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Mutter und Tochter endlich wieder vereint: Neuer Elefant im Karlsruher Zoo

Nachrichten Mutter und Tochter endlich wieder vereint: Neuer Elefant im Karlsruher Zoo

Quelle: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

Im Zoo Karlsruhe lebt seit Dienstag, dem 18. Juni 2024, eine neue Elefantenkuh. Die 27 Jahre alte Indra aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg ist somit der dritte Elefant, der in der Fächerstadt sein Zuhause findet, teilt die Stadt Karlsruhe mit.

Ein neuer Elefant im Karlsruher Zoo

In der Nacht zum 18. Juni 2024, ist der Transporter mit Elefantendame Indra aus der Hansestadt eingetroffen. In den frühen Morgenstunden wurde der Spezialcontainer per großem Autokran vom Lkw gehoben.

„Das ist immer ein ganz besonderer Moment, wenn solch ein mächtiges Tier bei uns ankommt – alles andere als alltäglich“, betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

 

Indra schwebt an einem großen Autokran über das Dickhäuterhaus. | Quelle: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

 

Familienzusammenführung in Karlsruhe

Nicht alltäglich ist auch, dass Indra in Karlsruhe eine Familienzusammenführung erleben wird. Auf die Welt kam sie am 01. Juli 1996 in Hamburg, gezeugt vom 2012 gestorbenen Bullen Hussein. Geboren wurde Indra von Saida. Jene Elefantenkuh, die seit 2021 in Karlsruhe lebt.

Elefanten können sich nach vielen Jahren Trennung direkt wieder erkennen:

„Bei den Asiatischen Elefanten gibt es komplexe Sozialstrukturen. Die engsten Verbindungen sind zwischen den Muttertieren und ihrem Nachwuchs zu beobachten. Während Jungbullen in der Natur nach wenigen Jahren aus der Gruppe ausgestoßen werden, bleiben die weiblichen Jungtiere meist in der Gruppe, die Bindung bleibt sehr eng“, erläutert Biologin Claudia Vollhardt.

 

Die nächsten Tage wird es sehr spannend

Die nächsten Tage wird es sehr spannend, das Tierpflege-Team gibt den Elefanten die nötige Zeit und Ruhe. Deshalb bleibt das Dickhäuterhaus vorerst geschlossen. Die Zusammenführung soll mit Bedacht angegangen werden, teilt der Zoo mit.

Herausfordernd könnte dabei das Verhalten der dritten Elefantenkuh Jenny werden. Sie galt wie Saida früher im Verhalten problematisch gegenüber anderen Elefanten. Jenny kennt Indra ebenfalls aus Hamburg, hat sie aber 18 Jahre nicht mehr getroffen.

Zoo-Chef Reinschmidt: „Tierwohl verbessern“

Während früher die Zuchtgruppen in Zoos hauptsächlich nach genetischen Linien zusammengestellt wurden, berücksichtigt das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Europäischen Zooverbands EAZA mittlerweile Sozialbindungen.

Saida und Indra waren bis heute 13 Jahre voneinander getrennt. „Bislang haben wir ältere Elefantenkühe bei uns aufgenommen, bei Indra gehen wir jedoch mit diesem Hintergrund gerne einen anderen Weg. Diese Zusammenführung soll das Tierwohl verbessern“, sagt Reinschmidt.

 

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