News aus Baden-Württemberg
„Spaghettifizierung“: Schwarzes Loch frisst Stern

News aus Baden-Württemberg „Spaghettifizierung“: Schwarzes Loch frisst Stern

Quelle: -/European Southern Observatory/dpa/Archivbild
dpa

Astronomen haben einen seltenen Lichtblitz erfasst, bei dem ein Stern von einem supermassereichen Schwarzen Loch verschlungen wurde.

Das als «Spaghettifizierung» bekannte Phänomen sei in etwa 215 Millionen Lichtjahren Entfernung registriert worden, so nah wie nie zuvor, wie die Forscher im Fachmagazin «Monthly Notices of the Royal Astronomical Society» schreiben. Den Vorgang konnten sie mit Teleskopen der Europäischen Südsternwarte (ESO), die ihren Hauptsitz in Garching bei München hat, beobachten.

«Die Vorstellung, dass ein Schwarzes Loch einen nahen Stern ansaugt, klingt wie Science Fiction», sagte Matt Nicholl, Erstautor der Studie von der britischen Universität Birmingham. Genau das passiert aber bei einem sogenannten «Tidal Disruption Event»:

Wenn ein Stern zu nahe an ein supermassereiches Schwarzes Loch herankommt, wird er von der extremen Anziehungskraft angesaugt. Dabei können lange Fäden aus Materie entstehen, die der «Spaghettifizierung» ihren kuriosen Namen geben. Werden diese Sternstränge in das Schwarze Loch gesaugt, entsteht ein Lichtblitz.

Das Phänomen zu untersuchen, war Astronomen demnach bislang schwergefallen, weil Staub und Trümmer die Lichtblitze oft verdeckt hatten. Weil die Forscher nun aber schon kurz nach dem Zerreißen des Sterns den Lichtblitz erfassen konnten, war die Leuchtkraft zunächst noch stark. Im Verlauf von etwa sechs Monaten verblasste sie dann.

Die Untersuchungen ließen vermuten, dass der Stern etwa die Masse unserer Sonne habe, während das Schwarze Loch über eine Million Mal massereicher sei, sagte Nicholl. Die Forschungsgruppe hofft, dass ihre Entdeckung Wissenschaftlern künftig bei der Erforschung von Schwarzen Löchern und dem Verhalten von Materie in ihrer Umgebung helfen kann.

 

Weitere Nachrichten

Staatsanwaltschaft setzt Belohnung für Herzen-Sprüher aus

Um «Stolpersteine» in der Heidelberger Innenstadt werden serienweise Herzen gesprüht. Warum womöglich gut Gemeintes dennoch eine Straftat ist.

Achterbahn im Europa-Park: Das sind die Erfinder des "Euro-Mir"-Songs

«Legendär», «Kult», «Hymne des Dreiländerecks»: So beschreiben Fans den Soundtrack einer Achterbahn. Bald soll die Attraktion ersetzt werden - verstummt damit auch der Song mit Ohrwurm-Garantie?

Unterschriften-Protest gegen SWR-Entscheidung: Rettung der "Eisenbahn-Romantik"

Mehr als 32.000 Fans kämpfen mit einer Petition für eine ihrer Lieblingssendungen. Was die Initiatoren kritisieren. Und wie der Sender reagiert.

Diesel-Diebe zapfen Tausende Liter auf Baustellen ab

Über die Osterfeiertage schlagen Diesel-Diebe auf Baustellen zu – und machen Beute im Wert von Tausenden Euro. Wie sie dabei vorgehen und wovon die Polizei ausgeht.

Gibt es bald ein Rudel? Wolfswelpen im Sommer im Nordschwarzwald möglich

Im Nordschwarzwald könnten bald junge Wölfe tapsig durch den Wald tollen – doch bis zu den ersten Bildern müssen sich Beobachter noch gedulden. Was Experten über das neue Wolfspaar verraten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 




Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.