News Tarifkonflikt: Verdi ruft erneut zu Warnstreiks im Einzelhandel auf
Die Tarifverhandlungen im Einzelhandel stocken. Die Gewerkschaft Verdi will mit Warnstreiks den Druck erhöhen. Betroffen sind Filialen großer Handelsketten wie Kaufland, Ikea und Primark im Südwesten.
Die Gewerkschaft Verdi ruft während der laufenden Tarifrunden erneut zu Warnstreiks im baden-württembergischen Einzelhandel auf. In mehreren Regionen legen Beschäftigte demnach am Samstag bereits zum dritten Tag in Folge ihre Arbeit nieder. Dies sei laut Verdi «ein deutliches Signal an die Arbeitgeber».
Mit den Warnstreiks beteiligt sich Baden-Württemberg an den bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Handel. Ziel sei es, den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde zu erhöhen. Betroffen von den Warnstreiks sind den Angaben nach Kaufland, Primark, Zara, H&M, Cos, Ikea und Obi. Gestreikt wird in Stuttgart und Umgebung, Mannheim-Heidelberg, Konstanz und Umgebung sowie im Bereich Fils-Neckar-Alb.
Hunderttausende Menschen sind in Baden-Württemberg im Handel beschäftigt. Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro. Auszubildende sollen künftig 150 Euro mehr bekommen. Die Gewerkschaft kündigte außerdem an, dass in den kommenden Tagen mit weiteren Warnstreiks zu rechnen sei. «Die Geduld der Beschäftigten ist endlich. Die Arbeitgeber müssen jetzt ein Angebot vorlegen, das die Leistung der Kolleginnen und Kollegen anerkennt und deutlich mehr Geld in die Taschen der Beschäftigten bringt», sagte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger.