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Flaniervergnügen: Ein Spaziergang durch die Karlsruher Weststadt

meinKA Ausflugstipp Flaniervergnügen: Ein Spaziergang durch die Karlsruher Weststadt

Redaktionstipp
Quelle: Pixabay

Raus an die frische Luft und die eigene Stadt erkunden: Karlsruhe hat viele interessante Ecken, die Einige noch nicht kennen oder vielleicht schon lange nicht mehr besucht haben. Ein schöner Spaziergang durch die Fächerstadt eignet sich hierfür perfekt!

Kleiner Stadtteil mit vielen Einwohnern

Die Karlsruher Weststadt ist eingekesselt von den Stadtteilen Innenstadt-West, Mühlburg, Grünwinkel, Südweststadt sowie Nord- und Nordweststadt. Der 173 Hektar große Karlsruher Stadtteil ist – trotz seiner geringen Größe, ein beliebter und dicht besiedelter Wohnort. Hier leben über 21.000 Menschen – einzig die Karlsruher Stadtteile Durlach, Südweststadt und die Oststadt zählen mehr Einwohner.

Für alle die gerne einmal durch die Weststadt flanieren möchten, hat meinKA einen Routenvorschlag zusammengestellt. Der Spaziergang kann als Rundweg absolviert werden und verläuft über mehrere Stationen. An welchem Punkt das Flaniervergnügen begonnen wird, ist also irrelevant und frei wählbar.

 

Rathaus West & Nottingham Anlage

Der meinKA-Weststadt-Spaziergang beginnt am Rathaus-West. Das imposante Gebäude liegt am Mühlburger Tor und gilt als beeindruckendes Beispiel für Repräsentationsbauten des späten 19. Jahrhunderts, besonders die Kuppel zieht viele Blicke auf sich. Das Ge­bäude im Formen­ka­non italie­ni­scher Renaissance­pa­lazzi wurde zwischen 1896 und 1898 errichtet und wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört.

Der Rundgang führt nun über die Kaiserallee weiter in die Nottingham-Anlage. Die schöne Grünanlage mit einigen Brunnen wurde nach der Karlsruher Partnerstadt Nottingham benannt. Zwischen 1985 und 1988 entstand die Parkfläche, um in der recht dicht bebauten Weststadt Grün- und Spielflächen zu schaffen.

 

Rathaus West, Karlsruhe | Quelle: Peter Eich

 

Lessing Gymnasium & Gutenbergplatz

Am Ende der Nottingham-Anlage führt der Spaziergang entlang der Sophienstraße, vorbei an der St. Bonifatius – Kirche und dem Lessing-Gymnasium, welches als erstes Mädchengymnasium Deutschlands gegründet wurde. Dann geht der Rundweg auf der rechten Seite weiter in die Gutenbergstraße und dem gleichnamigen Platz.

Der Gutenbergplatz ist ein beliebter Hotspot in der Weststadt und bietet einige Geschäfte und Lokale. Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag ab 07:30 Uhr findet hier außerdem der älteste Karlsruher Wochenmarkt statt. Der große dortige Krautkopfbrunnen lädt außerdem gerne zum Verweilen ein.

 

Der Gutenbergplatz in Karlsruhe.

Der Gutenbergplatz in Karlsruhe. | Quelle: Schlosser Fotografie

 

Die Hildapromenade & der Haydnplatz

Über die Nelkenstraße oder die Uhlandstraße führt der Weg zurück zur Kaiserallee. Diese gilt es erneut zu überqueren. Danach kann entweder der Blücherstraße oder der Paul-Ehrlicher-Straße gefolgt werden – beide führen zum nächsten Punkt des Weststadt-Spaziergangs: der nördlichen und südlichen Hildapromenade!

Wer seinen Vierbeiner beim Spaziergang dabei hat, kann diesen hier auf der angrenzenden Hundeauslauffläche der Weststadt toben lassen, bevor der Rundweg durch den Grünstreifen mit Spielplätzen weiter in östliche Richtung bis zum Haydnplatz führt. Auch diese grüne Oase, inklusive einer beachtlichen Brunnenanlage, lädt zu einer kleinen Pause ein.

 

Haydnplatz | Quelle: Schlosser Fotografie

Justizvollzugsanstalt & Verwaltungsgericht

Weiter in Richtung Osten führt die Hildapromenade zur Lina-Sommer-Anlage. Von hier kann der Strabelerstraße gefolgt werden. Diese führt zum Verwaltungsgericht, dem Oberlandesgericht und der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe – hier lassen sich weitere architektonische Highlights bewundern.

Denn das Oberlandesgericht wurde um 1898 bis 1902 gefertigt und stellt eine im italienischen und französischen Manierismus gestaltete dreigeschossige Anlage mit drei Flügeln dar. Und die Karlsruher Justizvollzugsanstalt, deren Gebäude in den Jahren 1894 bis 1897 erbaut wurde, weist eine interessante Neorenaissance-Fassade auf.

Das 1864 von Architekt Friedrich Ratzel errichtete Gebäude des Verwaltungsgerichts verfügt über einen Erker an der Ostfassade des Gebäudes, welcher eine Fratze mit herausgestreckter Zunge zeigt und auf die Rivalität zwischen dem Architekten des Oberlandesgerichts (Josef Durm) und Ratzel zurückgeht.

 

Die Christuskirche am Mühlburger Tor

Der Spaziergang durch die Weststadt Karlsruhes endet am Mühlburger Tor und an der  von 1896 bis 1900 erbauten evangelischen Christuskirche. Diese wird unter anderem über die Reinhold-Frank-Straße oder die Riefstrahlstraße erreicht und befindet sich nahe dem Rathaus West.

Die große und sehenswerte Christuskirche wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Doch sofort nach Ende des Krieges wurde mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen.

 

Die Christuskirche am Mühlburger Tor.

Die Christuskirche am Mühlburger Tor. | Quelle: Schlosser Fotografie

 

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