News aus Baden-Württemberg
Nach Pflichtende: Ärzte und Patienten tragen weiter Masken

News aus Baden-Württemberg Nach Pflichtende: Ärzte und Patienten tragen weiter Masken

Quelle: Boris Roessler

Offiziell gibt es auch in Krankenhäusern und Arztpraxen keine Maskenpflicht mehr. In besonders sensiblen Bereichen setzt man dort aber weiter auf den Schutz. Und auch die Patienten bleiben vorsichtig.

Nach dem Auslaufen der gesetzlichen Corona-Maßnahmen setzen Kliniken und Arztpraxen in Baden-Württemberg weiter auf Masken, zumindest in besonders sensiblen Bereichen. Man empfehle den Krankenhäusern ein «risikobasiertes Vorgehen», teilte die baden-württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) mit. Eine Maskenpflicht komme für Bereiche infrage, in denen besonders gefährdete Patienten behandelt werden. Außerdem empfehle man sie bei einem Ausbruchsgeschehen.

Die gesetzliche Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher in Praxen, Kliniken und Pflegeheimen war am 8. April ausgelaufen. Seither können Krankenhäuser und Arztpraxen eigene Regeln aufstellen.

In vielen Kliniken muss in bestimmten Bereichen auch weiterhin Maske getragen werden, am Universitätsklinikum in Tübingen beispielsweise auf Krebsstationen und der Intensivstation, erklärte eine Sprecherin. Ebenso ist die Regelung am Universitätsklinikum in Freiburg. Dort müssen zudem auch Besucherinnen und Besucher, die leichte Erkältungssymptome haben, eine Maske tragen. Wer starke Symptome hat, dürfe das Klinikum gar nicht betreten, teilte ein Sprecher mit.

Am Klinikum Stuttgart tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Umgang mit ansteckenden Patienten weiter eine Maske, erklärte ein Sprecher des Krankenhauses. Zudem seien Masken im OP-Bereich und bei der Medikamentenherstellung vorgeschrieben. «In den meisten Fällen jedoch verzichten die Mitarbeitenden inzwischen auf das Tragen einer Maske und sehen dies als enorme Arbeitserleichterung», sagte der Sprecher. In Tübingen hat man den Eindruck, dass viele Mitarbeiter und Besucher weiterhin freiwillig eine Maske tragen.

In den Arztpraxen im Land sind Masken auch noch häufig an der Tagesordnung. «Die Patientinnen und Patienten verhalten sich sehr vorsichtig und kommen meist mit Maske in die Praxis», sagte die Landesvorsitzende des Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth. Die Ärztin betreibt selbst eine Hausarztpraxis in Pforzheim. Dort müssten Patientinnen und Patienten in der Infektsprechstunde weiterhin mit Maske erscheinen, ansonsten aber nicht mehr. Auch ihre Kolleginnen und Kollegen im Land setzten die Masken zielgerichtet als Werkzeug zum Schutz vor Infektionen ein, allerdings nicht mehr ständig. «Das ist für uns ein Stück weit eine Rückkehr zur Normalität», sagte Buhlinger-Göpfarth.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) können Ärzte mit eigener Praxis auch nach Ende der Maskenpflicht weiter das Tragen von Masken in ihren Räumen vorschreiben. Es gebe aber auch eine Behandlungspflicht, erklärte eine Sprecherin. «Patienten, die sich vehement weigern, eine Maske zu tragen, können nicht ohne weiteres weggeschickt werden.»

 

Weitere Nachrichten

Das ist 2026 geplant: Straßen-Sanierungsprogramm im Regierungspräsidium Karlsruhe

Das Regierungspräsidium Karlsruhe setzt auch 2026 das umfangreiche Straßennetz-Sanierungsprogramm fort. Mit einem Investitionsvolumen von rund 46 Millionen Euro liegt der Fokus 2026 auf der Fahrbahnerneuerung und Instandsetzungen von Brückenbauwerken.

Am Gründonnerstag: Ein Abendmahl auf dem Karlsruher Marktplatz

Am Gründonnerstag, 02. April, 2026, lädt das ökumenische "fächersegen"‑Team der Citykirchenarbeit Karlsruhe von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr zu einem Abendmahl auf den Karlsruher Marktplatz ein. Die elf Meter lange Tafel wird direkt an der Pyramide aufgebaut.

Diese Arbeiten stehen ab sofort und bis zum Sommer 2026 auf der B36 an

Die B36 wird in Fahrtrichtung Norden auf rund vier Kilometern erneuert. Ab dem 30. März 2026, beginnt die Erneuerung der Schutzeinrichtungen im Mittelstreifen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Eggenstein und Leopoldshafen.

Interview

Mit Video | Im Gespräch mit der Karlsruher Bürgerinitiative "Stoppt die Asiatische Hornisse!"

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich zunehmend in Karlsruhe aus und stellt eine Bedrohung für die heimischen Arten, wie die Honigbiene, dar. Die Karlsruher Bürgerinitiative "Stoppt die Asiatische Hornisse!" will dagegen vorgehen.

Projekt gestoppt: Rückzug der Deutschen Glasfaser im Landkreis Karlsruhe

Um einen flächendeckenden Ausbau von Glasfaserinfrastruktur im Landkreis Karlsruhe zu erreichen, hat dieser mit 28 Städten und Gemeinden eine Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Glasfaser Holding GmbH geschlossen. Nun wird das Projekt gestoppt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.