News aus Baden-Württemberg
Weniger Privatinsolvenzen in Baden-Württemberg nach Ausnahmejahr

News aus Baden-Württemberg Weniger Privatinsolvenzen in Baden-Württemberg nach Ausnahmejahr

Quelle: Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild
dpa

Höhere Preise für Energie oder die Miete bringen immer mehr Verbraucher in Bedrängnis. Wer sich überschuldet, muss irgendwann Privatinsolvenz anmelden. Menschen im Südwesten sind davon eher selten betroffen – die Zahlen ziehen aber langfristig an.

Die Zahl der Privatpleiten im Südwesten ist im vergangenen Jahr gesunken, liegt aber deutlich über dem Wert von vor der Corona-Pandemie. Nach einem sprunghaften Anstieg im Jahr 2021 verzeichnete die Wirtschaftsauskunftei Crif nun 9282 Fälle. Das waren 15,7 Prozent weniger als im Jahr 2021, als eine Gesetzesänderung nach Einschätzung der Experten die Zahlen in die Höhe getrieben hatte. Für das laufende Jahr rechnet Crif angesichts der angesichts der hohen Inflation mit erheblichen Problemen bei einkommensschwachen Haushalten und in der Folge mit vielen Privatinsolvenzen.

Im Vergleich zum Jahr 2019 zog die Zahl der Privatpleiten in Baden-Württemberg hingegen im Vergleich zum Bundesschnitt besonders deutlich an. Das Plus lag bei 18,6 Prozent. Mit 83 Fällen je 100 000 Einwohner waren die Menschen im Südwesten aber nach wie vor eher selten betroffen. Niedriger lag die Zahl nur in Bayern.

Die Wirtschaft befinde sich weiterhin im Krisenmodus, erklärte Crif-Geschäftsführer Frank Schlein am Mittwoch. «Durch die weiter steigenden Kosten ist eine Verschuldungswelle in Deutschland möglich. Wenn die Kosten stark steigen, wird es für Personen, die schon bislang am Existenzminimum leben, schwierig.» Bei vielen seien auch die finanziellen Reserven nach der Corona-Zeit aufgebraucht.

2021 hatten sich die Zahlen zum Vorjahr nach zehn Jahren mit zurückgehenden Werten nahezu verdoppelt, weil viele Schuldner die Insolvenzrechtsreform abgewartet haben. Sie hat dazu geführt, dass Verbraucher nach drei statt nach vorher weitgehend üblichen sechs Jahren von ihren Restschulden befreit werden können. Die Verkürzung galt rückwirkend ab 1. Oktober 2020.

 

 

Weitere Nachrichten

235 Millionen Euro Förderung für Städtebau in Baden-Württemberg bewilligt

Der Städtebau in Baden-Württemberg wird in diesem Jahr nach Angaben der Landesregierung mit rund 235 Millionen Euro gefördert.

Erste Tarifrunde für Chemieindustrie in Karlsruhe endet ohne Ergebnis

Für mehr als 70.000 Beschäftigte der Chemie- und Pharmabranche im Südwesten soll es nach Gewerkschaftsvorstellungen mehr Geld geben. In der Krise undenkbar, meinen die Arbeitgeber.

Laut Dehoga: Lage für Betriebskantinen weiterhin herausfordernd

Die Corona-Krise schlägt auch bei den Betriebskantinen zu Buche - mit einem dicken Minus. Aber das ist nicht das einzige Problem, mit dem die Branche hadert.

Europa-Park startet neue Achterbahn "Voltron Nevera"

In einem südlichen Adria-Ambiente dreht die neue Achterbahn des Europa-Parks ihre Runden. Im Mai gibt es dann einen weiteren Neubeginn in der Freizeitanlage.

Volocopter in Bruchsal: CSU wirft Aiwanger Blockade von Umzug nach Bayern vor

Die CSU hat dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vorgeworfen, eine Bürgschaft für den Elektro-Helikopter-Hersteller Volocopter und damit den Umzug des Start-ups nach Bayern zu blockieren.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.