News
Störche trudeln ein – Experte hofft auf bessere Brutsaison

News Störche trudeln ein – Experte hofft auf bessere Brutsaison

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Einige Weißstörche überwintern auf Müllkippen in Spanien, andere fliegen bis nach Afrika. Und bei weitem nicht alle kehren zurück. Die Routen können Interessierte auf dem Handy verfolgen.

«Brigitte 7967 aus Muggensturm», «Lukas» und «Mario» haben sich vor wenigen Tagen in Südfrankreich auf den Weg nach Baden-Württemberg gemacht. Die ersten Weißstörche sind sogar schon aus den Winterquartieren zurück, wie der Fachbeauftragte Stefan Eisenbarth vom Naturschutzbund Nabu Baden-Württemberg sagte. «Die Meldungen überschlagen sich gerade: Die Rückkehrer sind wieder da.» Manche hätten sich auch gar nicht erst auf den Weg in den wärmeren Süden gemacht.

Ein Hotspot sei die Oberrhein-Region. Die niedrigen Temperaturen machten den Tieren nichts aus, sagte Eisenbarth: «Ein Storch friert halt nicht.» Im Vergleich zum kleineren Spatz habe er mehr Fettgewebe und könne sich besser wärmen.

Tracken per App

Dass viele der Tiere dennoch im Herbst nach Frankreich, Spanien oder Afrika fliegen, hänge mit dem schwindenden Nahrungsangebot zusammen. Wenn im Winter Insekten rar sind, fressen die Vögel den Angaben nach Fische, Mäuse und Schnecken. Bei Schnee seien gerade letztere schwerer zu finden. In der Ferne ernährten sie sich aber teils auch ungesund auf Müllkippen.

Manche Störche wie «Brigitte 7967 aus Muggensturm» haben Vogelbeobachter mit Sendern ausgestattet. Interessierte können so Aufenthaltsorte und Routen beispielsweise über die App «Animal Tracker» verfolgen.

70 Prozent überleben das erste Jahr nicht

Die baden-württembergischen Vögel kämen in der Regel über das Rhone- und Rhein-Tal zurück, sagte Eisenbarth. «Störche fliegen nicht gern über Gebirge.» Und bei weitem nicht alle kehren zurück: «70 Prozent der flügge gewordenen Jungtiere überleben das erste Jahr nicht», sagte der Fachmann.

Er hofft, dass dieses Jahr bessere Bedingungen für die Aufzucht des Nachwuchses herrschen als 2024. Wegen schlechten Wetters waren teils bis zu 90 Prozent der Jungtiere gestorben, meist an Unterkühlung. Rund 2.500 Horstpaare brachten nach früheren Nabu-Angaben nur etwa 2.300 Jungvögel durch. Zum Vergleich: 1975 lebten in ganz Baden-Württemberg 15 Brutpaare.

Die ersten Tiere schlüpfen Eisenbarth zufolge voraussichtlich Anfang April. Gut wäre dann, wenn es trocken sei und die Temperaturen über zehn Grad lägen.

 

Weitere Nachrichten

Baden-Württemberg wählt: Diese Fakten zur Landtagswahl muss man kennen

Neuer Ministerpräsident, neues Wahlrecht, neue Parteien im Landtag? Bei der Landtagswahl am 8. März geht es im Südwesten um viel. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten.

Baden-Württemberg wählt: Hagel, Özdemir und Co - das sind die Spitzenkandidaten

Sie begegnen den Wählerinnen und Wählern seit Wochen auf Wahlplakaten: die führenden Köpfe der Parteien im Südwesten. Wer steht zur Wahl, und wer sind die Spitzenkandidaten?

Analyse: 20 Prozent plus x? Darum ist die AfD im Südwesten so stark

Die Partei könnte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ein Rekordergebnis in Westdeutschland erzielen. Warum vor allem gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Verbrenner-Aus 2030? BGH in Karlsruhe prüft Klimaklagen gegen Autobauer

Wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, müssen BMW und Mercedes-Benz 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner einstellen. Worauf sich die Kläger beim Bundesgerichtshof berufen.

Laut Statistik: So gefährlich sind die Bahnhöfe im Land

Bahnhöfe, das zeigt die Statistik, sind seit jeher keine ungefährlichen Orte. Zwar geht die Gesamtzahl erfasster Delikte zurück. Aber ein Blick in die Details dämpft die Freude

Menschen in Karlsruhe feiern Tod des iranischen Führers Chamenei

Nach den Angriffen von Israel und den USA auf den Iran gehen die Menschen bundesweit auf die Straße. Wie die Menschen im Südwesten auf die Entwicklungen im Nahen Osten reagieren.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.