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Verband scheitert mit Volksantrag zu Realschulen

Nachrichten Verband scheitert mit Volksantrag zu Realschulen

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
dpa

Wer aufs Gymnasium will, braucht eine entsprechende Empfehlung der Grundschule oder muss einen Test absolvieren. Ein Verband wollte das auch für die Realschulen durchsetzen.

Der Verband der Realschullehrer (RLV) ist mit einem Volksantrag zur Einführung einer verbindlichen Grundschulempfehlung auch für Realschulen gescheitert. Statt der nötigen knapp 40.000 Unterschriften sammelte die Initiative nur rund 32.500, teilte die Vorsitzende des Verbands, Karin Broszat, in Stuttgart mit.

Der Verband kritisierte, dass der Volksantrag durch mehrere Faktoren enorm behindert worden sei. So hätten sich etwa Lehrkräfte besorgt darüber geäußert, ihre Daten öffentlich preiszugeben, teilte der RLV mit. Zudem seien der bürokratische Aufwand des Verfahrens für die Initiatoren kaum leistbar gewesen und Rathausmitarbeiter hätten teils nicht gewusst, wie sie mit den Unterlagen hätten umgehen sollen, so der Verband.

Die Unterschriftensammlung für den Volksantrag hatte der Verband im vergangenen November gestartet. Mit dem Antrag wollte er erreichen, dass das Verfahren für den Übergang von der Grundschule auf die Realschule nach den gleichen Regeln funktionieren soll wie die verbindlichere Empfehlung für die Gymnasien: Sind sich Eltern und Grundschule nicht einig und gibt auch der Leistungstest Kompass 4 keine Empfehlung fürs Gymnasium her, soll ein Potenzialtest über den weiteren Werdegang des Kindes entscheiden. Einen Potenzialtest wollte der Verband auch für den Übergang auf die Realschule haben.

 

Verband sieht Eigenständigkeit der Schularten in Gefahr

Der Verband argumentierte, dass mit einer verbindlichen Empfehlung für die Realschulen die Existenz und Eigenständigkeit aller Schularten gesichert wird. Diese sieht der Verband in Gefahr.

Mit einem Volksantrag können Bürgerinnen und Bürger im Südwesten den Landtag zwingen, sich mit einem Thema zu befassen. Für einen Volksantrag müssen die Initiatoren knapp 40.000 Unterschriften sammeln.

 

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