Gewinnvortrag statt Dividende Volksbank Karlsruhe: Mitgliedervertreter stimmen für Bankenfusion
Die Volksbank Karlsruhe eG und die Spar- und Kreditbank Hardt eG, Eggenstein-Leopoldshafen fusionieren. Das teilt die Volksbank nun in einer Pressemitteilung mit. Zudem wird die Bank 2020, trotz eines guten Geschäftsjahrs, keine Dividende auszahlen.
Mitgliedervertreter stimmen für Bankenfusion
Die Volksbank Karlsruhe eG und die Spar- und Kreditbank Hardt eG (SKB Hardt), Eggenstein-Leopoldshafen, bündeln rückwirkend zum 1. Januar 2020 ihre Kräfte unter dem Dach der Volksbank Karlsruhe, dies teilt die Bank in einer Pressemitteilung mit. Diesen Schritt haben die Mitgliedervertreter beider Banken in einer ordentlichen Versammlungen Ende Juli beschlossen.
Damit sind die zu Beginn des Jahres 2020 aufgenommenen Fusionsgespräche formell zu einem Abschluss gekommen. Das gemeinsame Institut verfügt nun über eine Bilanzsumme von knapp 3,8 Milliarden Euro und beschäftigt insgesamt etwa 470 Mitarbeiter.
Die bisherigen Geschäftsstellen der Spar- und Kreditbank Hardt in den Ortsteilen Eggenstein und Leopoldshafen sowie in Linkenheim bleiben als „Regionalmarkt Hardt“ der Volksbank Karlsruhe erhalten. Beide Seiten betonten laut Pressemitteilung außerdem, dass fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind und Einsparungen im Personalbereich bereits jetzt durch eine interne Besetzung freier Stellen umgesetzt werden könnte.
Wichtig für die betroffenen Volksbank-Kunden
Die Eintragung der Fusion ins Genossenschaftsregister ist Anfang Oktober 2020 geplant und die Zusammenlegung der Bankdaten und der IT-Landschaft folgt am ersten Novemberwochenende. Bis dahin bleibt für die Kunden der bisherigen Spar- und Kreditbank Hardt alles wie gehabt – danach gelten allerdings die Bankleitzahl und BIC der Volksbank Karlsruhe! Das bedeutet zudem, dass es neue IBAN-Nummerin gibt. Aufrund möglicher Überschneidungen mit bestehenden Kontonummern der Volksbank Karlsruhe könnte sich für einige Kunden die gewohnte Kontonummer ändern.
Keine Dividende für das Geschäftsjahr 2019
Wie die Volksbank Karlsruhe weiter informiert, werden die rund 43.000 Mitglieder der Volksbank Karlsruhe 2020 keine Dividende auf ihre Geschäftsanteile erhalten. Damit folgen die Vertreter des Karlsruher Traditionshauses der Empfehlung von Aufsichtsrat und Vorstand. Stattdessen wird der eigentlich vorgesehene Dividenden-Betrag von insgesamt etwa 1,18 Millionen Euro als Gewinnvortrag in den Jahresabschluss 2020 einfließen, um dann – bei entsprechend guter Geschäftsentwicklung – im kommenden Jahr eine höhere Dividende zu ermöglichen.
Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgrund der Corona-Krise zunehmend die Gefahr sieht, dass insbesondere Firmenkredite in überdurchschnittlichem Maß notleidend werden und somit für die Banken bundesweit ein hoher Wertberichtigungs- oder Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
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