News aus der Fächerstadt
Opferschutz-Initiative in Karlsruhe zählt 150 Anrufe beim „Krisentelefon“

News aus der Fächerstadt Opferschutz-Initiative in Karlsruhe zählt 150 Anrufe beim „Krisentelefon“

Quelle: Pixabay
dpa

Bei der Opferschutz-Initiative BIOS in Karlsruhe haben seit März rund 150 Menschen angerufen, die befürchteten, eine Straftat zu begehen.

Das Angebot im Rahmen des Präventionsprojektes «Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen» richtet sich vor allem an Menschen mit sexuellen Fantasien gegenüber Kindern oder die zu Gewalttaten neigen, teilte die Initiative am Freitag mit. Die Beratung ist kostenlos und kann anonym genutzt werden.

Die aktuellen Auswertungen zeigen nach Angaben von BIOS-BW, dass das Angebot wirkt. Aus dem gesamten Bundesgebiet hätten Menschen angerufen und von Gewaltfantasien berichtet oder dem Drang, Kinderpornografie zu konsumieren oder sexuell übergriffig zu werden. Bis zu zwei Stunden hätten die Telefonate zwischen Therapeuten und den Hilfesuchenden gedauert. Oftmals sei nach dem Gespräch ein wohnortnahes Therapieangebot bei BIOS-BW möglich gewesen.

Vor den neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie wies die Initiative darauf hin, dass besonders eine drohende vollständige oder teilweise Ausgangssperre die Gefahr bestimmter Straftaten erhöhen könne. Gefühle von Einsamkeit oder Langeweile, Isolation, eine Zunahme von Gefahrennachrichten und finanzielle Nöte könnten Spuren hinterlassen.

 

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