Corona in Baden-Württemberg
Alarmstufe? 406 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

Corona in Baden-Württemberg Alarmstufe? 406 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

Quelle: Sebastian Gollnow
dpa

Sie kommt, die Alarmstufe, da ist sich Gesundheitsminister Lucha so gut wie sicher. Der kritische Wert von 390 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen ist am Montag deutlich überschritten.

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg hat am Montag erstmals den für die Alarmstufe entscheidenden Wert von 390 überschritten und lag bei 406 (plus 27). Das teilte das Landesgesundheitsamt am Montagabend mit (Stand: 16.00 Uhr). Bei einem Überschreiten der Marke an zwei Tagen hintereinander wird die sogenannte Corona-Alarmstufe am Folgetag ausgerufen. Damit könnten ab Mittwoch deutlich schärfere Regeln gelten. Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden dann vermutlich von der Teilnahme am öffentlichen Leben im Südwesten weitgehend ausgeschlossen.

Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie bei den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Wer ungeimpft ist und nur einen Test vorweisen kann, bleibt dann auch im Kino, im Schwimmbad oder im Fitnessstudio, in Volkshochschulkursen und Musikschulen außen vor. Schulkinder müssen in der Klasse wieder Maske tragen. Damit die verschärften Corona-Maßnahmen außer Kraft treten, müssen die Schwellenwerte an fünf Werktagen in Folge unterschritten werden.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) ließ am Abend wissen: «Am morgigen Dienstag werden auf den Intensivstationen im Land aller Voraussicht nach am zweiten Werktag in Folge mehr als 390 Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandelt. Damit wird in Baden-Württemberg die sogenannte Alarmstufe ausgerufen.» Die Lage in den Krankenhäusern sei kritisch, Operationen müssten bereits verschoben werden.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Montag bei 5,1 (Sonntag: 4,73). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen sank auf 377 nach 385,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 3323 auf 710.310.

 

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