Wie beeinflusst Künstliche Intelligenz das Arbeiten und Lernen in der Region?
Aufbau des regionalen Kompetenzzentrums KARL in Karlsruhe gestartet

Wie beeinflusst Künstliche Intelligenz das Arbeiten und Lernen in der Region? Aufbau des regionalen Kompetenzzentrums KARL in Karlsruhe gestartet

Quelle: KIT/wbk

Am Donnerstag, 01. April 2021, startete in Karlsruhe der Aufbau des regionalen Kompetenzzentrums „Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe“ (KARL). Es ist eines von bundesweit bislang vier Kompetenzzentren, wird informiert.

Aufbau des Kompetenzzentrums KARL startet

Zum April startete in Karlsruhe der Aufbau des regionalen Kompetenzzentrums „Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe“ (KARL). Denn  die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation und Arbeitsinhalte vieler Beschäftigter haben, geht aus einer Pressemitteilung der Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft, hervor.

„Dies betrifft insbesondere auch die Region Karlsruhe als nationaler „Digital Hub für Angewandte KI“ und führendes IT Cluster in Europa. KARL soll durch eine ganzheitliche Untersuchung von KI-Anwendungen und den Aufbau von Musterlösungen in der Praxis dazu beitragen, diese Auswirkungen zu verstehen und in Wettbewerbsvorteile für die Unternehmen der Region und darüber hinaus zu verwandeln“, erklärt Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

 

Eines von bundesweit vier Kompetenzzentren

KARL ist eines von bundesweit bislang vier Kompetenzzentren, die innerhalb des BMBF-Förderschwerpunkts „Zukunft der Arbeit: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung“ ausgewählt wurden. Es wird über die ersten vier Jahre mit insgesamt knapp 8 Millionen Euro gefördert. Koordiniert wird das Vorhaben vom Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) der Hochschule Karlsruhe.

„Wir verfolgen mit KARL das Ziel, im engen Verbund von Wissenschaft und Praxis menschzentrierte KI-unterstützte Arbeits- und Lernsysteme zu konzipieren und in konkreten Praxisanwendungen zu veranschaulichen“, so Prof. Dr. Steffen Kinkel, Leiter des ILIN und Koordinator von KARL.

 

Weitere Karlsruher Unternehmen & Institutionen beteiligt

An dem Vorhaben sind zudem renommierte Wissenschaftsorganisationen der Region, wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (IFAB) und dem wbk Institut für Produktionstechnik sowie die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) und dem Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) beteiligt.

Sowie zehn führende Unternehmen bei der Entwicklung und Anwendung KI-basierter Lösungen und das CyberForum e.V. als führendes Hightech-Unternehmer-Netzwerk der Region.

 

Der Fokus liegt auf vier Anwendungsbereichen

Die Forschungsarbeiten von KARL konzentrieren sich, so die Pressemitteilung, auf fünf Gestaltungsfelder, die im Rahmen der betrieblichen Einführung und Nutzung von KI-unterstützten Arbeits- und Lernsystemen besonders wichtig sind. Hierzu gehören:

  • Auswahl geeigneter Methoden und Einführungsprozesse
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit der KI-basierten Lösungsvorschläge
  • Qualifizierung und Lernen durch und für KI
  • Datenqualität und -schutz
  • ethische und rechtliche Fragen der Einführung und Anwendung von KI-Systemen

Der Fokus der Untersuchung und Erprobung liegt demnach auf den vier Anwendungsbereichen Mobilität, wissensintensive Dienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Bildung, die in der Region Karlsruhe besonders stark vertreten sind. KI-Systeme werden hier zunehmend eingesetzt und üben prognostisch einen Einfluss auf zukünftige Arbeits- und Lernsysteme aus.

 

Online-Plattform vernetzt & repräsentiert reale Orte

„Die im Forschungsprojekt entstehenden KI-unterstützten Arbeits- und Lernsysteme konzipieren wir zusammen mit den Praxispartnern, erproben sie und setzen sie anschließend in Demonstratoren um. Gemeinsam mit der Hochschule Karlsruhe, den beteiligten Instituten des KIT und den anderen Forschungseinrichtungen wollen wir mit den entstehenden Demonstratoren sowohl KI als auch deren Auswirkungen auf den Menschen erfahrbar machen“, so Professorin Gisela Lanza, Leiterin des wbk Instituts für Produktionstechnik und KARL-Projekt-Koordinatorin am KIT.

Eine Online-Plattform vernetzt und repräsentiert reale Orte des Erlebens, Ausprobierens und Erlernens wie beispielsweise Lernfabriken, Reallabore oder Demonstratoren der Praxispartner. „Mit der Plattform wird unser KI Standort Karlsruhe rund um den Digital Hub Angewandte KI erweitert und eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die interessierten Akteuren einen niedrigschwelligen Zugang zu den entwickelten Vorzeigelösungen an der Schnittstelle KI, Arbeit und Lernen bietet“, erläutert David Hermanns, Geschäftsführer des CyberForum.

 

Nachhaltiger Kompetenzaufbau soll gewährleistet sein

Weiterhin fließen die Ergebnisse in Aus- und Weiterbildungsangebote der beteiligten Hochschulen ein, um einen nachhaltigen Kompetenzaufbau zu gewährleisten, wird informiert. Diese offenen Zugänge zu den entwickelten Lösungen sollen die Möglichkeit bieten, die Potenziale von KI für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe bestmöglich auszuschöpfen.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt KARL wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung. Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut, geht weiter aus der Meldung hervor.

 

Weitere Nachrichten

Krankheitserreger: Stadtverwaltung Karlsruhe rät vom Baden in der Alb ab

Die anhaltende Trockenheit, ausbleibende Niederschläge sowie die ungewöhnlich hohen Temperaturen setzen den städtischen Gewässern in Karlsruhe zu. Aktuell betrifft dies die Alb, teilt die Stadtverwaltung mit und rät daher vom Baden in dem Fluss ab.

Feuer im Hardtwald: Unbekannter legte mutmaßlich mehrere Waldbrände

Ein Unbekannter ist wohl für drei Waldbrände zwischen Mittwoch, 03. August, und Dienstag, 09. August 2022, im Hardtwald nördlich von Karlsruhe verantwortlich. Das Fachdezernat der Kriminalpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen.

Gemeinsame Lösung: So sollen die Stadtbahntunnel-Aufzüge hitzebeständiger werden

Da kürzlich, aufgrund der hohen Temperaturen, Stadtbahntunnel-Aufzüge in Karlsruhe aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden mussten, wollen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe nun zusammen mit der KASIG und dem Aufzughersteller Schindler das Problem beheben.

Als Straßenbahn einfuhr: Mann wird in Karlsruhe ins Gleisbett gestoßen

Zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr kam es am Dienstag, 09. August 2022, an der Straßenbahnhaltestelle Yorckstraße in Karlsruhe. Hier soll ein 53-jähriger Mann einen 52-Jährigen in das Gleisbett gestoßen haben als eine Straßenbahn einfuhr.

Karlsruhe auf "Energie-Sparkurs": Kann die Stadtwerke EISZEIT stattfinden?

Weniger Tageslicht und kühlere Temperaturen sorgen im Winter für einen steigenden Energieverbrauch. Wegen der drohenden Gas-Krise wird daher zum Sparen aufgerufen. Doch könnte sich der "Energie-Sparkurs" auch auf die Karlsruher EISZEIT auswirken?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.