News aus Baden-Württemberg
55.000 Adressen in Baden-Württemberg von Hochwasser bedroht

News aus Baden-Württemberg 55.000 Adressen in Baden-Württemberg von Hochwasser bedroht

Quelle: Thomas Frey/dpa
dpa

Die Hochwasser der vergangenen Jahre zeigen, wie wichtig Hochwasserschutz ist. Laut Experten wird der Klimawandel die Situation noch verschärfen. Der Südwesten hat jetzt schon reichlich Adressen in Überschwemmungsgebieten.

In Baden-Württemberg sind laut einer Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 55.000 Adressen von Hochwasser bedroht. Die Gebäude – darunter Wohnhäuser, gewerbliche Bauten, landwirtschaftliche oder öffentliche Gebäude – liegen größtenteils in Überschwemmungsgebieten (54 566 Adressen). In sogenannten Hochwassergefahrenflächen liegen nur 27 von mehr als drei Millionen Adressen landesweit, wie der GDV am Dienstag mitteilte.

Die meisten hochwassergefährdeten Gebäude liegen demnach im Landkreis Rastatt – von den rund 64.000 Adressen sind mehr als 4600 (7,3 Prozent) durch ihre Lage an Gewässern, wie etwa der Murg, gefährdet. Es folgen Main-Tauber-Kreis und der Rems-Murr-Kreis mit 2200 (4,4 Prozent) und 4100 (3,5 Prozent) Adressen in Überschwemmungsgebieten.

Die Untersuchung zeigt, wie immens die Hochwassergefahr in den Regionen ist und welches Katastrophenpotential dadurch entstanden ist. «Obwohl die Zahlen amtlich und öffentlich bekannt sind, steht Prävention nicht auf der politischen Tagesordnung, sondern nur die Debatte um die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Naturgefahren», sagt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.

Der Untersuchung zufolge hat Sachsen von allen Bundesländern den höchsten Anteil gefährdeter Adressen. Hier liegen knapp 3 Prozent der Adressen in Überschwemmungsgebieten. Dahinter folgen Thüringen mit rund 2,7 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 2 Prozent. Am wenigsten betroffen sind Schleswig-Holstein (0,16), Hamburg (0,08) und Berlin (0,04). Deutschlandweit gibt es rund 22,4 Millionen Adressen.

Starkregen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Südwesten Versicherungsschäden an Wohngebäuden von rund 925 Millionen Euro verursacht. Von 2002 bis 2021 waren 66 von 1000 Wohnhäusern von einem Starkregenschaden betroffen. Das zeigt eine Analyse, die der GDV Mitte 2023 veröffentlichte. Hausbesitzer mussten im Schnitt rund 6600 Euro bezahlen, um die Schäden zu beheben. Versicherer und Meteorologen fürchten, dass derartige Regenfälle künftig häufiger auftreten und damit auch die Schäden weiter zunehmen werden.

 

Weitere Nachrichten

ADAC warnt vor mehr Staus durch Lkw am Wochenende

Lkw rollen auch an den kommenden Wochenenden über Autobahnen wie die A5, A6, A8 und A81. Warum das vor allem Urlauber auf der Rückreise interessieren sollte und was das Niedrigwasser damit zu tun hat.

Wird Trinkwasser in Baden-Württemberg knapp? Das sagen die Versorger

Angesichts der anhaltenden Trockenheit ist die Trinkwasserversorgung in Baden-Württemberg aktuell ein Thema. Mehrere Versorger ordnen die Lage ein.

Schwimmbad und Eis: So sind die Preise für typische Sommerangebote gestiegen

Ein Schwimmbadbesuch oder ein Eis gehören für viele Menschen einfach zu den Ferien dazu. Doch wie haben sich die Preise im Vergleich zum Sommer 2025 entwickelt? Das Statistische Landesamt klärt auf.

Wetterprognose: Hitze macht Pause - wann endlich der Regen kommen soll

Es bleibt noch heiß und trocken. Aber die Hoffnung auf Regen wächst: Der Wetterdienst prognostiziert einen Wechsel – könnte aber sein, dass nicht alle Regionen etwas abbekommen.

Drogenhandel per Post im Kreis Karlsruhe: Drei Verdächtige in U-Haft

Die Polizei hat ein Trio festgenommen, das Drogen verkauft und per Post verschickt haben soll. Bei Durchsuchungen wurden größere Mengen synthetischer Drogen sichergestellt. Was dazu bekannt ist.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.