News aus Baden-Württemberg
Wohl wieder Millionenschaden nach Brand in Pforzheimer Entsorgungsfirma

News aus Baden-Württemberg Wohl wieder Millionenschaden nach Brand in Pforzheimer Entsorgungsfirma

Quelle: Markus Rott
dpa

Mehr als zwölf Stunden sind Feuerwehrleute wegen eines Brandes bei einer Entsorgungsfirma in Pforzheim im Einsatz. Schlimmeres können sie verhindern. Aber es hat hier nicht zum ersten Mal gebrannt.

Nach einem erneuten Brand binnen vier Wochen bei einer Pforzheimer Entsorgungsfirma schätzt die Polizei den Schaden auf mehrere Millionen Euro. Rund 40 Tonnen Abfallstoffe, vorwiegend aus Papier und Holz, waren nach Angaben vom Mittwoch in Brand geraten. Eine Lagerhalle brannte aus. «Eine Aussage zur Brandursache kann noch nicht getroffen werden», hieß es seitens der Ermittler. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben ab Dienstagnachmittag rund zwölf Stunden voll im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Mittwochvormittag.

Ein Sprecher der Firma Alba machte keine Angaben zur Schadenshöhe. Es dauere, bis die Versicherung diese ermittelt habe. «Wir halten die Ermittlungsbehörden dazu an, äußerst genau nach der Brandursache zu suchen», erklärte der Sprecher. «Nach dem zweiten Feuer ist Brandstiftung nicht mehr auszuschließen.» Am 28. Juli war eine andere Lagerhalle auf dem Gelände komplett abgebrannt. Damals wurden mehrere Pressmaschinen und Fahrzeuge zerstört – es entstand nach Polizeiangaben ein Schaden in Höhe von rund fünf Millionen Euro.

Eine Brandschneise habe am Dienstag verhindert, dass sich das Feuer auf eine benachbarte Halle ausbreitet, teilte der Alba-Sprecher mit. Löschwasservorräte und ein nahe gelegener Hydrant hätten wohl Schlimmeres verhindert. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr berichtete, mehrere Strahlrohre und Wasserwerfer eingesetzt zu haben. Mit einem Radlader des Betriebs und einem Kettenbagger des Technischen Hilfswerks sei Material aus der rund 1400 Quadratmeter großen Halle ins Freie befördert worden.

Während der Löscharbeiten sperrte die Polizei zeitweise die Bundesstraße 294 sowie den parallel laufenden Schienenverkehr Richtung Neuenbürg (Enzkreis). Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App «Nina» informiert und aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

 

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