News aus Baden-Württemberg
Weihnachtsmarkt in Pforzheim gibt wegen Corona-Regeln auf

News aus Baden-Württemberg Weihnachtsmarkt in Pforzheim gibt wegen Corona-Regeln auf

Quelle: David Schwarz

Seit Mittwoch gelten im Südwesten strengere Vorgaben um der Ausbreitung des Coronavirus etwas entgegenzusetzen. Die Neuregelungen sorgen dafür, dass manche Weihnachtsmärkte frühzeitig schließen.

Die Liste der Weihnachtsmärkte, die coronabedingt absagen, wird im Südwesten länger. Fast zeitgleich mit der Warnung von Innenminister Thomas Strobl (CDU), wonach «Gedränge und Menschenmengen» ein optimales Umfeld für das gefährliche Virus bieten, wurde am Mittwoch bekannt, dass unter anderem die Märkte in Freiburg und in Pforzheim vorzeitig beendet werden.

So teilten die Organisatoren in Freiburg mit, dass aufgrund der am Dienstag vom Land Baden-Württemberg veröffentlichten Coronaverordnung – und der damit einhergehenden neuen Vorgaben – der Freiburger Weihnachtsmarkt von Donnerstag an vorzeitig geschlossen bleibt.

Im Südwesten gilt seit Mittwoch bei Veranstaltungen und in Bars sowie in Clubs 2G plus. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen Test vorweisen können. Zudem gibt es in Hotspot-Regionen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

«Die neue Landesverordnung verhindert die Weiterführung des Freiburger Weihnachtsmarktes in der Innenstadt. Für die Händlerinnen und Händler ist das ein herber Schlag», wird Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) in einer Mitteilung zitiert. Die Organisatoren beklagten zudem, die neue Verordnung des Landes sei so kurzfristig veröffentlicht worden, dass den Veranstaltern kein zeitlicher Handlungsspielraum bleibe. Der Weihnachtsmarkt hatte am vergangenen
Donnerstag begonnen.

Zuvor hatte bereits die Stadt Pforzheim mitgeteilt, dass der Weihnachtsmarkt von Donnerstag an geschlossen wird, der erst am Montag eröffnet hatte. Demnach sei nicht mehr daran zu denken, den Weihnachtsmarkt nach den neuen Vorgaben des Landes und angesichts hoher Inzidenzzahlen so zu organisieren, so «dass die Sicherheit der Besucher gewährleistet werden kann und dass der Markt auch für die Schausteller noch Sinn macht».

Vor allem die seit Mittwoch geltende 2G-Plus-Regel auf dem gesamten Markt sowie die Anwendung der 50 Prozent-Regel, bei der nur noch die Hälfte der sonst üblichen Besucherinnen und Besucher auf den Weihnachtsmarkt dürfen, seien problematisch. Eine dafür notwendige komplette Umzäunung des Weihnachtsmarkts würde die Zugänglichkeit für den regulären Handel, für Anlieger und Anwohner unterbinden, argumentiert die Stadt.

«Aufgrund der aktuellen Lage und der damit einhergehenden verschärften Maßnahmen» wurde indes auch der Adventsmarkt in Konstanz am Mittwoch vorzeitig beendet, wie auch die Organisatoren vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mitteilten. Das ursprünglich ausgearbeitete 2G-Konzept sei mit der nun geltenden landesweiten Alarmstufe 2 nicht mehr vereinbar. Die Stadt Friedrichshafen hat die für Freitag geplante Öffnung der Bodensee-Weihnacht ebenfalls aus diesem Grund abgesagt, das Hüttendorf wird wieder abgebaut, wie es hieß.

 

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