Corona in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg geht mit stufenweiser Öffnung mit: Aber Vorbehalte

Corona in Baden-Württemberg Baden-Württemberg geht mit stufenweiser Öffnung mit: Aber Vorbehalte

Quelle: Marijan Murat

In gut vier Wochen sollen so gut wie alle Corona-Schutzmaßnahmen wegfallen. Baden-Württemberg trägt das zwar mit. Aber Kretschmann warnt vor einer «Öffnung ohne Absicherung» und dringt auf Nachbesserungen.

Baden-Württemberg zieht bei den von Bund und Ländern geplanten weitreichenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen grundsätzlich mit. In dem von Bund und Ländern am Mittwoch beschlossenen Drei-Stufen-Plan heißt es: «In einem dritten und letzten Schritt ab dem 20. März 2022 sollen alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen entfallen, wenn die Situation in den Krankenhäusern dies zulässt.»

Allerdings dringt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) darauf, dass die Länder auch nach dem 20. März noch tiefgreifende Corona-Maßnahmen verfügen können. Er ließ in das Beschlusspapier eine entsprechende Protokollerklärung einfügen. Damit die Länder ihre Möglichkeiten behalten, müsste die Koalition aus SPD, Grünen und FDP im Bundestag einen neuen Beschluss des Infektionsschutzgesetzes herbeiführen. Ansonsten könnten die Länder nicht mal mehr das Tragen von Masken vorschreiben.

Bund und Länder beschlossen am Mittwoch zudem, dass in einem ersten Schritt Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene komplett wegfallen. Die Zugangsregel im Einzelhandel nur für Geimpfte und Genesene (2G) soll gekippt werden – im Südwesten war diese Regel noch in der Alarmstufe II vorgesehen. Es müssten im Handel aber medizinische Masken getragen werden.

In einem zweiten Schritt soll demzufolge ab dem 4. März der Zugang zur Gastronomie und Hotellerie nicht nur Geimpften und Genesenen, sondern auch Personen mit negativem Test (3G) ermöglicht werden. Bei überregionalen Großveranstaltungen – inklusive Sport – soll gelten: im Innenbereich eine Auslastung bis 60 Prozent der Höchstkapazität, das heißt maximal 6000 Zuschauer. Im Außenbereich sollen bis zu 75 Prozent der Höchstkapazität, maximal 25.000 Zuschauer, zugelassen werden.

In der Protokollerklärung des Lande heißt es: «Baden-Württemberg fordert die Bundesregierung auf, mit Blick auf das Infektionsschutzgesetz eine Lösung auf den Weg zu bringen, die es den Ländern ermöglicht, auch nach dem 19. März 2022 notwendige Infektionsschutzmaßnahmen zu ergreifen.»

Kretschmann dringt schon länger darauf, dass der «Instrumentenkasten» der Länder für den Ernstfall gefüllt bleiben müsse. Baden-Württemberg mahnt in der geplanten Protokollerklärung: «Die gemeinsam von Bund und Ländern angestrebten Öffnungsschritte erfordern eine Absicherung durch geeignete Maßnahmen. Zudem muss gewährleistet werden, dass die Länder auf den hoffentlich nicht eintretenden Fall unerwartet stark ansteigender Fälle mit einer Überlastung der Krankenversorgung angemessen reagieren können. Eine Öffnung ohne Absicherung widerspricht dem Vorsorgeprinzip.»

Das Land fordert deshalb, dass es auch nach dem 20. März möglich bleiben müsse, Kultur- und Sportveranstaltungen zu untersagen oder die Zuschauerzahl zu beschränken. Zudem sollen Arbeitgeber ihre Beschäftigten auch weiter testen können.

Zudem sprach sich die Landesregierung zusammen mit Hessen für ein Impfregister aus. In der Protokollnotiz heißt es: «Hessen und Baden-Württemberg halten ein Impfregister für erforderlich, um zukünftig pandemischen Lagen wirksam begegnen zu können.»

 

Weitere Nachrichten

Achtung Glatteis am Montag: Warnung für weite Teile Baden-Württembergs

Eisiger Regen trifft Baden-Württemberg: Die Straßen und Gehwege werden glatt. Der Deutsche Wetterdienst rät möglichst im Warmen zu bleiben.

Gute Erfahrungen im Landkreis Karlsruhe: So lässt sich die Arbeitspflicht für Geflüchtete umsetzen

Der Landkreis Karlsruhe meldet Erfolge. Und könnte Vorbild für andere Regionen sein.

Leiser, sauberer, aber teurer: Vollelektrische Baustelle - machbar oder Zukunftsmusik?

Leiser, sauberer, aber teurer: Wann und wo es sich lohnt, dass Bauarbeiter auf E-Bagger umsteigen - und was gegen eine flächendeckende Umsetzung spricht.

Weniger neue Bausparverträge – Branche meldet Normalisierung

Nach dem Boom durch die Zinswende verzeichnen Bausparkassen erneut weniger Neuabschlüsse. Warum Eigenheimsparer trotzdem weiter auf Sicherheit setzen – und welche Zinsen aktuell drin sind.

Umgestürzter Schneepflug im Kreis Rastatt soll kommende Woche geborgen werden

Auf einer schneebedeckten Straße verliert ein Fahrer die Kontrolle über einen Schneepflug. Das Räumfahrzeug stürzt einen Hang hinunter. Warum die Bergung sich als schwierig darstellt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.