News aus Baden-Württemberg
3,6 Millionen Euro: Karlsruhe verzeichnet höhere Einnahmen durch Bußgelder

News aus Baden-Württemberg 3,6 Millionen Euro: Karlsruhe verzeichnet höhere Einnahmen durch Bußgelder

Quelle: Christoph Soeder
dpa

Wer in der Stadt mit zu hohem Tempo unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Die Bußgelder für solche Vergehen wurden erhöht – und bescheren den Kommunen steigende Einnahmen.

Zu schnell unterwegs oder bei Rot über die Ampel: Die Bußgeld-Einnahmen der Städte im Südwesten sind im ersten Halbjahr 2022 deutlich gestiegen. In der Landeshauptstadt Stuttgart summierten sie sich in diesem Zeitraum auf 11,5 Millionen Euro. Das sei eine Steigerung um 5,2 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

Als Gründe für den Anstieg sieht die Stadt zum einen eine Steigerung der verhängten Bußgelder. Rund 525.000 Mal stellten die Behörden im ersten Halbjahr einen Bescheid aus (2021: 444 500). Zum anderen verwies sie auf die Erhöhung der Verwarn- und Bußgelder.

Seit vergangenem November gilt in Deutschland ein erneuerter Bußgeldkatalog – wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt und geblitzt wird, muss nun 70 statt 35 Euro zahlen.

Karlsruhe verzeichnet ebenfalls Mehreinnahmen aus Bußgeldern – um 3,6 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Die Einnahmen durch Verstöße im fließenden Verkehr, also etwa Tempoüberschreitungen, waren laut Stadt dabei etwa doppelt so hoch wie im ruhenden Verkehr. Auch hier vermutet die Stadt die erhöhten Bußgeldsätze als Grund. Die Zahl der Kontrollen sowie der Fallzahlen seien nahezu gleich geblieben.

In Mannheim beliefen sich die Bußgeldeinnahmen im ersten Halbjahr 2022 auf 6,3 Millionen Euro. Vor der Pandemie, im ersten Halbjahr 2019, nahm die Stadt noch 4,3 Millionen Euro aus Bußgeldern ein. Bei den gestiegenen Einnahmen spiele die Erhöhung der Regelsätze des Bußgeldkatalogs eine wesentliche Rolle, erläuterte die Sprecherin. Die Fallzahlen blieben in Mannheim konstant.

Mehr Einnahmen für die Stadtkasse gab es auch in Ulm. Da dort den Angaben zufolge nicht mehr kontrolliert wurde und die Zahl der Ordnungswidrigkeiten nicht gestiegen ist, liegt ein Zusammenhang mit den erhöhten Bußgeldern nahe.

 

Weitere Nachrichten

140.000 Fahrzeuge pro Tag: Engelbergtunnel Richtung Karlsruhe nun einspurig befahrbar

Für die staugeplagten Orte rund um den wochenlang gesperrten Engelbergtunnel gibt es eine erste Entlastung: Der Verkehr auf der A81 läuft vorerst wieder auf einer Spur.

Nach dem Unglück in der Schweiz: Wie sicher sind eigentlich Seilbahnen?

Einen Tag nach dem Seilbahn-Unglück in der Schweiz ist die genaue Ursache unbekannt. Klar ist aber: Die Vorschriften sind sehr streng und solche Unglücke kommen nur selten vor.

Regierungsbildung in BW: Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU deuten sich an

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist nur eine Koalition zwischen Grünen und CDU realistisch. Bislang schweigen sich beide Parteien weiter aus. Nun scheint es Bewegung zu geben.

Bärlauch sammeln: Was erlaubt ist und wann Bußgelder drohen

Im Frühling lockt Bärlauch viele Sammler in die Natur. Wer aber zu gierig pflückt oder an den falschen Stellen zugreift, riskiert nicht nur Ärger mit der Natur, sondern auch ein saftiges Bußgeld.

Vor KSC-Heimspiel: "Absolut geschärfte Sinne" bei Greuther Fürth

Fürths Trainer Heiko Vogel hat eine gute Nachricht: Julian Green kehrt nach langer Pause zurück. Der Mittelfeldspieler soll mithelfen, das Rekordduell gegen den Karlsruher SC zu gewinnen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.