Warenladungs- & Lieferverkehr
„regioKAargo“: Neuartige Güter-Tram als nachhaltige Alternative?

Warenladungs- & Lieferverkehr „regioKAargo“: Neuartige Güter-Tram als nachhaltige Alternative?

Quelle: VBK/Paul Gärtner

Unter dem Motto „regioKArgo“ sollen in Karlsruhe und der umliegenden Region nun neue Formen des Warenladungs- und Lieferverkehrs untersucht und umzusetzt werden. VBK und AVG streben dabei die mögliche Entwicklung einer neuartigen Güter-Tram an.

„regioKArgo“ – Verkehr stärker auf die Schiene verlagern

In den letzten Monaten haben sich verschiedene Projektpartner zusammengefunden, um unter dem Motto „regioKArgo“ in Karlsruhe und dem Unkreis neue Formen des Warenladungs- und Lieferverkehrs zu untersuchen und umzusetzen. Denn diese Verkehre sollen zum einen vermehrt von der Straße auf die Schiene verlagert und zum anderen die letzte Meile der Belieferung emissionsfrei gestalten werden, darüber informieren AVG und VBK in einer Pressemitteilung.

Der immer weiter steigende Lieferverkehr stellt Kommunen aber auch die Speditionen und Logistikunternehmen vor Herausforderungen. Mit Blick auf den Wirtschaftsverkehr kommt es zunehmend zu Problemen und Engpässen – sowohl auf Seiten der Speditionen und Transportunternehmen, als auch auf Seiten der Kommunen und deren Einwohnern, die unter der Verkehrsbelastung leiden.

 

Umgebaute Trams für den Transport von Waren einsetzen?

Um für eine dauerhafte Entlastung und mehr Klima- und Umweltschutz zu sorgen, könnten unter anderem umgebaute Trams für den Transport von Waren eingesetzt werden. Der Austausch zwischen den Städten und die Belieferung der Innenstädte würde dann mit diesen Güter-Trams gebündelt erfolgen – ausgehend von sogenannte „Konsolidierungscentern“.

In der Fächerstadt und gegbenenfalls auch anderen Städten und Gemeinden würden „City-Hubs“ entstehen, von denen aus die Waren dann innerhalb der Stadt in der „Feinverteilung“, beispielsweise mit Lastenrädern, weiter ausgeliefert werden können.  Ziel ist es nun, einen ersten Demonstrator für eine Güter-Tram zu konzipieren und diesen bereits in 2022 als Pilotanwendung zu testen.

 

„Gesamtprojekt regioKArgo bietet eine große Chance“

„Das vom öffentlichen Personennahverkehr bekannte und von VBK und AVG seit vielen Jahren erfolgreich betriebene Karlsruher Modell bietet auch für diese Anwendung beste Voraussetzungen, um die Verkehrswende auch im Güter- und Warentransport zu ermöglichen“, sagt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der VBK und AVG.

„Das Gesamtprojekt regioKArgo bietet eine große Chance, die Klimawende für die Stadt Karlsruhe und die Region durch nachhaltige Konzepte als Alternative zur bisherigen Form des Gütertransports zu beschleunigen“, so Waldemar Epple, Vorstandsvorsitzender des aen.

Es ist vorgesehen, die Güter-Tram so auszuführen, dass diese in Hauptverkehrszeiten exklusiv für die Personenbeförderung und in den Schwachlastzeiten im kombinierten Betrieb mit Personen- und Güterbeförderung eingesetzt werden kann. Mit der Entwicklung des Karlsruher Modells wurde bereits vor Jahrzehnten Maßstäbe gesetzt. „Mit regioKArgo kann in der TechnologieRegion erneut Pionierarbeit geleistet werden“, ist Karlsruhes Bürgermeister Daniel Fluhrer überzeugt.

 

regioKArgo“ – viele Partner aus der gesamten Region

Bei „regioKArgo“ mit von der Partie sind Partner aus der gesamten Region. Die Stadt Karlsruhe ist über das Stadtplanungsamt an dem Projekt beteiligt. Bürgermeister Daniel Fluhrer bringt sich als Vertreter der Stadt federführend in die Arbeit des Lenkungskreises ein.

Auf Forschungsseite ist die Hochschule Offenburg, Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für Fahrzeugsystemtechnik und dem Institut für Verkehrswesen, das Forschungszentrum Informatik (FZI) sowie MARLO-Consultants involviert. Aus dem Bereich der Verkehrsunternehmen zählen neben den beiden kommunalen Verkehrsunternehmen Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) auch die DB Engineering & Consulting GmbH mit ihrem Standort in Karlsruhe. Um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, sind mehrere Speditionen, Logistikdienstleister und weitere Dienstleistungsunternehmen beteiligt.

Das Mobilitätsnetzwerk der Region, Automotive Engineering Network (aen) bündelt die Aktivitäten. Die vergangenen Monate wurden intensiv dazu genutzt, eine Projektgruppe zu bilden und eine Projektstruktur für die weitere Zusammenarbeit zu etablieren.

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