Neues vom Karlsruher SC
Selbstbewusst zum Pokalspiel: KSC mit neuem System & altem Problem

Neues vom Karlsruher SC Selbstbewusst zum Pokalspiel: KSC mit neuem System & altem Problem

Quelle: Uwe Anspach

Die Umstellung auf ein 4-4-2 hat Karlsruhes Fabian Schleusener einen Platz in der zentralen Spitze beschert. Der Angreifer dankt es mit dem Tor zum Punktgewinn beim Aufstiegskandidaten Darmstadt 98. Die Mannschaft sammelt damit Selbstvertrauen vor dem Pokal-Achtelfinale.

Ein neues Spielsystem eröffnet dem Karlsruher SC gute Perspektiven für die Restsaison in der 2. Fußball-Bundesliga. Ausgerechnet Angreifer Fabian Schleusener, der von der Umstellung auf das 4-4-2 am meisten profitierte, erzielte am Samstag beim gerechten 2:2 (1:0) beim starken Aufstiegskandidaten SV Darmstadt 98 in der 71. Minute das Tor zum Endstand. «Es war einfach mal gut, es gemacht zu haben», sagte KSC-Trainer Christian Eichner zur Systemfrage.

Die Formation mit zwei zentralen Stürmern ermöglichte es Eichner nun, neben Torjäger Philipp Hofmann auch Schleusener in der offensiven Zentrale zu bringen. Der 30-Jährige erzwang denn auch die frühe Karlsruher Führung durch ein Eigentor von Darmstadts Klaus Gjasula (22.). Bisher hatte der KSC in dieser Saison im 4-3-3 oder 4-1-4-1 mit nur einem zentralen Stürmer gespielt – der heißt in der Regel Hofmann.

Eichners Mannschaft, die mit 26 Punkten weiter Tabellenzehnter ist, kann nun selbstbewusst zum Achtelfinalspiel im DFB-Pokal beim Drittligisten 1860 München am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) fahren. Trotz der insgesamt guten Leistung in Darmstadt sollte sie in München aber ein Problem in den Griff bekommen, das sie immer wieder plagt: die vielen Gegentore kurz nach der Halbzeitpause. In dieser Phase war der Tabellenzweite Darmstadt durch die Treffer von Gjasula (48.) und Fabian Holland (51.) zwischenzeitlich in Führung gegangen.

Sein Team sei nicht energisch genug aus der Pause gekommen, meinte Eichner. Kapitän Jérôme Gondorf fand das «unbegreiflich. Und es passiert einfach zu oft, dass wir da nicht da sind. Dass wir immer Zeit brauchen und gefühlt einen Rückschlag. Das bringt uns in die Bredouille. Und die Bredouille brauchen wir nicht.» Ab sofort werde er deshalb in der Pause einen Energie-Drink an die Mannschaft verteilen, scherzte er.

 

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