News aus Baden-Württemberg
Nicht Aussitzen: Schweizer Knöllchen müssen ab sofort bezahlt werden

News aus Baden-Württemberg Nicht Aussitzen: Schweizer Knöllchen müssen ab sofort bezahlt werden

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Bislang versuchte so mancher Verkehrssünder aus Deutschland, Zahlungsaufforderungen der Schweizer einfach auszusitzen. Doch wer im Nachbarland zu schnell fährt oder falsch parkt, muss ab jetzt seinen Strafzettel in Deutschland bezahlen.

Ein Strafzettel aus der Schweiz ist bisher nicht in Deutschland verfolgt worden – doch das ist seit Mittwoch anders. Knöllchen aus der Schweiz werden nun auch in Deutschland vollstreckt. Andersherum gilt das ebenso. Das regelt ein Vertrag zwischen den beiden Ländern. Bislang ließen sich die teils hohen Bußgelder aus dem Nicht-EU-Land laut ADAC aussitzen. Nur bei Wiedereinreisen drohten Probleme wie etwa ein Strafbefehl. Die Bußgelder werden vom Bundesamt für Justiz in Bonn eingetrieben.

Der neue Vertrag zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wurde im vergangenen Herbst im Bundestag beschlossen. «Vergleichbare Regelungen waren auch schon im alten, bislang geltenden Polizeivertrag aus dem Jahr 2009 enthalten, jedoch nie in Kraft gesetzt worden», hatte eine Sprecherin des Justizministeriums in Stuttgart dazu erklärt.

Laut Justizministerium werden für dieses Jahr deutschlandweit etwa 3000 eingehende und 1500 ausgehende Ersuche für Bußgeldvollstreckungen erwartet. Denn auch Schweizer, die gegen die Verkehrsregeln in Deutschland verstoßen, werden strenger zur Kasse gebeten. Ab 2025 werden 5000 eingehende und 6000 ausgehende Ersuche erwartet. Zuständig ist das Bundesamt für Justiz in Bonn.

Voraussetzungen für ein sogenanntes Vollstreckungshilfeersuchen ist, dass die verhängte Geldsanktion mindestens 70 Euro beziehungsweise 80 Schweizer Franken betragen muss. Eine Schwelle, die in der Schweiz schnell erreicht ist: So kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 Kilometern pro Stunde in der Schweiz ab 180 Euro. In Deutschland werden dafür etwa 60 Euro fällig. «Auch wer falsch parkt, riskiert eine Strafe ab 40 Euro. In Deutschland kostet ein Parkverstoß ab 10 Euro», hatte ein ADAC-Sprecher erklärt.

 

Weitere Nachrichten

Vor der Weihnachtsbaum-Saison: So werden die Preise

Ab November werden die ersten Christbäume der Saison gefällt. Was der trockene Sommer vor allem im Süden für die Bäume bedeutet hat, was die beliebtesten Arten sind – und was sie kosten werden.

Getunte E-Scooter: Schneller als die Polizei erlaubt

Mit wenigen Handgriffen werden so manche Pedelecs oder E-Scooter deutlich schneller als erlaubt. Unfallforscher und Polizei warnen vor einer wachsenden Gefahr – und fordern Konsequenzen.

Noch 1.000 Tage: Karlsruhe startet Countdown für World Games

Zum zweiten Mal ist Karlsruhe Ausrichter für die World Games. 2029 will die Stadt ein guter Gastgeber sein - mit einem Konzept aus dem Nachbarland.

17-Jähriger angeklagt: Missbrauch von Minderjährigen im Netz

Ihre Opfer sollen dazu genötigt worden sein, intime Videos zu schicken und sich Gruppen-Symbole in die Haut zu ritzen. Gegen ein mutmaßliches Mitglied dieser Gruppierung wurde nun Anklage erhoben.

Großkontrolle in Karlsruhe - fast 120 Menschen überprüft

Bei einer groß angelegten Kontrollaktion hat die Polizei in Karlsruhe mehrere Restaurants und Spielhallen überprüft. Fast 120 Menschen sowie 16 Gaststätten und Casinos wurden kontrolliert. Festnahmen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers nicht.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.