Corona in Baden-Württemberg
Baden-Württenberg an Bund: Impf-Hürden für Betriebsärzte beseitigen

Corona in Baden-Württemberg Baden-Württenberg an Bund: Impf-Hürden für Betriebsärzte beseitigen

Quelle: Sven Hoppe

Unmittelbar vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat Baden-Württemberg das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert, Hürden für Betriebsärzte beiseite zu räumen

«Die Betriebe sind bereit und können und wollen sich in die Impfung einbringen», schreibt das Stuttgarter Sozialministerium in einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Voraussetzung dafür sei aber, dass Betriebsärztinnen und -ärzte vom Pharmagroßhandel und den Apotheken mit Impfstoff beliefert würden. Bisher müssten sich noch die Impfzentren der Länder darum kümmern. «Das verlangsamt den gesamten Prozess und fordert die Impfzentren als Logistikunternehmen, was sie nicht sind», moniert der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl.

Darüber hinaus gebe es noch ungeklärte Fragen bei der Vergütung der Betriebsärztinnen und -ärzte. Die Bezahlung sei zwar grundsätzlich festgeschrieben, doch in der Praxis gebe es da noch Probleme. Lahl bittet das Bundesgesundheitsministerium, mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu klären, wie die Betriebsärzte genau abrechnen sollen. Beim Impfgipfel an diesem Montag wollen Bund und Länder unter anderem über die Priorisierung beim Impfen, die Logistik und über besondere Rechte für Geimpfte sprechen.

In Baden-Württemberg sollen nach den Hausärzten nun auch die Betriebsärzte immer mehr impfen. In den nächsten Tagen soll der erste Modellversuch beginnen, dann sollen die über 60-Jährigen geimpft werden. In dem Brief ersucht das Sozialministerium den Bund nochmal um schnelle Impfstofflieferung. «Baden-Württemberg kann eine Million Impfdosen pro Woche verimpfen und bittet um Lieferung!», schreibt der Amtschef. Die Betriebsärztinnen und -Ärzte spielten eine wichtige Rolle. «Im nächsten Schritt können die Betriebe jedoch ihren Beitrag insbesondere bei der Verimpfung der jüngeren Bevölkerung leisten, die gerade besonders zum steigenden Infektionsgeschehen beiträgt.»

 

Mehr zum Thema

Lebenserwartung während Pandemie im Land kaum gesunken

Anders als in anderen Bundesländern ist die durchschnittliche Lebenserwartung während der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg kaum gesunken.

Neues Schuljahr: Vier Corona-Antigenselbsttests für Schüler und Lehrer

Zum Start des neuen Schuljahrs Mitte September erhalten Schüler und Lehrer an den Schulen in Baden-Württemberg zunächst vier Corona-Schnelltests ausgehändigt.

Manne Lucha, Sozialminister des Landes Baden-Württemberg

Gesundheitsminister rechnet nicht mit weiterer Pflege-Impfpflicht

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha rechnet nicht mit einer Verlängerung der Impfpflicht im Pflegewesen.

Pandemiemaßnahmen: Bund soll bei Bedarf epidemische Notlage ausrufen

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha sieht den Bund in der Pflicht, im Herbst bei Bedarf erneut die epidemische Notlage auszurufen.

Verdi lehnt Ausnahme für Klinikpersonal bei Corona-Quarantäne ab

Die Gewerkschaft Verdi hat eine Ausnahmeregelung bei der Quarantäne für Klinikpersonal bei einer Corona-Infektion kritisiert.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.