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Mehr Klagen von Fluggästen in Baden-Württemberg gegen Airlines

News Mehr Klagen von Fluggästen in Baden-Württemberg gegen Airlines

Quelle: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
dpa

Fällt ein Flug aus oder startet verspätet, können Passagiere Entschädigung verlangen. In Baden-Württemberg ziehen Tausende deshalb vor Gericht.

Wegen verspäteter oder gestrichener Flüge sind im vergangenen Jahr mehr als 5.578 Entschädigungsklagen gegen Airlines bei Gerichten in Baden-Württemberg eingegangen. Am Amtsgericht Nürtingen wurden nach Angaben des Deutschen Richterbundes für den Flughafen Stuttgart 3.665 Klagen registriert. Am Amtsgericht Bühl waren es für den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden 1.913 Klagen.

Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (5.465) leicht gestiegen. 2024 waren es für den Flughafen Stuttgart 3.881 Klagen eingegangen, für den Baden-Airpark waren es 1.584.

Im bundesweiten Vergleich der 19 größten Flughafenstandorte liegt der Südwesten jedoch auf den hinteren Plätzen. Die meisten Klagen gab es in Köln (22.491), Frankfurt am Main (19.374) und am Amtsgericht Königs Wusterhausen (19.239), das für den Hauptstadtflughafen BER zuständig ist. Dort werden auch deutlich mehr Fluggäste abgefertigt.

Klagen von Fluggästen belasten Gerichte zunehmend

Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr mehr als 121.000 Klagen von Reisenden registriert. Das waren zwar rund 10.000 weniger als im Vorjahr, aber mit rund 37.000 Verfahren deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Die Verfahren von Fluggästen machten an vielen Gerichten inzwischen deutlich mehr als die Hälfte aller Zivilfälle aus, heißt es vom Richterbund.

Die Kunden verlangen meist Entschädigungen für ausgefallene oder verspätete Flüge, teils geht es auch um Streitigkeiten aus Reiseverträgen. Fluggäste können nach Justizangaben wählen, ob sie am Sitz der Airline oder am Abflugort klagen. Zunehmend nutzen sie dafür Portale, um ihre Ansprüche schnell und einfach durchzusetzen. Dafür müssen sie einen Teil der Entschädigung abgeben.

 

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