News aus Baden-Württemberg
Staat bereitet sich auf Erhebung von Umsatzsteuer vor

News aus Baden-Württemberg Staat bereitet sich auf Erhebung von Umsatzsteuer vor

Quelle: Soeren Stache

Bisher kassiert der Staats in der Regel keine Umsatzsteuer für seine Dienstleistungen. Das ändert sich ab 2023. Die Einführung der neuen Regeln ist kompliziert.

Die Beglaubigung eines Dokuments, die Anmietung einer städtischen Halle oder die Leistung eines städtischen Betriebshofs für einen Friedhof: Das könnte in Zukunft alles für den Bürger teurer werden, weil ab 2023 die Umsatzsteuerpflicht für Kommunen, Ministerien oder Landratsämter kommt. Das baden-württembergische Innenministerium stellt nun die Weichen, damit die Einführung des komplexen Themas reibungslos klappt, wie Ressortchef Thomas Strobl (CDU) in Stuttgart mitteilte.

Das Ministerium startete mit der Hochschule für Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg deshalb eine entsprechende Forschungskooperation. Sie sei unter anderem eingegangen worden, damit Gebühren und Entgelte aus hoheitlichen Handeln auf die steuerlichen Konsequenzen überprüft werden. Bisher existiere nur sehr wenig auswertbare Fachliteratur, die konkrete Umsetzungs- und Handlungsvorschläge für ein gut funktionierendes sogenanntes Tax Compliance Management Systems ganz speziell für den öffentlichen Sektor zur Verfügung stelle, teilte das Innenministerium mit.

Bisher waren Bund, Länder und Gemeinden in nur wenigen Fällen umsatzsteuerpflichtig. Der Europäischen Union war diese Praxis jedoch ein Dorn im Auge: Sie forderte den Grundsatz der Wettbewerbsneutralität umzusetzen, der besagt, dass alle von der öffentlichen Hand erbrachten Leistungen der Besteuerung unterliegen, wenn diese im Wettbewerb mit Privaten am Markt angeboten werden.

Die Ausnahmen für den Bereich sind sehr eng gefasst. Nur rein hoheitliche Aufgaben, wie das Passwesen, die private Abfallentsorgung, Baugenehmigungen, welche nur die Kommunen oder das Land erbringen, sind weiterhin nicht steuerpflichtig, wie das Innenministerium mitteilte. Vor diesem Hintergrund durchforsten die Kommunen gerade ihre Dienstleistungen und schauen, ob sie unter die neue Regelung fallen. Sie würden verstärkt darüber nachdenken, die Kosten weiterzugeben, heißt es beim Städtetag. Die Umsatzsteuerpflicht führe auch zur Zentralisierung von Kassen, um künftig den Überblick zu behalten.

 

Weitere Nachrichten

Vorfall in Tiefgarage: Frau mit Stichverletzung in Klinik – Unbekannter gesucht

Eine 55-Jährige ist in Karlsruhe in einer Hotel-Tiefgarage durch einen Stich schwer verletzt worden. Die Frau betrat nach derzeitigem Kenntnisstand die Tiefgarage in der Fautenbruchstraße, über ein Treppenhaus, teilte die Polizei mit.

DRK ruft zum Blutspenden auf: Darum sind Blutreserven im Südwesten knapp

Beim Blutspenden zählt derzeit jeder Tropfen: In Baden-Württemberg sind die Vorräte knapp. Erkältungen und Herbstferien verschärfen den Engpass - und die nächste Belastungsprobe steht schon bevor.

Queerfeindliche Straftaten in Baden-Württemberg nehmen zu

Die registrierten Straftaten gegen queere Menschen steigen im Südwesten deutlich an. Die Polizei warnt vor Übergriffen bei Dating-App-Treffen.

Landkreis Karlsruhe: 61-Jähriger nach Sturz mit E-Scooter in Krankenhaus gestorben

Ein 61-jähriger Mann ist zehn Tage nach einem Unfall mit seinem E-Scooter in Flehingen bei Karlsruhe im Krankenhaus gestorben. Er hatte am 19. Oktober wohl eine Bordsteinkante überfahren und war gestürzt, wie die Polizei am selben Tag mitteilte.

Vogel verstopft Abgasleitung in Stutensee: Frau an Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben

Eine 81-jährige Frau ist in Stutensee (Kreis Karlsruhe) an den Folgen einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben. Ein Vogel hatte zuvor die Abgasleitung einer Heizungsanlage ihres Wohnhauses verstopft.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.