News
Mehr als 800 Verstöße gegen Tierschutz – dutzende Giftköder

News Mehr als 800 Verstöße gegen Tierschutz – dutzende Giftköder

Quelle: Boris Roessler/dpa

Erschlagene Schwäne, vergiftete Hunde, Schüsse auf Tauben mit Luftgewehren – die Behörden erfassten 2024 viele Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Nur rund zwei Drittel der Taten wurden aufgeklärt.

Die Zahl der Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sind laut Landeskriminalamt im vergangenen Jahr zurückgegangen. 808 Verstöße seien registriert worden und damit 41 weniger als 2023 – rund 4,8 Prozent. Allerdings lagen die Zahlen in den Jahren davor nochmals deutlich niedriger.

In Dutzenden Fällen sei es dabei um das Auslegen von Giftködern oder Gift gegangen, sagte eine Sprecherin. Welche Tierarten davon vor allem betroffen waren, konnte sie nicht sagen.

Hund starb nach Biss in Giftköder

Allerdings starb im Sommer ein Hund in Heidelberg, nachdem er in einen ausgelegten Giftköder gebissen hatte. Ende Juni waren laut örtlicher Polizei mehrere Köder aus gekochtem Fleisch mit Tackernadeln, kleinen Schrauben und weiß/bläulichen Kügelchen ausgelegt worden. Ein vierjähriger Hund sei gestorben, nachdem er davon gefressen hatte. Ein weiterer wurde demnach notoperiert.

Im April starb ein Hund in Östringen im Kreis Karlsruhe unter Würgen und Erbrechen. Ein Giftköder wurde als Ursache vermutet. Das Tier hatte beim Gassigehen eine unbekannte Substanz vom Boden gegessen, teilte die Polizei damals mit. Die Besitzerin entdeckte daraufhin etwas Fleischähnliches am Boden und im Maul des Tieres. Den Angaben nach starb der Hund kurz darauf.

Mit Luftgewehr auf Tauben schießen

Wie das Landeskriminalamt mitteilte, führt auch im vergangenen Jahr die nicht artgerechte Haltung oder Zucht von Tieren immer wieder zum qualvollen Tod. Ebenso habe es Fälle gegeben, in denen Tierhalter ihre Tiere mittels Elektroimpulshalsbändern «erziehen» wollten, wie die Sprecherin sagte. Es habe auch Fälle gegeben, in denen Menschen mit Luftgewehren auf Tauben geschossen hätten oder auf freilaufende Katzen, die durch Nachbars Garten streiften.

Ein außergewöhnlicher Fall hatte sich demnach im November ereignet, als zwei Schwäne in Oberesslingen (Kreis Esslingen) von Unbekannten erschlagen wurden. Wie die Wasserschutzpolizei damals mitteilte, wurden die beiden Tiere im Neckar gefunden. Beide hätten ähnliche Kopfverletzungen aufgewiesen, die mutmaßlich von einem gezielten Schlag mit einem stumpfen Gegenstand stammten und tödlich gewesen seien.

Weniger als zwei von drei Fällen werden aufgeklärt

Die Aufklärungsquote bei den Verstößen gegen das Tierschutzgesetz lag im vergangenen Jahr bei 63 Prozent. Ob es sich bei den Tatverdächtigen eher um Halter oder den Tieren unbekannte Personen gehandelt hatte, konnte die Sprecherin nicht sagen. Dies werde statistisch nicht erhoben.

 

Weitere Nachrichten

Jetzt Vorschläge einreichen: Aufruf für den Tierschutzpreis 2026

Die Stadt Karlsruhe wird erneut einen Preis an eine Person oder Organisation verleihen, die sich auf vorbildliche Art und Weise für den Schutz von Tieren engagiert. Vorschläge können ab sofort bis zum Sonntag, 04. Oktober 2026, eingereicht werden.

In Neureut ausgesetzt: Fundhund Pico hat ein neues Zuhause gefunden

Der Ende April in Neureut aufgefundene, stark abgemagerte und kranke Hund Pico wurde in ein neues Zuhause vermittelt. Gegen die ursprünglichen Eigentümer wurde Strafanzeige wegen des Verdachtes auf einen tierschutzrechtlichen Verstoß gestellt.

Schließung & Öffnungszeiten: Änderungen bei den Wertstoffstationen in Karlsruhe

Der Karlsruher Gemeinderat hat Änderungen bei den Wertstoffstationen beschlossen: Die Wertstoffstation in Hagsfeld wird Ende 2026 dauerhaft geschlossen und die Öffnungszeiten der Wertstoffstationen und Schadstoffannahmestellen ab 2027 vereinheitlicht.

Surfwelle, Schlosslichtspiele & mehr: Die Karlsruher Veranstaltungen im August

Der August in Karlsruhe hält einige Veranstaltungen bereit, die niemand verpassen sollte! Vorneweg natürlich die alljährlichen Schlosslichtspiele, die auch 2026 ein Highlight sein werden - aber auch weitere Events warten in der Fächerstadt auf euch!

Interview

Immer mehr ausgesetzte Haustiere: Ferienzeit bedeutet Hochsaison im Tierheim Karlsruhe

Während viele während der Sommerferien in den Urlaub fahren, herrscht im Tierheim Hochsaison: Immer in den Ferien steigt die Zahl an Fundtieren - meist wurden die Tiere ausgesetzt. meinKA sprach mit David vom Tierheim Karlsruhe über die Situation.

Brunnen am Haydnplatz in Karlsruhe: Inbetriebnahme verzögert sich

Der Brunnen am Haydnplatz in Karlsruhe ist bei vielen Menschen beliebt: Gerne wird im Sommer hier auf der Grünfläche verweilt, ein Buch gelesen oder sich mit Freunden getroffen. Aktuell ist der Brunnen allerdings außer Betrieb und wird es noch bleiben.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.