News aus der Fächerstadt
„Schwierige wirtschaftliche Lage“: Karlsruher Kliniken fordern Soforthilfen

News aus der Fächerstadt „Schwierige wirtschaftliche Lage“: Karlsruher Kliniken fordern Soforthilfen

Quelle: Markus Kümmerle

Die beiden großen Krankenhäuser der Stadt Karlsruhe, das Städtische Klinikum Karlsruhe und die ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe, haben in den vergangenen Wochen wiederholt auf ihre zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam gemacht.

Karlsruher Kliniken fordern Soforthilfen

Wie aus Pressemitteilungen der großen Krankenhäuser der Stadt Karlsruhe, das Städtische Klinikum Karlsruhe und die ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe, hervorgeht, haben die beiden Kliniken nun wiederholt auf ihre zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam gemacht.

Die andauernden Belastungen der COVID-19-Pandemie und die massiven Preissteigerungen bringen auch das Klinikum Karlsruhe und die ViDia Christliche Kliniken zunehmend an ihre wirtschaftliche Belastungsgrenze, wird in der Pressemeldung informiert. Eine Weitergabe der Preissteigerungen an die gesetzlichen Krankenkassen oder andere Kostenträger sei den Krankenhäusern nicht möglich.

 

Zusätzliche Kostenbelastung in Millionenhöhe

Für das Städtische Klinikum Karlsruhe führen die bereits eingetretenen und die für die kommenden Wochen und Monate zu erwartenden Preissteigerungen alleine für Gas im Jahr 2022 zu einer zusätzlichen Kostenbelastung in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro, teilt das Klinikum mit.

Die ViDia Kliniken erwarten Mehraufwendungen für die Energiekosten im Jahr 2022 in Höhe von 2,4 Millionen Euro, was einem Anstieg um 40 Prozent entspricht. Für die Jahre 2022 und 2023 rechnen die beiden Karlsruher Kliniken mit einem Anstieg im gesamten Sachkostenbereich von rund 26 Mio. Euro – pro Jahr.

 

„Kliniken fehlt leider jede Planungssicherheit“

„Die Bundesregierung hat bislang keine geeigneten Hilfsmaßnahmen für Krankenhäuser angekündigt. Zurzeit fehlt den Kliniken leider jede Planungssicherheit, auch für dringend notwendige Investitionen zur Zukunftssicherung der Standorte. Die Zahlen verdeutlichen, wie dringend ein gesetzliches Sofortmaßnahmenpaket kommen muss, in dessen Zentrum ein Inflationsausgleich für alle Krankenhäuser stehen muss“, erklärt Markus Heming, Geschäftsführer des Klinikums Karlsruhe.

Die gesetzlichen Corona-Ausgleichszahlungen und -Versorgungszuschläge seien bereits zum 18. April, beziehungsweise 30. Juni 2022, ersatzlos ausgelaufen und die einzig verbliebene Unterstützungsmaßnahme, der „Ganzjahresausgleich 2021 und 2022“, sei nur auf den partiellen Ausgleich Corona-bedingter Erlösminderungen ausgelegt.

„Damit ist dieses Mittel nicht geeignet, ein Abrutschen der Krankenhäuser in tief rote Zahlen zu verhindern. Diese Regelungen müssen dringend nachgebessert und für das Jahr 2023 verlängert werden“, betont Richard Wentges, Vorstandsvorsitzender der ViDia Kliniken.

 

Weitere Nachrichten

Ungewöhnliche Aktion! Museen können sich bewerben: 1.500 Kunstwerke zu verschenken

Das passiert auch nicht alle Tage. Mehr als 1.500 Werke des verstorbenen Kunstsammlers Christoph Müller werden verschenkt. Öffentliche Museen können sich darum jetzt bewerben.

Laut Analyse: Deutsche Autobauer verlieren weiter an Boden

Während in der Autoindustrie Zehntausende Stellen wegfallen, wächst der Unmut: Die IG Metall will am Montag an mehr als 200 Orten protestieren. Eine Analyse zeigt, wie die Autobauer dastehen.

Klimakrise bedroht Existenz von seltenem Riesenregenwurm

Er ist ein verborgener Gigant. Der extrem seltene und nur im Südschwarzwald vorkommende Badische Riesenregenwurm wird zunehmend Opfer der Klimakrise. Wie lange gibt es das Tier noch?

Schwan auf Straße, Esel grast in Garten – tierische Einsätze

Esel «Emil» büxt aus und landet im Garten einer Anwohnerin. Zudem macht ein Schwan den Straßenverkehr unsicher.

Drahtesel im Rhein: Frau angelt nach Fahrrad und löst so Polizeieinsatz aus

Mit einer ungewöhnlichen Bergungsaktion löst eine Frau einen Polizeieinsatz aus. Mehrere Notrufe gehen ein.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.