Auch Bauarbeiter müssen Abstand halten
Wenn Homeoffice keine Option ist: Alltag bei der Kombilösung hat sich verändert

Auch Bauarbeiter müssen Abstand halten Wenn Homeoffice keine Option ist: Alltag bei der Kombilösung hat sich verändert

Quelle: Isabel Ruf

Möglichst wenige Kontakte: Genau dieses Vorgehen ist aktuell angesagt. Viele Firmen in Karlsruhe haben ihre Mitarbeiter daher ins Homeoffice geschickt. Doch das geht nicht überall: meinKA spricht mit Berufstätigen, die weiter die Stellung halten!

Verwaltung macht Homeoffice – Bauarbeiter natürlich nicht

Auf den schwierigen Baugrund unter Karlsruhe haben sich die Verantwortlichen der Kombilösung eingelassen, die Pleite einer Baufirma mit folgendem Baustopp konnte bewältigt werden. Nun steht eine neue große und organisatorische Herausforderung an: der Umgang mit der Corona-Krise!

Mittlerweile haben die beiden Großprojekte, der Umbau der Kaiserstraße und der Umbau der Kriegsstraße, bereits eine jahrelange Verspätung – auf der Zielgeraden wartet nun die Corona-Pandemie mit einigen Stolpersteinen. Klar ist: Für die Bauarbeiter ist kein Homeoffice möglich! Nur in einigen Bereichen, vor allem der Verwaltung und Planung, kann auch von zuhause aus gearbeitet werden, so Achim Winkel, der Pressesprecher für den großen Stadtumbau, „weil der Zugriff auf E-Mails und elektronische Datenbanken gesichert ist und sich gewissermaßen nur der Arbeitsplatz verlagert hat“. Aber das geht eben nicht bei jedem Mitarbeiter.

 

Auch die Grenzkontrollen sind ein Problem

So wurden auch auf den Baustellen Schritte eingeleitet, um eine Verbreitung der Virus-Erkrankung möglichst zu verhindern: „Alle Mitarbeiter – ob es die Arbeiter in der Kriegsstraße, die Handwerker beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels, Poliere, Ingenieure oder auch die KASIG-Mitarbeiter sind, sind angehalten, die einschlägigen Empfehlungen einzuhalten“, so Winkel weiter. „Allen Mitarbeitern wurden auch Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Solche und andere Regelungen haben den Arbeitsalltag verändert – aber nicht tiefgreifend.“

Doch nicht die Prävention allein sei die Herausforderung – vielmehr kommen tagtäglich neue Probleme auf. „Auch die Menschen, die an der Kombilösung arbeiten, sind in unterschiedlicher Weise von Corona betroffen – sei es, dass vereinzelt ein Verdachtsfall auftritt und der Mitarbeiter dann nicht an seinem Arbeitsplatz erscheint, sei es, dass ausländische Mitarbeiter wegen zeitweise geschlossener Grenzen für kurze Zeit Karlsruhe nicht erreichen konnten“, erklärt Winkel. Doch in vielen Fällen erledigen sich eben diese Probleme kurzfristig auch wieder – es ist also eine stetige Planung von Nöten. Doch auch in Zeiten der Krise wird „natürlich weiter betoniert, weiter in den unterirdischen Haltestellen gebohrt und montiert.“

 

Aussage über Verzögerung der Inbetriebnahme noch nicht möglich

Doch Winkel und das Team der KASIG ziehen auch positive Schlüsse aus der Situation: „Mitarbeiter sehen, dass es manchmal eben doch mit einer Videokonferenz getan sein kann und Wege und Reisezeit gespart wird.“ Doch nicht überall könne auf den persönlichen Kontakt verzichtet werden: So manche Besprechung oder der Austausch von Plänen könne eben dann doch nicht durch eine elektronisch assistierte Konferenz ersetzt werden. Doch: „Am Ende der Corona-Krise wird sich der Arbeitsalltag verändert haben – für die Einen mehr, für Andere vielleicht weniger“, zieht Achim Winkel das Fazit.

Auf eine andere Frage, die nun ebenfalls im Raum steht, kann er hingegen noch keine Auskunft geben: Wie sieht es mit dem Zeitplan aus – kann er eingehalten werden? Darüber möchte man bei der KASIG aktuell noch nicht spekulieren. „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir die von uns gesetzten Termine fest im Blick: Juni 2021 Inbetriebnahme des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels und Dezember 2021 für die Kriegsstraße“, so Winkel. Ob es vielleicht doch noch zu weiteren Verzögerungen kommt, hängt allerdings auch davon ab, wie lange die Restriktionen zum Schutz vor Ansteckung in Karlsruhe und international noch eingehalten werden müssen.

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