Spieltag 20 | Zweite Liga
KSC mahnt vor dem Heimspiel gegen Kiel: „Wir sind Aufsteiger!“

Spieltag 20 | Zweite Liga KSC mahnt vor dem Heimspiel gegen Kiel: „Wir sind Aufsteiger!“

Quelle: Tim Carmele | TMC-Fotografie.de
KSC

Zu Beginn des Jahres geht es für den Karlsruher SC Schlag auf Schlag. Nach der Pleite gegen Dynamo Dresden folgt bereits diesen Samstag, den 01. Februar 2020, das erste Heimspiel des Jahres. Gegen Holstein Kiel ist der KSC auf Wiedergutmachung aus.

Der Karlsruher Sport-Club hat sich den Auftakt des Jahres 2020 sicher anders vorgestellt. Mit der 1:0 Niederlage gegen Dresden ist die Mannschaft von Alois Schwartz spätestens jetzt im Abstiegskampf angelangt. Der Druck, positive Ergebnisse zu liefern, steigt – eine Chance auf Wiedergutmachung bietet sich nun im ersten Heimspiel 2020 gegen den Gegner Holstein Kiel.

 

Leistung gegen Dresden nicht zu erklären

Die Stimmung am Tag nach der Niederlage war wie erwartet angespannt. Alois Schwartz ging mit sich und der Mannschaft hart ins Gericht: „Die Liga ist so eng. Aber wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen, jeder muss eine Schippe drauflegen. Das war gestern definitiv viel zu wenig – ohne was schön zu reden.“

Zwar stimmte mit 120 Kilometern die Laufleistung der Mannschaft, doch fand der KSC keine offensiven Lösungen. Vor allem das fehlende Zweikampfverhalten und die mangelnde Aggressivität wurden vom Trainer bemängelt. Dennoch betonte Schwartz, dass Punktverluste und unglückliche Niederlagen zum Alltag eines Aufsteigers dazu gehören. Gerade deshalb gelte es, eine zu hohe Erwartungshaltung zu vermeiden. „Der Ist-Zustand ist nicht Valencia. Der Ist-Zustand ist: Wir sind Aufsteiger.“

 

Der Trainer steht nicht in Frage

Eine mögliche Trainerdiskussion wollte Sportdirektor Oliver Kreuzer gar nicht erst aufkommen lassen: „Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft, ich habe großes Vertrauen ins Trainerteam, dass wir da am Samstag einen anderen Auftritt hinlegen.“ Auch teilt Kreuzer die Meinung seines Cheftrainers zur Leistung gegen Dresden. „Die einfachen Dinge haben wir falsch gemacht, wir haben nicht gut Fußball gespielt. Wir hatten keine Ruhe am Ball. Wenn wir den Ball hatten, war er wieder schnell weg, wir hatten zu viele technische Fehler, zu viele Abspielfehler drin“, so die Analyse Kreuzers.

 

Ernste Miene bei Oliver Kreuzer. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Wenig Zeit für neue Impulse

Fakt ist, bis zur Partie gegen Holstein Kiel bleibt dem KSC wenig Zeit. Schwartz verspricht an den nötigen „Stellschrauben zu drehen“. Deshalb seien eine taktische Umstellung und personelle Veränderungen durchaus denkbar. Für den Neuzugang Babacar Guèye, welchen der KSC vom SC Paderborn verpflichtete, kommt die Partie aber wahrscheinlich noch zu früh.

Immer wieder betonte Schwartz das Vertrauen in seine Mannschaft, diese habe sich „oft gegen Widerstände gestemmt“ und sich „oft wieder rausgekämpft“. Dabei appelliert er auch an die Fans des Karlsruher Sport-Clubs und erinnert abermals an die Aufstiegssaison: „Die Fans haben uns mitgeholfen, in diese Liga zu kommen. Das war auch eine Gemeinschaftsproduktion. Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um gemeinsam diese Mission Klassenerhalt zu schaffen.“ Die Forderung von Schwartz an seine Mannschaft ist dabei mehr als deutlich: „Am Samstag wird es wieder ein anderes Spiel geben, das erwarte ich von der Mannschaft.“

 

Der Gegner – Holstein Kiel

Mit Holstein Kiel gastiert am Samstag ein unbequemer Gegner im Wildparkstadion. Zwar wartet Kiel bereits seit vier Spielen (eine Niederlage und drei Unentschieden) auf einen Sieg, doch steht der Verein im gesicherten Mittelfeld auf Platz 10. Das Team von Trainer Ole Werner fühlt sich auf fremden Rasen wohler als im eigenen Stadion, vier der insgesamt sechs Saisonsiege gelangen Auswärts. Für den Kieler Mittelfeldakteur Jonas Meffert wird es eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte – 62 Einsätze absolvierte er im Karlsruher Trikot.

Das Hinspiel konnte Kiel mit einem 2:1-Sieg für sich entscheiden. Damit es im heimischen Stadion anders läuft, muss der KSC nun den Worten des Trainers und Sportdirektors Taten folgen lassen. Dieser Tatsache ist sich ebenfalls Alois Schwartz bewusst: „Reden ist etwas anderes wie tun. Ich fordere nicht nur reden, sondern auch tun.“

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