News aus Baden-Württemberg
Viele Flugausfälle: Verdi bestreikt am Freitag mehrere Flughäfen

News aus Baden-Württemberg Viele Flugausfälle: Verdi bestreikt am Freitag mehrere Flughäfen

Quelle: Tom Weller/dpa/Archivbild
dpa

Wer zum Wochenende von Stuttgart aus in den Urlaub fliegen will, hat schlechte Karten: Wegen eines Warnstreiks fallen am Freitag alle regulären Flüge aus. Betroffen sind Zehntausende Passagiere.

Für Urlauber und Geschäftsreisende geht am Stuttgarter Flughafen am Freitag gar nichts. Wegen des Streikaufrufs der Gewerkschaft Verdi stellt der Airport den regulären Flugbetrieb komplett ein. Betroffen seien 162 Flüge und rund 20.000 Passagiere, teilte der Flughafen am Mittwoch mit. Nur Notflüge sollen abheben können. Bereits am Mittwoch war es in Stuttgart zu Warteschlangen gekommen, nachdem eine Panne bei Bauarbeiten der Bahn ein Flugchaos bei der Lufthansa ausgelöst hatte.

Die Gewerkschaft Verdi will in Stuttgart am Freitag die Unternehmen FraSec und Securitas Aviation bestreiken, zwei Dienstleister in der Luftsicherheit bei der Fluggast- und Warenkontrolle. Die Flugsicherung werde mit Notschaltern so besetzt, dass Personen mit Hilfsgütern und Angehörige in die Türkei fliegen können, teilte Verdi mit. Das betreffe zehn Flüge. Für weitere Flüge werde es am Freitag keine Kapazitäten für die Kontrolle geben.

Nach Angaben des Flughafens werden nur Sicherheitslandungen, medizinische Flüge, humanitäre Hilfsflüge und militärische Verkehre möglich sein. Betroffene Passagiere seien gebeten, sich direkt an ihre Airline zu wenden und gar nicht erst zum Flughafen zu kommen. Der Warnstreik soll am frühen Freitagmorgen beginnen und in der Nacht auf Samstag enden.

Im März 2022 hatte es zuletzt im Zuge eines Tarifkonflikts am Airport Stuttgart eine befristete Arbeitsniederlegung gegeben. Damals waren 50 Abflüge geplant. 22 seien durchgeführt worden, der Rest sei ausgefallen, teilte eine Flughafensprecherin weiter mit.

Die Gewerkschaft Verdi hatte für Freitag an sieben deutschen Flughäfen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Mit den Arbeitsniederlegungen in München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Hannover und Bremen will Verdi den Druck im Tarifstreit im öffentlichen Dienst erhöhen. Auch die Flughäfen Frankfurt, München und Hamburg hatten angekündigt, den regulären Passagierbetrieb am Freitag auszusetzen. Neben dem öffentlichen Dienst gibt es örtliche Verhandlungen für die Bodenverkehrsdienste sowie eine bundesweite Tarifrunde für die Luftsicherheit.

In den Verhandlungen fordern Verdi und der Beamtenbund dbb 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Die Arbeitgeber haben die Forderungen zurückgewiesen. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

Schon am Mittwoch waren am Regional-Airport mehrere Lufthansaflüge ausgefallen. Teils bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern. Das große Chaos blieb jedoch aus. Die meisten Passagiere hatten am Mittag keine Probleme beim Check-in. Am Vormittag habe dagegen noch nichts funktioniert, berichtete der Schulleiter einer Stuttgarter Schule, der eine Klasse zum Flughafen begleitete. Ein anderer Passagier erzählte, dass sein Flug wegen des IT-Problems annulliert wurde. Viele bemerkten aber auch nichts von dem Ausfall.

Große Schwierigkeiten gab es hingegen am Drehkreuz in Frankfurt. Tausende Passagiere mit Verbindungen über das Drehkreuz waren infolge eines Kabelschadens von Verspätungen und Ausfällen betroffen. Passagiere wurden gebeten, auf die Bahn umzusteigen.

Weitere Nachrichten

Immer mehr Beschäftigte in Baden-Württemberg mit Zweitjob

Jeder achte Beschäftigte in Baden-Württemberg hat inzwischen einen Minijob zusätzlich. Besonders auffällig: Ältere und Hochqualifizierte greifen immer öfter zu Nebenjobs.

Vor dem 01. Mai: Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg steigt

Im Südwesten steigt die Waldbrandgefahr – zum 1. Mai könnten regional die höchsten Warnstufen erreicht werden. Was das für Ausflügler und Grillfreunde bedeutet.

Im Landkreis Karlsruhe: 76-Jähriger erfasst mit Auto vier Kinder vor Imbiss

Beim Einparken verwechselt ein Autofahrer das Pedal: Vier Kinder werden vor einem Imbiss in Philippsburg leicht verletzt. Auch der Imbiss-Inhaber trägt Verletzungen davon.

Seehund Gina stirbt mit 33 – Karlsruher Zoo beendet Ära

Mit 33 Jahren war Seehund Gina eine der ältesten ihrer Art in europäischen Zoos. Mit ihrem Tod endet auch eine lange Tradition im Zoo Karlsruhe.

Gefährliche Raupen an Bäumen - das rät eine Expertin

Winzige Brennhaare, große Wirkung: Der Eichenprozessionsspinner sorgt für Hautreizungen – sogar ohne direkten Kontakt mit einem Tier. Eine Expertin gibt Tipps.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.