Nachrichten
Personal fehlt: Mobilitätsgarantie erst bis 2030 machbar

Nachrichten Personal fehlt: Mobilitätsgarantie erst bis 2030 machbar

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Eigentlich wollte Grün-Schwarz schon bis 2026 flächendeckend eine gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV schaffen. Die CDU war schon länger skeptisch, nun hält auch der Verkehrsminister das Ziel für zu ambitioniert.

In der Hauptverkehrszeit überall im Land in kurzen Abständen ein Bus oder ein Zug: Verkehrsminister Winfried Hermann geht nicht davon aus, dass sich die im grün-schwarzen Koalitionsvertrag vereinbarte Mobilitätsgarantie bis 2026 umsetzen lässt. «Wir werden die Mobilitätsgarantie so definieren, dass sie bis 2030 realisierbar ist», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Bis 2026 werde man die Mobilitätsgarantie nicht komplett schaffen. «Aber wir werden große Schritte dahin umsetzen.»

Grün-Schwarz hat eigentlich im Koalitionsvertrag vereinbart, dass bis 2026 alle Bürgerinnen und Bürger eine Mobilitätsgarantie bekommen. Dann sollte in Hauptverkehrszeiten auf dem Land mindestens alle 30 Minuten ein Bus fahren, in Ballungszentren mindestens alle 15 Minuten.

Die CDU hatte schon im April vergangenen Jahres davor gewarnt, dass es dafür nicht genügend Busfahrer geben könnte. Das sieht inzwischen auch Hermann so. «Am Ende könnten unsere Ansprüche daran scheitern, dass wir einen massiven Mangel bei Lokführerinnen, Lokführern, Busfahrerinnen und Busfahrern haben», sagte der Verkehrsminister der dpa. Man könne sich zwar schöne Ziele stecken, wenn aber das Personal fehle, seien Grenzen gesetzt.

Man fange aber auch nicht erst jetzt mit der Umsetzung des Vorhabens an. «Vor allem in Ballungsräumen haben wir die Mobilitätsgarantie eigentlich fast erreicht», sagte Hermann. Dort habe man bereits weitestgehend einen Viertelstundentakt. «In ländlichen Räumen haben wir auch zu Hauptverkehrszeiten zum Teil den Halbstundentakt. Aber da müssen wir noch mehr machen.» Dafür will Hermann vor allem auf flexible und bedarfsorientierte Angebote setzen. «Dazu werde ich der Koalition einen Vorschlag vorlegen, der bezahlbar ist und der einen großen Nutzen hat.»

 

Weitere Nachrichten

Neue Flugziele: Das ändert sich an den Flughäfen in Baden-Württemberg

Von Pristina bis Palma: Die Flughäfen im Südwesten starten mit neuen Strecken und Airlines in den Winter. Welche Ziele hinzukommen und welche vorerst pausieren.

Zahngold von Toten geklaut: Bestatter plünderte jahrelang Tote

Die Vorwürfe hatten für Entsetzen gesorgt. Ein Bestatter missbrauchte seine Stellung über Jahre - und muss nun in Haft.

Hausbrand in Malsch - mehrere Tiere gerettet

Die Feuerwehr wurde am Mittwoch, 14. Oktober 2026, zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Malsch gerufen. Ein Übergreifen auf ein angrenzendes Wohngebäude habe verhindert werden können.

84-jährige Radfahrerin stirbt nach Unfall in Karlsruhe

Mehrere Tage nach einem Unfall in Karlsruhe ist eine 84-jährige Fahrradfahrerin in einer Klinik gestorben. Sie sei am Samstag in Oberreut von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Freundin getötet? Mann aus Raum Karlsruhe bleibt in Schweden in Haft

Ein 33-jähriger Deutscher soll im Schweden-Urlaub seine Freundin getötet haben. Nach der Auslieferung kommt es zur Haftverhandlung - und das Gericht trifft eine Entscheidung.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.