News aus Baden-Württemberg
Retter in der Not mit Jubiläum: Bergwacht Schwarzwald wird 100

News aus Baden-Württemberg Retter in der Not mit Jubiläum: Bergwacht Schwarzwald wird 100

Quelle: dpa/Patrick Seeger
dpa

Egal ob man am Berg stürzt oder sich in unzugängliches Gelände verirrt – die Bergwacht Schwarzwald steht Tag und Nacht bereit. Das ist teuer und anspruchsvoll. An ihrem 100. Geburtstag blickt die Rettungsorganisation auf große Herausforderungen.

Ihre Arbeit ist nicht immer spektakulär, aber spektakulär wichtig. Die Bergwacht Schwarzwald feiert 100. Geburtstag und befindet sich in großem Umbruch. Jährlich verzeichne man inzwischen rund 1400 Einsätze mit sehr stark steigender Tendenz, erläuterte der Landesvorsitzende der Organisation, Adrian Probst, am Donnerstag. Die Einsätze würden jedoch nur unter bestimmten Bedingungen von der Krankenkasse übernommen.

«Das Defizit wird größer und muss von der Bergwacht abgefangen werden», kritisierte er. Man befinde sich derzeit in intensiven Gesprächen mit den Kassen und sei zudem immer mehr auf Spenden von Privatleuten oder Fördermitgliedern angewiesen. «Sicherheit ist nicht zum Nulltarif oder für 3,50 zu haben», sagt er. Ein gewisser Grundschutz müsse gewährleistet sein.

Die laufenden Kosten für die mehr als 20 Bergrettungswachen der Bergwacht Schwarzwald bezifferte Probst auf rund 1,5 bis 1,7 Millionen Euro pro Jahr – anstehende Sanierungen von Bergrettungswachen nicht mitgerechnet. Finanziert werde das unter anderem mit Fördermitteln des Landes, die aber nur einen Teil der Kosten abdeckten. Einnahmen aus Spenden beliefen sich auf rund 300.000 bis 400.000 Euro jährlich.

Von den rund ehrenamtlichen 1400 Rettern und Retterinnen der Bergwacht seien 750 im aktiven Dienst. «Durch den enormen Boom des Outdoorsports werden wir nicht mehr nur an einigen wenigen Schwerpunktorten gebraucht, sondern überall in der Fläche», betonte Probst.

Die Bergwacht Schwarzwald ist am 19. März 1922 in Freiburg gegründet worden. Ihren Geburtstag feiert sie im Juli unter anderem mit Berggottesdienst und einem Aktionstag am Feldberg.

 

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