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Tages- & Nachtpflege, Kurzzeitpflege, Kosten & Co.
Pflegeheime in Karlsruhe – Senioren-Einrichtungen im Überblick

Tages- & Nachtpflege, Kurzzeitpflege, Kosten & Co. Pflegeheime in Karlsruhe – Senioren-Einrichtungen im Überblick

Quelle: Adobe Stock

Selbstbestimmt leben, sich keine Gedanken um die Versorgung machen müssen und in Würde altern – das sind die Wünsche vieler Senioren. Eine ganzheitlichen Rundum-Versorgung und ein Gefühl von Geborgenheit bieten hierfür die Pflegeheime in der Fächerstadt.

Pflegeheime in Karlsruhe

Wer in der Fächerstadt nicht mehr alleine leben möchte oder kann, hat die Möglichkeit, auf die Hilfestellungen und Wohnmöglichkeiten der ansässigen Pflegeheime zurückzugreifen. Ganz auf die Bedürfnisse der Senioren zugeschnitten, werden in den Einrichtungen in ganz Karlsruhe von Tagesbetreuung bis Vollversorgung alle Formen der Unterstützung geboten. Professionelle und speziell ausgebildete Pflegekräfte kümmern sich um ihre Schützlinge, übernehmen die Pflege und betreuen sie im Alltag. Doch nicht nur das körperliche Wohl ist wichtig für die Bewohner. Auch die geistige Förderung und der Austausch mit den gleichaltrigen Nachbarn schafft eine Wohlfühlatmosphäre und ein Gemeinschaftsgefühl. Regelmäßige Ausflüge und hausinterne Unterhaltungsangebote wie kleine handwerkliche Arbeiten, gemeinsames Musizieren, Brett- oder Kartenspiele, Bewegungsübungen und Tanz, Gottesdienste oder Lesekreise gestalten das Leben der Senioren bunt. In manchen Heimen gibt es sogar Haustiere, um die die Bewohner sich mit Hilfe der Pflegekräfte und Betreuer kümmern.

In der Region Karlsruhe gibt rund 50 verschiedene Senioren-Einrichtungen von unterschiedlichen Trägerschaften. Hier wird unterschieden zwischen:

  • Pflegeheim
  • Altenheim
  • Seniorenresidenz
  • Betreutes Wohnen und Wohngemeinschaft
  • Tagespflege
  • Kurzzeitpflege
  • Hospiz

 

Pflegeheim Parkschlössle in Durlach.

Pflegeheim Parkschlössle in Durlach. | Quelle: Eric Reiff

 

Tages- und Nachtpflege in Karlsruhe

Die Angebote zur Tagespflege und Nachtpflege sind konzipiert, um die häusliche Pflegesituationen zu stabilisieren, sind Leistungen der Pflegeversicherung und bieten viele Vorteile für alle Beteiligten. Pflegebedürftige Senioren können weiterhin in ihren eigenen vier Wänden leben, sind trotzdem gut versorgt, nicht einsam und in guten Händen. Außerdem haben sie Kontakt zu Gleichgesinnten und werden tagsüber bedarfsgerecht in der Einrichtung unterhalten. In anderen Pflegefällen ist eine Betreuung über Nacht sinnvoll. Eine Nachtpflege entlastet die Angehörigen stark und eignet sich beispielsweise für Demenzkranke, die nachts besonders aktiv sind oder Personen, die in der Nacht medizinisch behandelt werden müssen.

 

Kurzzeitpflege Karlsruhe

Man spricht von einer Kurzzeitpflege, wenn pflegebedürftige Personen für eine gewisse Zeit vollstationär in einer Einrichtung versorgt werden. Diese Möglichkeit kann genutzt werden, wenn der Senior vorübergehend nicht zu Hause versorgt werden kann oder wenn er nach beispielsweise einem Krankenhausaufenthalt eine höhere Stufe der Pflege benötigt. Die Kurzzeitpflege ist jedes Jahr auf eine Dauer von maximal 56 Tagen beschränkt und erfordert den Umzug auf Zeit in ein Pflegeheim.

Wer hat Anspruch auf diese Art der Pflege?

Alle Pflegebedürftigen von Pflegegrad zwei bis fünf und jeder Mensch, der wegen einer Krankheit oder eines Unfalls kurzfristig Hilfe braucht. Die Pflegekassen bezuschussen die Kurzzeitpflege pauschal mit 1.612,00 Euro pro Jahr, ganz unabhängig von der Pflegestufe. Die übrigen Kosten müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Hat der Pflegebedürftige nicht die finanziellen Mittel, um diese Zusatzkosten zu tragen, müssen entweder das Sozialamt oder die Angehörigen einspringen .

 

Vollstationäre- und Intensivpflege in Karlsruhe

Die vollstationäre Pflege ist dann notwendig, wenn die häusliche oder teilstationäre Pflege wie Tages- oder Nachtpflege nicht mehr mit dem Gesundheitszustand des Senioren zu vereinbaren ist. Dann ist der komplette Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich, auch wenn der Schritt oft nicht leicht fällt. Der Heimbewohner wird rundum gepflegt, umsorgt und hat obendrein noch den ständigen Austausch mit anderen Menschen oder Mitbewohnern. Die Angestellten eines Pflegeheims sind speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen geschult, schaffen einen festen Tagesablauf und stehen im Notfall sofort zur Verfügung, das schafft Sicherheit und Vertrauen.

Menschen mit einer lebensbedrohlichen Krankheit und einem erhöhten Pflegebedarf (Pflegegrad drei oder vier) benötigen stationäre Intensivpflege. Bei Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, Ateminsuffizienz, Wachkomazuständen oder auch schweren Behinderungen ist eine 24-stündige medizinische Behandlung und Pflege notwendig. Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten arbeiten Hand in Hand und rund um die Uhr, um den pflegebedürftigen Senioren das Leben leichter zu machen. Aspekte der Intensivpflege sind:

  • Palliativpflege (Hospizpflege)
  • Demenzpflege
  • Wachkoma und Beatmungspatientenpflege
  • Parkinson-Patientenpflege
  • Diabetes-Patientenpflege
  • Multiple-Sklerose-Patientenpflege

 

Betreutes Wohnen & Senioren-WGs in Karlsruhe

Das betreute Wohnen ermöglicht es den Senioren, in der Behaglichkeit der eigenen vier Wände zu leben. Die Wohnräume können individuell eingerichtet und gestaltet werden und haben alles, was eine ganz normale Wohnung braucht – mit dem Unterschied, dass die Bewohner der Seniorenwohnanlagen Entlastung und Hilfe im Alltag spontan in Anspruch nehmen können. Ob Hilfe bei der Wäsche, bei Einkäufen, beim Wohnungsputz oder kleineren Pflegediensten – fürsorgliche und freundliche Mitarbeiter sind über einen Notruf 24 Stunden lang am Tag erreichbar und lassen so alle Alltagsbarrieren schwinden. Jeder Bewohner hat die Wahl, ob er in eine eigene Wohnung ziehen möchte oder in eine Alten-WG. Geselliges Beisammensein, ein gemeinsamer Alltag, direkte Ansprechpartner und die gegenseitige Hilfe sprechen für eine Wohngemeinschaft.

Der große persönliche Vorteil dieser Wohnungsangebote für die Senioren ist, dass sie in der Lage sind am alltäglichen Leben teilzunehmen, sich selbstständig zu bewegen und viele Gleichgesinnte in ihrer direkten Umgebung haben. Die Einrichtungen haben verfügbare Gästezimmer für Freunde und Angehörige und befinden sich meist in ruhiger Lage und trotzdem zentral, so dass Ausflüge und Besuche in Cafés, Restaurants oder Museen problemlos machbar sind. Die Senioren genießen hier alle Freiheiten und haben trotzdem ein unterstützendes Sicherheitsnetz.

 

Seniorenzentrum Parkschlössle in Durlach.

Seniorenzentrum Parkschlössle in Durlach. | Quelle: Eric Reiff

 

Senioren, die es etwas komfortabler und luxuriöser mögen, entscheiden sich oftmals für eine Seniorenresidenz. Die Luxusvariante eines Altenheims ähnelt oft einer Hotelanlage, doch man ist im Falle einer Pflegebedürftigkeit direkt bestens versorgt. Der entscheidende Unterschied zu einem regulären Altenheim? Hier befindet sich alles unter einem Dach. Ob Rezeption oder Restaurant, Friseur, Wellnessangebote, Bibliothek oder Theater lassen keine Unterhaltungswünsche offen. Damit bietet eine Seniorenresidenz also viel mehr Leistungen als ein Altenheim, ist aber auch eine Frage des Geldes. Ein Platz hat mit einem Startpreis von 1.000 Euro seinen Preis und hier ist noch viel Luft nach oben. Je höher der Luxus und die medizinische Versorgung, desto höher werden die monatlichen Kosten. Es wird empfohlen, potentielle Residenzen vorher zu besichtigen, zu vergleichen und rechtzeitig zu buchen, denn die Plätze sind rar.

 

Hospizbetreuung Karlsruhe

In Deutschland gibt es für Erwachsene über 200 Hospize und über 300 Palliativstationen in Krankenhäusern. Diese ganz besonderen und kleinen Einrichtungen sind dazu da, um den sterbenskranken Bewohnern einen möglichst angenehmen und schmerzfreien letzten Lebensabend in Würde zu ermöglichen. Sie werden begleitet, medizinisch und persönlich versorgt und können in ruhiger Atmosphäre die letzte Phase ihres Lebens verbringen. Der Fokus liegt auf den Bedürfnissen der Sterbenden und deren Angehörigen und ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Fachpflegekräften, Seelsorgern und Sozialarbeitern kümmert sich fürsorglich. Ein wichtiger Punkt ist die Betreuung und Trauerbegleitung der Angehörigen, für die es oft schwierig ist zu akzeptieren, dass keine Heilung mehr erfolgen wird. Die Kosten für den Hospizaufenthalt übernimmt zu 95 Prozent die Krankenkasse oder je nach Pflegestufe auch die Pflegeversicherung. Die restlichen fünf Prozent werden vom Hospiz und durch Spendengelder getragen, was die Situation für die Angehörigen und die Patienten sehr erleichtert.

 

AWO Stephanienstift in Karlsruhe.

AWO Stephanienstift in Karlsruhe. | Quelle: Thomas Riedel

 

Kosten für Pflegeheime & Co. in Karlsruhe

Die Kosten für ein Pflegeheim oder eine andere Einrichtung richten sich nach dem Pflegegrad oder der Pflegestufe und den dafür notwendigen Pflegeleistungen. Pro Monat belaufen sich die Kosten für einen Pflegeheimplatz in Deutschland auf durchschnittlich 3.000 Euro. Die Preise setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Die Pflege und Versorgung machen einen großen Teil aus, doch auch für die Posten Reinigung, Wartung des Gebäudes, Wäscheversorgung, Müllentsorgung und Veranstaltungsorganisation fallen Kosten an. Die Preise variieren allerdings und sind vom jeweiligen Heim, der Zimmerausstattung, dem Standort und dem Bundesland abhängig.

Die Bezuschussung der Pflegeversicherung richtet sich ebenfalls nach der jeweiligen Pflegestufe. Diese Zuschüsse gelten für die vollstationäre Pflege:

  • Pflegegrad 1: 125,00 Euro
  • Pflegegrad 2: 770,00 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.262,00 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.775,00 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.005,00 Euro

Ein Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung inklusive Pflege, Unterkunft, Verpflegung ist nicht unbedingt preisgünstig, denn der zu zahlende Eigenanteil ist meist nicht gering. Doch wenn die eigenen Mittel wie Einkommen und Vermögen oder die Zahlungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, können beim örtlichen Sozialamt ergänzende Leistungen beantragt werden. Zustän­dig­ dafür ist das ansässige Amt und die Zugehörigkeit richtet sich nach dem letzten Wohnort des Senioren vor der Aufnahme in eine Einrichtung. Die Ansprechpartner in Karlsruhe für das Thema Pflegeheimberatung im Sozialamt sind unter 0721-1335055 und 0721-1335085 zu erreichen.

Mehr Informationen zu den Behörden und Ansprechpartnern sind im meinKA-Hauptartikel zu den Karlsruher Ämtern zu finden.

In Karlsruhe sind die baulichen Standards der Pfle­ge­heime sehr unter­schied­lich, daher sollte man sich vor dem Einzug mehrere Häuser ansehen und die Angebote preislich vergleichen. Auch die persönlichen Bedingungen wie Lage, Ausstat­tung, Beschäf­ti­gungs- oder Be­treu­ungs­an­ge­bote sollten individuell berücksichtigt und entschieden werden. Auch wenn nach dem Einzug klar wird, dass die gewählte Einrichtung doch nicht den Wünschen entspricht, kann ein Karlsruher Senior das Haus nach bestehenden Kündigungsfristen wechseln. Eine familiäre Vertrauensperson ist in diesem Fall sehr hilfreich, um dem Bewohner ein Sicherheitsgefühl zu geben.

 

Pflegeheime & Hospize in Karlsruhe

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