News aus Baden-Württemberg
Stechmückenjäger am Rhein: Belästigung nimmt ab

News aus Baden-Württemberg Stechmückenjäger am Rhein: Belästigung nimmt ab

Quelle: Patrick Pleul
dpa

Erst nerviges Surren, dann auch noch ein juckender Stich: Mücken können echt lästig sein. Dieses Jahr stoßen selbst Experten bei der Bekämpfung der Blutsauger an ihre Grenzen.

Wegen ungewöhnlich komplizierter Bedingungen haben Experten in diesem Sommer nicht alle Stechmücken-Kolonien am Oberrhein verhindern können. «In Sachen Stechmückenbekämpfung war es ein sehr schwieriges Jahr», sagte der Wissenschaftliche Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs), Dirk Reichle, in Speyer der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben sieben Spitzen sehr erfolgreich behandelt – bei der achten stießen wir an unsere Grenzen. Bis Ende August, Anfang September dürfte der Spuk vorbei sein.»

Mehr als 90 Kommunen am Oberrhein in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg haben sich zur Kabs zusammengeschlossen. Die Arbeit der Experten ist aufwendig: Am Boden kämpfen sie sich oft durchs Dickicht, aber viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs dann den biologischen Wirkstoff Bti, der die Larven der kleinen Blutsauger tötet.

Reichle zufolge kam es im Bekämpfungsgebiet ab Juni zu zunehmenden Druckwasserbildungen landseits der Dämme, und die Hochwasserspitze in der zweiten Julihälfte überschwemmte die Rheinauen bis zum Hauptdamm. «Dieser Spitze ging drei Tage zuvor eine kleinere Spitze voraus, bei der es bereits zum Massenschlupf von Auwald- und Wiesenstechmücken gekommen war. Eine Bekämpfung war unmöglich – das steil ansteigende Wasser hätte den Wirkstoff infolge der Strömungsverhältnisse abtransportiert, ohne Wirkung zu zeigen», sagte der Biologe.

Die Stechmücken seien in der letzten Juliwoche geschlüpft. «Sie leben etwa sechs Wochen, wobei sie sich von Woche zu Woche auf ein größeres Areal verteilen.» Die Belästigung der Menschen in den Anliegergemeinden des Rheins durch Stechmücken werde Schritt für Schritt abnehmen, zeigte sich der Wissenschaftler zuversichtlich.

 

Weitere Nachrichten

Viel später, viel teurer: Das Debakel um Stuttgart 21

Seit Jahren klafft in der Stuttgarter Innenstadt die riesige Baustelle des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs. Warum dort noch fünf Jahre gebaut wird - und wer die Kosten dafür trägt.

Mit 40,6 Grad: Temperaturrekord in Baden-Württemberg geknackt

Baden-Württemberg schwitzt - und der Deutsche Wetterdienst meldet den nächsten Temperaturrekord. So heiß war es im Südwesten noch nie. Welche Faktoren die Extremwerte beeinflussen.

Steuererklärung per "One Click" geht am 1. Juli an den Start

Die lästige Steuererklärung mit nur einem Klick direkt auf dem Smartphone erledigen: Das war für viele bisher eine Wunschvorstellung. Jetzt wird sie Realität, aber nicht für jeden.

Katzenbaby in Plastiktüte – Polizei stoppt Frau am Bahnhof in Mannheim

Mitten in der Hitzewelle will eine Frau mit einem Kätzchen per Bahn nach Berlin fahren. Das Tier hat sie dafür in einer Plastiktüte untergebracht. Das hat Folgen.

Blutvorräte schrumpfen wegen Hitze - Appell zum Spenden

Bei der Hitze geht so mancher vielleicht lieber ins Freibad als zur Blutspende. Deshalb schlägt nun der Blutspendedienst Alarm und appelliert an die Menschen, weiterhin spenden zu gehen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.