News aus Baden-Württemberg
Naturschutz: Kritik an Agrarminister im Acker-Streit um Strom

News aus Baden-Württemberg Naturschutz: Kritik an Agrarminister im Acker-Streit um Strom

Quelle: Roland Weihrauch
dpa

Im Streit um mehr Acker- und Weideland für Nahrung statt für Strom kritisieren Naturschützer die Bauern und Agrarminister Peter Hauk (CDU) scharf.

«Ich finde es unsäglich, wie von Teilen der Landwirtschaft der Krieg in der Ukraine instrumentalisiert wird, um in der Landwirtschaftspolitik die Rolle rückwärts zu vollziehen», sagte der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Johannes Enssle, am Montag.

«Wenn es jenen, die mehr Fläche für die Lebensmittelproduktion fordern, wirklich um Flächeneffizienz und Ernährungssicherheit ginge, müssten sie jetzt den Ersatz von Biogasanlagen durch Solaranlagen und mehr Gemüse statt Fleisch auf dem Teller propagieren.» Denn auf 60 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland würden Futtermittel für die Fleischproduktion angebaut, auf weiteren rund zehn Prozent Biokraftstoffe, rechnete Enssle vor. «Beides – sowohl die Futtermittelproduktion als auch die Herstellung von Biokraftstoffen – sind extrem ineffizient.»

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bemängelte, es werde sehr viel Fläche nicht für die direkte menschliche Ernährung verwendet, sondern für den Anbau von Futtermitteln. «Wenn wir endlich dazu kommen, weniger Fleisch produzieren zu wollen und mehr direkte Lebensmittel, gibt es den von Bauernverbänden und Minister Hauk aufgemachten Konflikt nicht», sagte die BUND-Landeschefin Sylvia Pilarsky-Grosch.

Hauk hatte zuvor argumentiert, angesichts des Krieges in der Ukraine solle das Land die Nutzung von Agrarflächen für die Ökostrom-Erzeugung zurückfahren und stärker darauf bauen, dort Nahrungsmittel zu produzieren. Durch den Krieg habe die Ernährungssicherung eine ganz neue Bedeutung erlangt, sagte Hauk den «Stuttgarter Nachrichten» (Montag).

 

Weitere Nachrichten

Statistik: Sophia und Noah erneut beliebteste Vornamen in Baden-Württemberg

Seit mehreren Jahren halten sich zwei Vornamen hartnäckig an der Spitze der beliebtesten Namen im Südwesten. Auch andere Namen büßen nicht an Popularität ein.

Anpassung an Hitzewellen: Schwitzen in Offenburg, Schatten in Kiel

In grünen Oasen lässt sich Hitze besser ertragen als in Betonwüsten. Doch die Zahl der Bäume sinkt vielerorts. Vor allem eine Stadt im Südwesten hat nach Ansicht der Umwelthilfe großen Nachholbedarf.

"Glücksatlas": Wo Großstädter im Land zufriedener sind - und wo weniger

In den meisten großen Städten im Land sind die Menschen laut einer Umfrage nicht so zufrieden, wie es die objektive Lebensqualität nahelegt. Wo die Unzufriedeneren leben - und wo die Zufriedeneren.

22 Asse: Karlsruher Hanfmann mit starkem Aufschlag beim Rasenturnier in Stuttgart weiter

Kein Aufschlagverlust, 22 Asse und trotzdem Zittern bis zum Schluss: Wie Tennisprofi Hanfmann das enge Duell in Stuttgart für sich entscheidet und sich nun Chancen aufs Viertelfinale ausrechnen kann.

Am Bahnhof Bruchsal: Eisenbahner wird von Güterzug erfasst und verletzt

Ein Eisenbahn-Beschäftigter will einen Güterzug am Bahnhof Bruchsal abfertigen - und wird dabei von einem anderen Zug erfasst. Der 45-Jährige hatte Glück im Unglück.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.