Von Gesellschaftsspiel bis Strategiespiel
Spiel & Spaß zuhause: 7 Spiele-Tipps gegen die Langeweile

Von Gesellschaftsspiel bis Strategiespiel Spiel & Spaß zuhause: 7 Spiele-Tipps gegen die Langeweile

Quelle: Pixabay

Zusammen ein Spiel zu spielen ist in der aktuellen Corona-Zeit optimal, um alles herum auszublenden und gemeinsam Zeit zu verbringen. Doch die Auswahl ist riesig – von Spielen für Kinder über Knobel-Spiele oder Wort-Spiele gibt es alles. meinKA stellt 7 Spiele vor.

Spiele – Geselliger Zeitvertreib für die Familie

Es gibt einige Klassiker unter den Spielen, die viele daheim haben. Dazu zählen sicherlich Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, Die Siedler von Catan oder Monopoly. Doch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie, in der man viel mehr Zeit als sonst in den eigenen vier Wänden verbringt, sind auch diese Dauerbrenner irgendwann „durchgespielt“. Zeit also, den Spieleschrank auf Vordermann zu bringen und sich ein paar neue Spiele zuzulegen, die Spaß für die ganze Familie versprechen.

Die Auswahl an Spielen ist riesig, deshalb hat meinKA sieben Tipps für den geselligen Zeitvertreib in der Familie. Viel Spaß!

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Just One – es geht um nur ein Wort

„Just One“ ist ein kooperatives Partyspiel und das Spiel des Jahres 2019. Es überzeugt durch seine Einfachheit – neue Spieler können total schnell einsteigen, ohne vorab tausend Regeln erklärt zu bekommen. Gleichzeitig zieht „Just One“ sofort in seinen Bann und je länger man dranbleibt, umso mehr spielt sich die Gruppe ein. Quasi Teambuildung während der Corona-Krise – und unbedingt ein Spiele-Tipp!

Darum geht’s bei „Just One“

Ein Spieler aus der Runde ist an der Reihe und muss einen geheimen Begriff erraten. Seine Mitspieler versuchen, ihm zu helfen, indem jeder verdeckt einen Begriff – einen Hinweis als Hilfestellung – aufschreibt, den er mit dem gesuchten Wort assoziiert. Die anderen Spieler dürfen sich aber nicht absprechen.

Hier ist Kreativität gefragt, denn wenn zwei Spieler denselben Hinweis aufschreiben, sind beide ungültig und der ratende Spieler bekommt sie nicht zu sehen. Es gilt also, einen Hinweis zu finden, der nur zu offensichtlich, aber auch nicht zu weit hergeholt ist. Nachdem alle ihren Begriff aufgeschrieben haben, werden die Hinweise verglichen und doppelte aussortiert. Dann hat der ratende Spieler nur eine einzige Chance, um das richtige Wort herauszubekommen – eben „Just One“. Schafft er es, bekommt die Gruppe einen Punkt, schafft er es nicht, verliert die Gruppe die Karte und den Punkt. Das Ziel ist es, gemeinsam möglichst viele geheimen Wörter zu erraten.

Beispiel: „Katze“ kann man mit „Tier“, „Schnurren“, „Kralle“ erklären, aber es können auch Hinweise wie „Musical“ oder „Alf“ aufgeschrieben werden.

 

 

Exit – Das Escape-Room-Erlebnis für Zuhause

Auch Escape Rooms sind während der Corona-Zeit geschlossen, doch jetzt kommt die gute Nachricht: Tüftler und Knobler müssen auch in diesen Wochen nicht auf ihre Rätsel verzichten. Die Exit-Reihe bringt das Vergnügen nach Hause. Das Spiel ist auch hier ein Wettlauf gegen die Zeit und die cleveren Rätsel sorgen für Spannung und Herausforderung für das Team. Dabei gibt es Spiele in verschiedenen Schwierigkeitsstufen – für Escape-Room-Einsteiger bis Rätsel-Profis.

Entdeckt versteckte Hinweise, beschreitet ungewöhnliche Wege und knackt den Code, bevor die Zeit abläuft!

Darum geht’s bei Exit

Es gibt zahlreiche verschiedene Ausgaben, denn jedes Spiel der Reihe ist nur einmal spielbar. Dann sind zum einen alle Rätsel gelöst, zum anderen werden die Materialien während der Suche nach der Lösung bemalt, zerschnitten oder geknickt. Dafür ist volle Konzentration nötig und vor allem Teamgeist, denn nur zusammen können alle Knobeleien geknackt werden. Wer Rätsel löst, bekommt einen Code aus drei Zahlen. Lösungskarten zeigen nun, ob der Code richtig ist oder falsch. Wenn die Zahlen stimmen, bekommt die Gruppe neue Karten mit noch mehr Rätseln. Und kommt man gar nicht weiter, gibt es auch Karten mit Tipps.

Zu viel darf an dieser Stelle natürlich nicht über die einzelnen Abenteuer verraten werden. Die Herausforderungen führen die Gruppe zum Beispiel in eine verlassene Hütte, in ein geheimes Labor oder in die Grabkammer des Pharao. Insgesamt sind zehn Rätsel zu knacken. Einen bis vier clevere Kombinierer braucht es, um das Spiel zu schaffen – in der Regel braucht man zwischen 45 und 90 Minuten.

 

 

Werwörter – Dorfbewohner vs. Werwölfe

Wer sich für ein sehr kommunikatives Spiel begeistern kann und Spaß am Gruppenerlebnis (3-10 Spieler) hat, macht mit „Werwörter“ nichts falsch. Hier hört man ganz genau zu und achtet auf seine Mitspieler – schließlich muss man herausfinden, wer auf welcher Seite steht. Die leichten Regeln machen es möglich, direkt loszuspielen und eine Runde geht nur fünf Minuten. Wer also wenig Zeit hat, für den ist „Werwörter“ optimal, doch Vorsicht: Vermutlich wollen Sie gar nicht mehr aufhören zu spielen, denn die Spannung ist von der ersten Minute an groß.

Darum geht’s bei „Werwörter“

Werwölfe bedrohen ein Dorf. Mithilfe eines Geheimworts lassen sie sich in die Flucht schlagen. Der Bürgermeister kennt dieses Wort, die Dorfbewohner versuchen, es herauszubekommen. Dabei dürfen sie dem Bürgermeister innerhalb der fünf Minuten Ja-/Nein-Fragen stellen. Die kostenlose App liefert 10.000 Begriffe zum Raten und Mitfiebern.

Vor dem Spiel werden verdeckt Rollen ausgelost. Neben dem Bürgermeister und den Dorfbewohnern gibt es die Seherin und den Werwolf. Jetzt kommt das Tückische: Neben dem Bürgermeister wissen nämlich auch die Seherin und der Werwolf das gesuchte Zauberwort. Die Seherin versucht, im Rateprozess so zu „raten“, dass sie die anderen auf die richtige Fährte lotst. Der Werwolf hingegen versucht durch seine Fragen zu verhindern, dass die anderen das Wort herausfinden.

Am Ende gilt es herauszufinden, wer der Werwolf war. Man hört also gut zu, wer welche Fragen stellt, wer wie viele stellt, ob jemand offensichtlich in die richtige Richtung drängt oder in die falsche. Nach Abschluss der Runde gibt es einen Abstimmungsprozess. Gleichzeitig zeigen alle auf die Person, von der sie denken, dass sie der Werwolf ist. Hat die Mehrheit die richtige Person ertappt, gewinnen die Dorfbewohner, ansonsten triumphiert der Werwolf.

 

 

Detective – ein mitreißender Kriminalfall

Ein definitiv abendfüllendes Spiel ist „Detective“. Hier sind die maximal fünf Spieler Ermittler der neu gegründeten Antares-Sonderbehörde, die mit einem Kriminalfall konfrontiert werden. Das Spiel fordert in fünf Fällen heraus, ein einzelner davon kann schon einmal bis zu drei Stunden dauern. Doch es wird den Spielern gar nicht lange vorkommen und der Aufwand lohnt sich.

Scheinen die fünf Fälle zunächst noch ohne Zusammenhang zu sein, enthüllen sie mit der Zeit eine mitreißende Kriminalgeschichte. Denn langsam wird eine Welt erschaffen, die sich auch an real historischen Fakten orientiert. Als Agenten begeben sich die Spieler in ein Labyrinth aus Mysterien und Verbrechen. Das Spiel ist extrem kooperativ: Jeder Hinweis wird besprochen, jede nächste Handlung diskutiert. Da das Spiel über mehrere Partien gespielt wird, ist es wichtig, sich zahlreiche Notizen in Mindmaps zu machen. 

Darum geht’s bei Detective

Es geht um eine goldene Uhr, die im Zweiten Weltkrieg in Polen geraubt wurde. 70 Jahre später taucht sie plötzlich in einem Auktionshaus in den USA wieder auf. Zunächst gibt es in jedem Fall ein ausführliches Briefing durch den Vorgesetzten.

Als Ermittler haben die Spieler Zugriff auf eine Datenbank, die eigens für das Spiel angelegt wurde und über eine Webseite erreichbar ist. Hier können die Spieler verschiedene Hinweise eingeben, in Aufzeichnungen alter Verhöre und Fälle einsehen oder verschiedene Spuren, die sie bereits haben – wie zum Beispiel Fingerabdrücke – vergleichen.  Für das Spiel selbst gibt es einen Plan mit Orten, unter anderem das Hauptquartier, das Labor, das Polizeirevier oder das Gerichtsgebäude. Außerdem gibt es Karten, von denen jede verschiedene Spuren enthält, denen man nachgehen kann. Aber welche Spur die Spieler verfolgen, welchen Hinweisen sie nachgehen und was sie hinten anstellen, müssen sie selbst entscheiden – denn die Zeit ist begrenzt. 

 

 

Wettlauf nach El Dorado – Welche Taktik ist die beste?

Gutes Timing ist alles beim „Wettlauf nach El Dorado“. Wie lange wartet man mit dem Austausch seiner Karten, und wann setzt man die erworbene Ausrüstung am besten ein? Frühzeitig starke Karten kaufen oder seine Expedition zuerst in gute Position bringen? Es führen viele Wege nach El Dorado, doch es bedarf einer ausgeklügelten Taktik.

Besonders gut kann „El Dorado“ auch zu zweit gespielt werden, es können aber bis zu vier mutige Expeditionsleiter ihr eigenes Team durch den Dschungel führen.

Darum geht’s bei „El Dorado“

In „Wettlauf nach El Dorado“ geht es in den Dschungel, wo die Spieler als Schatzsucher auf der Suche nach der Stadt aus Gold sind. Eigentlich ist es aber keine Suche, sondern ein Rennspiel. Jeder Spieler steuert einen Expeditionsleiter. Es geht durch den Dschungel, durch die Wüste und übers Wasser. Dafür braucht man beispielsweise Machete oder Paddel, für die passende Karten benötigt werden – und die kann man kaufen. Unter den Karten verstecken sich auch Helfer wie Forscher, Ureinwohner oder eine Millionärin. 

Mithilfe der Karten können sich die Spieler auf dem Feld bewegen oder sich neue Unterstützer anlegen, um ihre Ausrüstung zu verbessern, denn es gilt, auf dem Weg zum Ziel einige Hindernisse zu überwinden. Man steht immer wieder vor der Abwägung, ob man eine neue Karte kaufen sollte oder sich lieber bewegt. Eine andere Taktik ist auch, dem Gegner im Weg zu stehen.

Kaufen oder den Abenteurer nach vorne bringen – wie kommt man schneller ins Goldland? Es gilt, den richtigen Moment abzupassen, um loszustürmen.

 

 

Der Mysteriöse Wald – Merk-Spaß für Kinder

„Der Mysteriöse Wald“ ist ein kurzweiliges, grafisch toll produziertes und leicht zugängliches Merkspiel mit einem spannenden Thema für Kinder. Es eignet sich optimal für zwei bis vier kommunikative Abenteurer ab sechs Jahren und dauert etwa 20 Minuten. Inhaltlich dreht es sich um die Comicfigur Jonas und seine Reise durch den mysteriösen Wald. 

Für die Kinder geht es darum, sich Symbole zu merken, diese zu rekapitulieren und ein wenig Glück ist auch gefragt. Je weniger Spieler dabei sind, desto mehr müssen sich die, die mitspielen, sich merken – das kann zur anstrengenden Denksportaufgabe werden. 

Darum geht’s bei „Der Mysteriöse Wald“

Das Spiel beginnt wie ein Comic. Jonas findet auf dem Dachboden ein seltsames Gemälde, durch das er in einen mysteriösen Wald gelangt. Die Kinder machen sich mit Jonas auf einen Reisepfad, der mit allerlei Hindernissen gespickt ist. Doch jetzt kommt der Clou, denn die Spieler können vorab einen kurzen Einblick gewinnen, welche Abenteuer Jonas erwarten und ihn bestmöglich ausgerüstet in diese ziehen lassen.

Die Kinder erkunden zunächst die Strecke durch den Wald. Jede Karte im Wald zeigt, welche Ausrüstung sie auf diesem Weg brauchen – auch beim Kampf gegen den Endboss, die Insektenkönigin Draconia. Die Karten sollten sich die Kinder gut einprägen, denn im Anschluss können sie die richtige Ausrüstung erwürfeln. Von vier Würfeln dürfen sie sich zwei Gegenstände aussuchen. Diese packen sie gemeinsam in den Rucksack, den Jonas mitnimmt.

Dann wird es spannend, denn jetzt zeigt sich, ob die Spieler alle nötigen Gegenstände dabei haben. Auf jede Karte muss die passende Ausrüstung gelegt werden. Nur wenn alle Plättchen mit Objekten vorhanden sind, geht die Reise weiter – hoffentlich vorbei am Endboss und ab ins Ziel!

 

 

Die Quacksalber von Quedlinburg – Ab in den Kessel

„Die Quacksalber von Quedlinburg“ ist für zwei bis vier Spieler ausgelegt und dauert etwa 45 Minuten. Das Spiel ist unterhaltsam, es bedarf einiger strategischer Überlegungen, jedoch gibt es auch einen gewissen Glücksfaktor. „Die Quacksalber“ ist ein Spiel mit vielen Emotionen in kürzester Zeit: Schadenfreude, Frust und Jubel wechseln sich andauernd ab.

Das Grundprinzip ist schnell verstanden, alle strategischen Kniffe werden vielleicht aber erst bei der zweiten oder dritten Runde offensichtlicher. Das Grundspiel ist somit einsteigerfreundlich, durch zusätzliche Module kann man die Schwierigkeit aber noch erhöhen – ein Familienspiel mit Erweiterung also.

Darum geht’s bei „Die Quacksalber von Quedlinburg“

Alraunenwurzel, Geisteratem und Fliegenpilz… ab damit in den Kessel! Die Spieler sind Quacksalber und brauen sich jeder seinen einen Trank. Doch es gilt das Prinzip des Zufalls, denn sie ziehen Zutat für Zutat aus dem selbst zusammengestellten Vorratsbeutel. Die meisten Zutaten bringen positive Sondereffekte. 

Aber Vorsicht: Im Beutel sind auch Knallerbsen vorhanden und zu viele davon lassen den Kessel explodieren. Es gilt also, zur rechten Zeit aufzuhören und lieber eine kleine Portion zu kochen. Auf der anderen Seite: Je besser und effektiver der Trank wird, desto wertvoller ist er auch. Mit den Erträgen der gebrauten Tränke können dann neue Zutaten gekauft und damit immer bessere Tränke hergestellt werden. 

 

 

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