrt

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Das Gefängnis-Maskottchen Toni soll Kindern Besuche im Gefängnis leichter machen – über 600 Plüschtiere wurden schon produziert.

Rund ein halbes Jahr nach der Einführung des Gefängnis-Maskottchens Toni sind mehr als 600 der Erdmännchen-Plüschtiere für Kinder von Inhaftierten produziert worden. Auch 2.000 Becher mit dem Toni-Motiv wurden mittlerweile von der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heimsheim gemacht, wie das Justizministerium in Stuttgart auf Anfrage mitteilte. «Sie werden für die Vater-/Mutter-Kind Tage verwendet und teils an Kinder verschenkt, die ihr Elternteil zum ersten Mal in der JVA besuchen kommen.»

Toni soll Kindern Besuche in den Gefängnissen des Landes erleichtern und dem Justizvollzug ein kinderfreundlicheres Gesicht geben. Der Name für das Erdmännchen kam von Kindern inhaftierter Eltern. Die Kampagne kostet das Ministerium rund 16.000 Euro.

 

Symbol für Nähe und Geborgenheit

«Mit Toni schaffen wir ein Symbol für Nähe und Geborgenheit in einer Umgebung, die für Kinder oft mit Unsicherheiten verbunden ist», hatte Justizministerin Marion Gentges (CDU) bei der Vorstellung von Toni in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Mannheim im vergangenen Dezember gesagt. Plüschtiere, bedruckte Becher und Flyer, die das Maskottchen zeigen, sollen in allen Justizvollzugsanstalten Baden-Württembergs zu finden sein.

Die Idee mit dem Maskottchen war in dem Projekt «Familienfreundliche Vollzugsgestaltung» des Ministeriums entstanden. Toni soll helfen, die Eltern-Kind-Bindung während der Haftzeit aufrechtzuerhalten und dadurch die Resozialisierung der Gefangenen unterstützen.

 

Kann man Toni außerhalb von Gefängnissen kaufen?

Auch wenn es schon erste Anfragen gab, kann man das Plüschtier außerhalb von Gefängnissen laut Justizministerium nicht kaufen. «Ob „Toni“ über den Online-Shop des Vollzuglichen Arbeitswesens (VAW) angeboten werden kann, steht noch nicht fest», hatte ein Sprecher erklärt.

 

Weitere Nachrichten

Nach zweiter Verhandlungsrunde: Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie rücken näher

In der zweiten Verhandlungsrunde legt die Arbeitgeberseite ein Angebot vor. Doch dieses weisen die Arbeitnehmer als unzureichend zurück. Damit dürfte es bald Warnstreiks in Baden-Württemberg geben.

Gruselhaus: Für diese Familie ist Halloween wichtiger als Weihnachten

Für viele gehört Weihnachten zum Höhepunkt des Jahres - für Kim und Wolfram König ist es Halloween. Monate investieren sie in ihr Gruselhaus. Dieses Jahr entführen sie Besucher nach Mexiko.

Krankheit Alzheimer wurde vor 120 Jahren entdeckt: Zahl der Betroffenen steigt

Die Zahl von Menschen mit Demenz nimmt zu - die meisten davon haben Alzheimer. Angehörige von Betroffenen übernehmen den größten Teil ihrer Pflege - und bräuchten selbst mehr Hilfen.

Atommüll-Endlager: Zwei Südwest-Gebiete nicht mehr im Rennen

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager geht in die nächste Runde: Die Auswahl der als geeignet bewerteten Gebiete wurde weiter eingegrenzt. Wo liegen die Schwerpunkte in Baden-Württemberg?

Geld Münzen

336 Millionen Euro mehr Steuern - aber trotzdem Lücke im Landeshaushalt

336 Millionen Euro mehr Steuern als erwartet – und trotzdem fehlt Baden-Württemberg Geld im Haushalt 2027. Warum der erwartete Aufschwung den Spielraum der Landesregierung zugleich schrumpfen lässt.

Cyberangriff auf Hochschulen im Land: Das weiß man zum Datenabfluss

Notensysteme und Stundenpläne waren nach dem Angriff offline, Lehrkräfte konnten zunächst nicht bezahlt werden. Die Ermittlungen sind nun vorangekommen und es gibt neue Infos zu der Attacke.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.