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UV-Index ist hoch: Vorsicht Sonnenbrand – Fragen & Antworten

News UV-Index ist hoch: Vorsicht Sonnenbrand – Fragen & Antworten

Quelle: Jonas Walzberg/dpa
dpa

Man hört und sieht die Sonnenstrahlen nicht – aber zu viel Sonne ist schädlich für die Haut. Der sogenannte UV-Index hilft dabei, die Sonnenbrandgefahr einzuschätzen.

Die Sonne brennt vom Himmel – überall im Land ist der sogenannte UV-Index dieser Tage hoch, in vielen Regionen Baden-Württembergs sogar sehr hoch. Das heißt auch: Vorsicht Sonnenbrand.

 

Was ist eigentlich ein UV-Index?

Der UV-Index gibt an, wie stark die ultraviolette (UV) Strahlung ist und wie hoch die damit einhergehende Gefahr für die Gesundheit. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gibt es dabei fünf Bereiche von keiner oder geringer Gefahr (0 bis 2) über mittel (3 bis 5) bis hin zu hoch (6 bis 7), sehr hoch (8 bis 10) oder extrem (ab 11). Solch extreme Werte werden meist auf Berggipfeln oder Höhenlagen erreicht. Wer etwa in die Tropen reist, muss mit noch höheren Werten als 11 rechnen. Grundsätzlich gilt: Je höher der UV-Index, desto höher die Gefahr für Sonnenbrand.

 

Wie wird das denn gemessen?

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz misst das sogenannte solare UV-Messnetz an mehr als 40 Orten bundesweit die am Erdboden einfallende UV-Strahlung. In Baden-Württemberg zum Beispiel sind Messstationen auf dem Berg Klippeneck im Landkreis Tuttlingen, dem Berg Schauinsland bei Freiburg, in Friedrichshafen sowie in Stuttgart. Die gemessenen Werte werden nach Wellenlänge aufgeschlüsselt – kurzwellige Strahlung verursacht eher einen Sonnenbrand als langwellige – und mit Blick auf Sonnenbrandwirksamkeit berechnet.

 

Was ist bei hohem UV-Index zu tun?

Sonnenschutz ist laut DWD unbedingt erforderlich! Wer sich im Freien aufhält, sollte ein Sonnenschutzmittel auf die Haut auftragen und auch nicht vergessen, die Augen mit Sonnenbrille oder wenigstens einem Sonnenhut vor zu viel Sonnenstrahlen zu bewahren, sagt die DWD-Medizinmeteorologin Gudrun Laschewski. Empfohlen ist auch, möglichst Kleidung zu tragen, die die Haut bedeckt – vor allem für diejenigen, die etwa draußen arbeiten und damit Stunden in der Sonne verbringen müssen.

 

Kann ich also unbesorgt draußen sein, wenn ich das beachte?

Nicht unbedingt. Grundsätzlich ist Schatten besser, als Sonnencreme, sagt Laschewski – oder man bleibt am besten gleich drinnen. «Vermeidung ist das Mittel der Wahl.» Wer das nicht kann – etwa weil er draußen arbeitet – muss sich schützen. Für die Haut sei Sonne so gut wie immer schädlich und ein hoher UV-Index für die Gesundheit auch gefährlich, sagt Laschewski. Vor allem mittags sollten die Menschen dann am besten zu Hause bleiben. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind übrigens schon ab UV-Index 3 (mittel) Schutzmaßnahmen für Haut und Augen wichtig.

 

Dann bekomme ich halt einen Sonnenbrand, ist doch egal, oder?

Das ist keineswegs egal. Der Sonnenbrand an sich ist schon ein Zeichen dafür, dass die Haut gelitten hat. Neben Sonnenbrand führt zu viel Sonne auch zur Alterung der Haut, Falten und kann langfristig auch Hautkrebs auslösen. Je nach Hauttyp kann zwar jeder Mensch eine gewisse Zeit ungeschützt in der Sonne bleiben, ohne, dass er Sonnenbrand bekommt, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. Danach aber ist sehr gründliches Eincremen et cetera angesagt!

 

Was für Sonnencreme verwende ich dann am besten – und wie?

Eine mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF). Der gibt an, wie lange man mit diesem Sonnenschutzmittel theoretisch in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen LSF von mindestens 30. Gleichzeitig wird von dort betont, dass selbst Sonnenschutzmittel mit sehr hohem LSF keinen vollständigen Schutz bieten. Also: Auch eingecremt lieber kürzer in der Sonne verweilen.

Wichtig ist: Sehr gründlich und großzügig auftragen. Cremes oder Sprays 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbaden anwenden, regelmäßig nachcremen vor allem nach dem Baden und dem Abtrocknen.

 

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